Thomas Riis

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Thomas Riis (* 27. Juli 1941 in Kopenhagen) ist ein dänischer Historiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Magister Artium 1968 an der Universität Kopenhagen lehrte Riis anschließend am dortigen Historischen Seminar. 1977 erlangte er den Doctor philosophiae an der Universität Odense. Von 1977 bis 1979 war er als Assistent am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz tätig, anschließend war er dort bis 1980 Associate Professor. Danach forschte er 1981 bis 1984 als Carlsberg Research Fellow an der University of St. Andrews und war von 1985 bis 1993 Mitherausgeber des Diplomatarium Danicum. Von 1994 bis 2008 war er Professor für Schleswig-Holsteinische Landesgeschichte Universität Kiel. Zu seinen akademischen Schülern gehört Carsten Jahnke.

Seine Interessenschwerpunkte sind Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Geschichte der Armut und Stadtgeschichte. Ab 1974 war Riis Mitglied, ab 1981 zweiter Vorsitzender und von 2001 bis 2006 Vorsitzender der Internationalen Kommission für Städtegeschichte.[1]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Les institutions politiques centrales du Danemark 1100–1332. Odense 1977, ISBN 87-7492-214-9.
  • Should auld aquaintance be forgot. Scottish-Danish relations c. 1450–1707. Zwei Bände. Odense University Press, Odense 1988, ISBN 87-7492-695-0.
  • Das mittelalterliche Dänische Ostseeimperium. Kiel 2003, ISBN 3-937719-25-3.
  • Einführung in die Gesta Danorum des Saxo Grammaticus. University Press of Southern Denmark, Odense 2006, ISBN 978-87-7838-824-7.
  • Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins. Leben und Arbeiten in Schleswig-Holstein vor 1800. Kiel 2009, ISBN 978-3-937719-99-3.
  • Die großen Agrarreformen in Schleswig-Holstein. Folge oder Anlass der Gesetzgebung? Kiel 2016, ISBN 3-86935-291-4.
  • Hrsg.: Kreuz und quer durch Europa. Von Krieg, Politik, Kultur und Religion. Das Tagebuch des habsburgerischen Diplomaten und Landsknechtführers Erich Lassota von Steblau (1573–1594). Solivagus-Verlag, Kiel 2021, ISBN 978-3-943025-60-6.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Fouquet, Mareike Hansen, Carsten Jahnke und Jan Schlürmann (Hrsg.): Von Menschen, Ländern, Meeren. Festschrift für Thomas Riis zum 65. Geburtstag. Der Andere Verlag, Tönning 2006, ISBN 3-89959-526-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Riis, Thomas. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. degruyter.com, abgerufen am 15. September 2020 (Begründet von Joseph Kürschner, ständig aktualisierte zugangsbeschränkte Onlineausgabe).