Thomas Paulsen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Thomas Paulsen (* 21. Juni 1959 in Konstanz) ist ein deutscher Altphilologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Heinrich-Suso-Gymnasium Konstanz 1978 legte Paulsen nach einem Studium der Fächer Latein und Griechisch 1984/85 an der Universität Konstanz das Erste Staatsexamen ab. Von 1985 bis 1992 war er abwechselnd als Wissenschaftliche Hilfskraft in Konstanz tätig, wo er Latinum-Kurse betreute, und als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum. Hier wurde er 1992 mit der Dissertation Inszenierung des Schicksals. Tragödie und Komödie im Roman des Heliodor promoviert. 1993–98 war er Wissenschaftlicher Assistent, 1998 habilitierte er sich, 1999 wurde er zum Hochschuldozenten ernannt. 2004 wechselte er an die Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, wo er bis 2005 den Lehrstuhl für Gräzistik vertrat. Am 29. September 2005 wurde er zum Lehrstuhlinhaber und ordentlichen Professor ernannt.

Thomas Paulsen spielte aktiv Schach beim Schachclub an der Uni Bochum 1969. Seine beste Deutsche Wertungszahl (DWZ) war 1.784 im Jahre 2004.[1]

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paulsen beschäftigt sich mit der Attischen Tragödie, mit griechischer Geschichtsschreibung, mit politischer Rhetorik und mit dem antiken Roman. Zurzeit arbeitet er an einem Forschungsbericht zu Demosthenes für die Zeitschrift Lustrum. Außerdem ist er Mitarbeiter am Band „Griechische Literatur“ für das Sachgebiet Redner und Rhetorik der Klassik. Der Band ist Teil der Reihe „Handbuch der Altertumswissenschaft“. Paulsen gehört dem Graduiertenkolleg 237 „Der Kommentar in Antike und Mittelalter“ an.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999: Die Parapresbeia-Reden des Demosthenes und des Aischines: Kommentar und Interpretation zu Demosthenes, or. XIX, und Aischines, or. II (Bochumer Altertumswissenschaftliches Colloquium (BAC) 40). Wissenschaftlicher Verlag Trier (WVT), ISBN 978-3-88-476345-2
  • 2005: Geschichte der griechischen Literatur. Reclam-Verlag, ISBN 978-3-15-017657-3
  • 2018: Identitätswahrung durch Abgrenzung oder warum kaiserzeitliche Griechen kein Latein lernten. In: F. Wilk (Hrsg.): Identität und Sprache. Prozesse jüdischer und christlicher Identitätsbildung im Rahmen der Antike. S. 63 – 87, Göttingen
    • Der kommende Gott und die Götter der Anderen. Hrsg. mit Stefan Alkier: Apollon, Artemis, Asteria und die Apokalypse des Johannes. Eine Spurensuche zur Intertextualität und Intermedialität im Rahmen griechisch-römischer Kultur. Nach einem Seminar zur Poetik und Intertextualität der Johannesapokalypse, Sommersemester 2017 Fachbereich Evangelische Theologie Goethe-Universität Frankfurt, S. 13–147, Leipzig

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kürschners deutscher Gelehrten-Kalender 2009. Band 3. Saur, München 2009, ISBN 978-3-598-23629-7, S. 3075–3076.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. altdwz.schachbund.net: Karteikarte beim Deutschen Schachbund