Thomas Sobotzik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Thomas Sobotzik
Sobotzik, Thomas StP 96-97 WP.JPG
Personalia
Geburtstag 16. Oktober 1974
Geburtsort GliwicePolen
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1980–1983 Piast Gliwice
1983–1987 Górnik Zabrze
1988 Eintracht Frankfurt
1989–1990 VfB Stuttgart
1990–1993 Eintracht Frankfurt
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
0000–1995 Eintracht Frankfurt Amateure
1994–1995 Eintracht Frankfurt 2 0(0)
1995–1997 FC St. Pauli 65 0(7)
1997–1999 Eintracht Frankfurt 62 (17)
1999 1. FC Kaiserslautern 3 0(0)
1999–2001 Eintracht Frankfurt 34 0(5)
2001–2003 SK Rapid Wien 49 0(8)
2003–2004 1. FC Union Berlin 29 0(7)
2004–2007 SpVgg Unterhaching 70 0(0)
2007 Sandefjord Fotball [1]12 0(1)
2008 FSV Frankfurt 15 0(1)
2008–2009 FSV Frankfurt II
2009–2011 1. FC 09 Oberstedten
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1993 Deutschland U-21 1 (0)
1999 Deutschland A2 1 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Thomas Sobotzik (* 16. Oktober 1974 in Gliwice als Tomasz Sobocki)[2] ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler polnischer[3][4] Herkunft.

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tomasz Sobocki wurde in Gliwice geboren. Seine Eltern bemühten sich jahrelang um die Ausreise nach Deutschland, wo der Rest der Familie lebte.[5] 1987 oder 1988 wanderte die Familie aus, lebte in einem Notquartier in Frankfurt am Main,[6] bekam die deutsche Staatsbürgerschaft und den Nachnamen „Sobotzik“.[2] Thomas sprach kein Deutsch und belegte einen Intensivsprachkurs.[5] Nach einem halben Jahr wurde er in die Helmholtzschule eingeschult.[5] Die Vereinsmanager des VfB Stuttgart besorgten seiner Familie eine Dreizimmerwohnung in Sindelfingen und seinem Vater eine Anstellung bei Daimler-Benz AG.[6]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sobotzik trat als Kind Piast Gliwice bei und ging im Alter von neun Jahren zu Górnik Zabrze. In Deutschland ging er zur Jugendabteilung von Eintracht Frankfurt und spielte für deren U-15.[5] Bei einem Jugendturnier in Aalen erhielt er ein Angebot des VfB Stuttgart.[6] Mit dem VfB wurde er zweimal deutscher Jugendmeister. 1990 kehrte er zu Eintracht Frankfurt zurück.

Bei der Eintracht erhielt Sobotzik im Alter von 17 Jahren seinen ersten Profivertrag. Er musste wegen einer Knieverletzung bis 1991 pausieren. Mit 20 Jahren machte er schließlich sein erstes Bundesligaspiel. Nach zwei Jahren beim FC St. Pauli und einer kurzen Zeit beim 1. FC Kaiserslautern kehrte er jeweils wieder zur Eintracht zurück. Im Jahre 2001 holte ihn Lothar Matthäus zu Rapid Wien. Über den 1. FC Union Berlin kam er schließlich 2004 zur SpVgg Unterhaching und war dort zeitweise Mannschaftskapitän.

2007 wechselte Sobotzik nach Norwegen zu Sandefjord Fotball und erhielt einen Einjahresvertrag. Im Januar 2008 ging er zum deutschen Regionalligisten FSV Frankfurt, mit dem er am Saisonende in die 2. Bundesliga aufstieg. 2008/09 spielte er für die zweite Mannschaft des FSV in der Verbandsliga. Im hessischen Oberstedten ließ er danach bis Sommer 2011 beim dortigen 1. FC 09 in der Kreisoberliga seine aktive Laufbahn ausklingen und spielt seitdem in der Altherren-Mannschaft des 1. FC-TSG Königstein Fußball.

Sobotzik erzielte in 134 Bundesligaspielen 19 Tore und in 110 Zweitligaspielen 17 Tore.

Nach der aktiven Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sobotzik baute nach seiner Karriere eine Personaldienstleistungsfirma auf und wirkte bei Wechsel von Spielern in Polen und Skandinavien mit.[7] 2015 verkaufte er seine Anteile an der Firma.[8]

Er besitzt die A-Trainerlizenz.[9]

Am 3. Mai 2018 wurde er Vorstandsmitglied des Chemnitzer FC, zuständig für Sport und Finanzen.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik auf fotball.adressa.no
  2. a b Paweł Stolarczyk: Thomas Sobotzik – Nie mam poczucia przynależności narodowej. In: lovefootball.pl. 3. Juni 2012, abgerufen am 29. Januar 2016.
  3. Ganz große Zukunft spiegel.de
  4. Były reprezentant Niemiec w Ekstraklasie (polnisch)
  5. a b c d Hauke Karliczek: »Ich kenne kein Nationalgefühl«. In: 11 Freunde. 11 FREUNDE GMBH & CO. KG, 3. Juni 2012, abgerufen am 6. Juni 2015.
  6. a b c Ganz große Zukunft. In: Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG (Hrsg.): Der Spiegel. 25. Auflage. Nr. 25. Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG, 19. Juni 1989, S. 147 und 150 (spiegel.de [abgerufen am 3. Juni 2015] Artikel auch als PDF-Datei abrufbar).
  7. Michael Ebert: Frankfurt entscheidet zwischen Sobotzik und Bobic. In: Kicker-Sportmagazin (kicker online). Olympia Verlag GmbH, 6. Mai 2016, abgerufen am 6. Mai 2016.
  8. Peppi Schmidt: Eintracht sucht Sportvorstand: Kommt Sobotzik? In: op-online.de. Metac Medien Verlags GmbH, 6. Mai 2016, abgerufen am 6. Mai 2016.
  9. Transfermarkt.de GmbH & Co. KG (Hrsg.): Thomas Sobotzik, Transfermarkt. In: transfermarkt. Abgerufen am 11. September 2015.
  10. Website des Chemnitzer FC e.V. 3. Mai 2018, abgerufen am 3. Mai 2018.