Thomas Reichenberger

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Thomas Reichenberger
Reichenberger, Thomas OS 08-09 WP.jpg
Thomas Reichenberger 2008
Personalia
Geburtstag 14. Oktober 1974
Geburtsort Bad KreuznachDeutschland
Größe 174 cm
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
1979–1992 Eintracht Bad Kreuznach
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1991–1994 Eintracht Bad Kreuznach
1994–1995 Hassia Bingen
1995–1997 SV Wehen 66 (41)
1997–1998 Bayer 04 Leverkusen Amat. 30 (20)
1998–1999 Bayer 04 Leverkusen 24 0(4)
2000–2001 Eintracht Frankfurt 46 0(8)
2002–2003 Energie Cottbus 21 0(1)
2002–2003 Energie Cottbus Amat. 13 (11)
2003–2004 KFC Uerdingen 05 27 0(8)
2004–2010 VfL Osnabrück 184 (78)
2010–2012 VfL Osnabrück II 31 (12)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1999–2000 Deutschland A2 5 0(1)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Thomas Reichenberger (* 14. Oktober 1974 in Bad Kreuznach) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Reichenberger ist der Sohn des Münchner Fußballprofis Max Reichenberger. Er besuchte das Lina-Hilger-Gymnasium in Bad Kreuznach. Er begann seine Laufbahn bei Eintracht Bad Kreuznach, wo er in der Jugend-Abteilung das Fußballspielen lernte, und gelangte über ein kurzes Gastspiel bei Hassia Bingen und SV Wehen 1997 zur Amateurmannschaft von Bayer 04 Leverkusen. 1998 gab Thomas Reichenberger sein Bundesligadebüt gegen den SC Freiburg. Anfang 2000 wechselte er zu Eintracht Frankfurt, Anfang 2002 zu Energie Cottbus.

Anschließend spielte er eine Saison für den KFC Uerdingen 05, bevor er zur Saison 2004/2005 schließlich zum VfL Osnabrück wechselte. Dort wurde er heimisch und entwickelte sich zum Führungsspieler und Publikumsliebling. Mit Ausnahme des letzten Jahres war er in jeder Spielzeit stets der beste Torschütze seiner Mannschaft und wurde in der Saison 2005/06 und 2006/07 Torschützenkönig der Regionalliga Nord. Am 16. Februar 2007 erzielte Thomas Reichenberger in einem Punktspiel gegen Rot-Weiß Erfurt in der Regionalliga Nord innerhalb der ersten 14 Minuten einen Hattrick. 2007 und 2010 stieg er mit dem VfL in die 2. Bundesliga auf. Nach sechs Jahren beim VfL beendete er am Ende der Saison 2009/10 seine Karriere als Fußballprofi.[1]

Insgesamt absolvierte Thomas Reichenberger 85 Bundesligaspiele (zwölf Tore), 72 Zweitligaspiele (22 Tore) und 144 Drittligaspiele (63 Tore). Er besitzt einen Anschlussvertrag über eine Funktion in den Bereichen Marketing, Public Relation und Sponsoren-Betreuung beim VfL Osnabrück.[2] Zeitgleich gehörte er dem Kader der zweiten Mannschaft des VfL an.[3] Nach seiner Zeit als Teammanager beim VfL[4] gründete er Anfang 2014 eine Sportagentur. Neben der Durchführung von Kinder-Fußballcamps organisiert und vermarktet seine Sportagentur auch Veranstaltungen im Umfeld des (professionellen) Fußballs.

Reichenberger ist auch ein Pokerspieler. 2007 qualifizierte er sich für die World Series of Poker, verzichtete aber auf eine Teilnahme, um die Saisonvorbereitung im Fußball nicht zu verpassen. Im Zuge des Wettskandals 2009 rückte er in das Visier der Ermittler, da er gelegentlich auf Fußballspiele wettete und sein Name bei der Telefonüberwachung von Verdächtigen genannt worden war. Fragwürdige und unwahre Anschuldigungen in einigen Medienberichten rückten ihn in den Fokus der Öffentlichkeit. Daraufhin gab er vor einem Drittligaspiel vor laufenden Fernsehkameras und per Stadionmikrofon eine Ehrenerklärung ab und beteuerte seine Unschuld. Im weiteren Verlauf ergaben sich keinerlei Hinweise einer Beteiligung Reichenbergers am Wettskandal. Auch ein eingeleitetes Ermittlungsverfahren kam später zu dem Ergebnis, dass Reichenberger nicht in den Wettskandal verwickelt sei.[5][6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Harald Pistorius: „Natürlich hat es manchmal wehgetan...“ - Thomas Reichenberger über den VfL Osnabrück und sein Leben als Fußballprofi. In: Neue Osnabrücker Zeitung, 17. Mai 2010.
  2. Harald Pistorius: Reichenberger sitzt am Schreibtisch. In: Neue Osnabrücker Zeitung, 23. Juni 2010, S. 15.
  3. „Tommy“ Stand-by. In: Neue Osnabrücker Zeitung, 2. Juli 2010.
  4. Statistik Reichenberger auf www.vfl.de
  5. Zeit online: Die Reichenberger-Spekulationen, 7. Dezember 2009
  6. Harald Pistorius: Reichenberger: Ich bin erleichtert. In: Neue Osnabrücker Zeitung, 11. Februar 2011, S. 14.