Thor: Tag der Entscheidung

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Filmdaten
Deutscher Titel Thor: Tag der Entscheidung
Originaltitel Thor: Ragnarok
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 130 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie Taika Waititi
Drehbuch Christopher Yost
Craig Kyle
Stephany Folsom
Eric Pearson
Produktion Kevin Feige
Musik Mark Mothersbaugh
Kamera Javier Aguirresarobe
Schnitt Zene Baker,
Joel Negron
Besetzung
Synchronisation

Thor: Tag der Entscheidung (Originaltitel: Thor: Ragnarok) ist ein US-amerikanischer Superheldenfilm, der am 31. Oktober 2017 in den deutschsprachigen Kinos seine Premiere feierte. Der Film ist Teil des Marvel Cinematic Universe und nach Thor – The Dark Kingdom die zweite Fortsetzung zu Thor aus dem Jahr 2011. Wie seine Vorgängerfilme, basiert Thor: Tag der Entscheidung auf den Thor-Comics, in denen unter anderem mit Figuren und Handlungsorten Elemente der Nordischen Mythologie aufgenommen wurden. Darüber hinaus beruhen einige Einzelheiten des Films auf der Planet Hulk-Storyline, zu finden in den Comics Incredible Hulk #92-105 und Giant-Size Hulk #1.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Jahre nach dem Kampf in Sokovia wird Thor auf der Suche nach den Infinity-Steinen vom Feuerdämon Surtur gefangen genommen. Dieser erzählt Thor, dass sein Vater Odin nicht in Asgard sei und Ragnarök – der prophezeite Untergang Asgards – kurz bevorstehe, worüber Thor selbst auch Visionen hat. Mithilfe seines Hammers Mjölnir befreit sich Thor, besiegt Surtur und nimmt dessen Krone zum Schutz vor Ragnarök mit nach Asgard, wo sie in der Schatzkammer verwahrt wird.

Zuhause angekommen, deckt Thor die Machenschaften seines Bruders Loki auf, der seinen Tod vortäuschte, die Gestalt Odins annahm und seither Asgard regiert. Thor versucht gemeinsam mit seinem Bruder, ihren Vater Odin zurückzuholen, den Loki auf Midgard, der Erde, abgesetzt und seiner Erinnerungen mittels eines Zaubers beraubt hatte. Als sie mit Hilfe von Dr. Strange Odin finden, offenbart dieser seinen Söhnen, dass seine vor Thor und Loki verschwiegene Erstgeborene Hela, die Göttin des Todes, nach Odins baldigem Ableben aus ihrem Gefängnis ausbrechen und nach Asgard aufbrechen werde. Hela war eine blutrünstige Kriegerin, die mit Odin die neun Welten eroberte. Doch als Odin vom Krieg abließ und Hela nicht kontrollieren konnte, hielt er sie von Asgard fern, da ihre Macht dort am stärksten ist.

Vor den Augen seiner Söhne stirbt Odin, woraufhin Hela erscheint. Um sie aufzuhalten, greift Thor sie mit Mjölnir an, welchen sie zerstört. Von ihrer Kraft überrascht, wollen Loki und Thor durch den Bifröst nach Asgard flüchten. Bei der Teleportation folgt ihnen Hela jedoch, schlägt die beiden aus dem Bifröst ins All und gelangt so selbst nach Asgard, wo sie bei ihrer Ankunft Fandral, Volstagg und Hogun tötet. Um weitere Welten zu erobern, übernimmt sie die Herrschaft Asgards und sucht nach dem Bifröst-Schwert, das Heimdall gestohlen hat.

Thor landet durch ein Teleportationsloch auf Sakaar, einem Müllplaneten. Er wird von einer Frau gefangen genommen, die Scrapper 142 genannt wird. Sie ist in Wahrheit eine ehemalige Walküre aus Asgard, die vor vielen Jahren beim Kampf gegen Hela als einzige der Walküren überlebt hat. Um dieses Ereignis hinter sich zu lassen und zu vergessen, ließ sie sich auf Sakaar nieder und versucht seither, ihr Trauma mit Alkohol zu verdrängen.

Thor wird von ihr an den Grandmaster verkauft, der Gladiatorenkämpfe veranstaltet, während Loki bereits zwei Wochen zuvor auf dem Planeten gelandet ist und sich mit dem Grandmaster angefreundet hat. Thor wird vom Grandmaster gezwungen, sich in der Gladiatorenarena dem Champion zu stellen, der sich in der Arena als der Hulk herausstellt. Nach dem Kampf versucht Thor, Bruce Banner, der seit zwei Jahren in der Gestalt des Hulk ist und als dieser nun sprechen kann, zur Flucht zu überreden, um Asgard vor Hela zu beschützen und Ragnarök zu verhindern.

Mithilfe der Walküre – die sich Thor anschließt, um sich an Hela zu rächen –, Loki und Bruce Banner, der sich wieder aus der Gestalt des Hulks zurückverwandelt, lösen sie eine Revolution aus und kapern ein Schiff des Grandmasters. Durch ein Teleportationsloch fliegen Thor, Bruce und die Walküre nach Asgard, wo sie sich Hela, dem Fenriswolf und ihrer Armee aus wiedererweckten Kriegern stellen. Beim alleinigen Kampf gegen Hela verliert Thor ein Auge, erkennt aber zugleich die in ihm schlummernde Kraft des Donners, die er auch ohne Mjölnir einsetzen kann. Heimdall versucht unterdessen, die Asen durch den Bifröst in Sicherheit zu bringen. Dort ist der Weg aber durch Helas Armee und den Fenriswolf blockiert. Bruce verwandelt sich in den Hulk und greift den Fenriswolf an. Kurz darauf erscheint Loki mit aufständischen Gladiatoren in einem Raumschiff, und sie beginnen, die Asen auf das Schiff zu evakuieren.

Thor erkennt, dass seine Donnerkräfte nicht genügen, um seine Schwester zu besiegen, und beschließt, die Prophezeiung und Vision vom Ragnarök wahr werden zu lassen. Nur so kann er Helas Kraftquelle, Asgards Existenz, zerstören. Sein Ziel ist es nur noch, die Asen zu retten. Thor und die Walküre halten Hela hin, während Loki in Thors Auftrag in den Keller Odins geht, in dem dessen Schätze aufbewahrt werden. Dort nimmt Loki Surturs Krone, legt sie in das Ewige Feuer und erweckt damit Surtur in seiner mächtigsten Form wieder. Die Evakuierung ist abgeschlossen und das Schiff fliegt mit allen Asen und Rettern an Bord los. Hela ist nun gezwungen, den riesigen Surtur zu bekämpfen. Dieser zerstört jedoch Asgard bis auf die Fundamente.

Thor muss nun als neuer König der Asen sein Volk an einen anderen Ort bringen und entscheidet, Kurs auf die Erde zu nehmen. Auf dem Flug dorthin stellt sich ihm in der Mid-Credit-Szene aber Thanos’ riesiges Raumschiff Sanctuary II in den Weg.[3]

In der Post-Credit-Szene nimmt der Grandmaster auf Sakaar die Revolution auf die leichte Schulter und erklärt scherzhaft gegenüber den Aufständischen die Machtkämpfe zwischen seiner und ihrer Seite zu einem Unentschieden.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Posten des Regisseurs wurde der Neuseeländer Taika Waititi verpflichtet. Javier Aguirresarobe wurde als Kameramann verpflichtet, während Dan Hennah für das Produktionsdesign verantwortlich war. Er wurde vor allem durch seine Arbeit an der Herr-der-Ringe-Trilogie bekannt.

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2016 kündigte Mark Ruffalo an, dass der Film Eigenschaften eines Roadmovies aufweisen wird. Die Vorproduktion des Filmes begann im Januar 2016. Einen Monat später wurde die Besetzung Cate Blanchetts in der Rolle der Hela bekannt gegeben. Im April erfolgte die Besetzung von Tessa Thompson in der Rolle der Walküre (im Original: Valkyrie).

Jeff Goldblum in der Rolle des Grandmasters und Karl Urban als Skurge wurden im Mai bestätigt. Diese Ankündigung beinhaltete auch die Bekanntgabe, dass Anthony Hopkins und Idris Elba ihre Rollen als Odin und Heimdall aus den Vorgängerfilmen übernehmen werden. Ende September 2016 wurde bekannt, dass Sam Neill eine vorerst nicht näher genannte Rolle übernehmen wird, während Regisseur Waititi selbst die Rolle des Korg mittels des Motion-Capture-Verfahrens zum Leben erweckt. Sam Neill, Matt Damon und Luke Hemsworth übernahmen im Film Bühnenrollen der Figuren Odin, Loki und Thor. Luke verkörpert somit die von seinem Bruder dargestellte Titelrolle und stellt daher auch optisch eine Ähnlichkeit mit der Figur her.

Die deutsche Synchronisation übernahm die FFS Film- & Fernseh-Synchron in Berlin, nach einem Dialogbuch und unter der Dialogregie von Björn Schalla. Fast alle Schauspieler aus den Vorgängerfilmen wurden mit denselben Sprechern besetzt. Die einzige Ausnahme ist Fandral, der keinen Text hat und nur einen Laut von sich gibt. Bei den Neuzugängen im Marvel Cinematic Universe Cate Blanchett, Jeff Goldblum, Karl Urban, Sam Neill und Matt Damon folgte man den üblichen Besetzungen aus anderen deutschsprachigen Synchronisationen der letzten Jahre.[4]

Chris Hemsworth in 2017 by Gage Skidmore (3).jpg
Chris Hemsworth spielt Thor Odinson
Tom Hiddleston in 2017 by Gage Skidmore (1).jpg
Tom Hiddleston spielt Loki Laufeyson
Cate Blanchett by Gage Skidmore.jpg
Cate Blanchett spielt Hela
Mark Ruffalo in 2017 by Gage Skidmore.jpg
Mark Ruffalo spielt Dr. Bruce Banner alias Hulk
Tessa Thompson by Gage Skidmore 2.jpg
Tessa Thompson spielt die letzte Walküre
Jeff Goldblum by Gage Skidmore.jpg
Jeff Goldblum spielt den Grandmaster
Karl Urban by Gage Skidmore 2.jpg
Karl Urban spielt Skurge
Rachel House by Gage Skidmore.jpg
Rachel House spielt Topaz
Rolle Schauspieler/in Deutsche/r Sprecher/in[4]
Thor Odinson Chris Hemsworth Tommy Morgenstern
Loki Laufeyson Tom Hiddleston Peter Lontzek
Hela Cate Blanchett Elisabeth Günther
Walküre / Scrapper 142 Tessa Thompson Marieke Oeffinger
Dr. Bruce Banner / Hulk Mark Ruffalo Norman Matt
Grandmaster Jeff Goldblum Martin Umbach
Heimdall Idris Elba Marco Kröger
Odin Anthony Hopkins Joachim Kerzel
Skurge Karl Urban Tobias Kluckert
Dr. Stephen Strange Benedict Cumberbatch Sascha Rotermund
Korg Taika Waititi Marius Clarén
Surtur Clancy Brown Milton Welsh
Topaz Rachel House Judith Steinhäuser
Volstagg Ray Stevenson Oliver Siebeck
Fandral Zachary Levi Paul Matzke
Hogun Tadanobu Asano Florian Halm
Odin-Darsteller Sam Neill Wolfgang Condrus
Loki-Darsteller Matt Damon Simon Jäger
Thor-Darsteller Luke Hemsworth David Nathan
Friseur auf Sakaar Stan Lee Peter Groeger

Dreharbeiten und Filmschnitt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden in Australien statt, wie hier in Brisbane

Anfang Juni 2016 hatte die Firma Weta Workshop die Arbeit an den Ausstattungsstücken aufgenommen. Die visuellen Effekte steuerten die Studios in San Francisco und in Vancouver der Firma Industrial Light & Magic bei. Die Hauptdreharbeiten begannen am 4. Juli 2016 in den Village Roadshow Studios in Oxenford. Neben den Studiodreharbeiten, wurde in Queensland, in Brisbane und an den Cedar Creek Falls im Tamborine-Nationalpark und in Sydney gedreht. Auf der Comic-Con 2016 wurde die Gladiatorrüstung des Hulks vorgestellt, was Indizien dazu gab, dass das Drehbuch Elemente aus dem Comicbuch Planet Hulk entnimmt. Im August 2016 wurde im Brisbane Central District gedreht, welcher im Film die Kulisse von New York City ist. Die Dreharbeiten endeten am 28. Oktober 2016, etwa ein Jahr vor dem Veröffentlichungstermin.

Waititi gab in einem Interview auf der San Diego Comic-Con 2017 an, dass mehrere Versionen des Filmes mit verschiedenen Schnittlängen existieren. Außerdem schätzte er, dass rund achtzig Prozent der Dialoge im Film improvisiert seien.[5]

Filmmusik und Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mark Mothersbaugh war bis 1991 Hauptsänger, Keyboarder und Gitarrist der US-amerikanischen New-Wave- und Synth-Rock-Band Devo

Im August 2016 wurde Mark Mothersbaugh als Komponist für die Musik zum Film verpflichtet. Mothersbaugh war die bisherige Arbeit von Taika bekannt als er einen Anruf von Marvel erhalten hatte. Nach seiner Aussage war er von der Möglichkeit einer Zusammenarbeit begeistert, besonders weil er Taikas Interesse an Retro-Synths teilte und freute sich, eine eigene Interpretation des Marvel-Sounds zu schaffen.[6] Ein gegen frühere Marvel-Filme gerichteter Vorwurf war, die Musik für diese sei nur wenig einprägsam und immer irgendwie ähnlich klingend gewesen.[7] Mothersbaugh war bis 1991 der Hauptsänger, Keyboarder und Gitarrist der US-amerikanischen New-Wave- und Synth-Rock-Band Devo[8] und brachte Elemente dieser Musikrichtungen in die Filmmusik von Thor: Ragnarok ein. Die Aufnahme entstand in den Abbey Road Studios in London, und Mothersbaugh produzierte den Soundtrack gemeinsam mit Alan Meyerson.[6]

Der Filmmusikkritiker Mihnea Manduteanu beschreibt das Ergebnis als „Musik für die Ewigkeit.“ Mothersbaugh habe die in letzter Zeit eher glanzlose Musik für Marvel-Filme durch eine Komposition ersetzt, die von Anfang bis Ende spannend, emotional und nostalgisch sei und damit neue Maßstäbe für spektakuläre Action-Superhelden-Filmmusik setze. Die Filmmusik komme auch ohne ein denkwürdiges Hauptthema aus, wie zuvor von Brian Tyler oder Alan Silvestri für das Filmuniversum geschaffen, so Manduteanu weiter. Sowohl durch ihre orchestralen, als auch durch ihre retro-elektronischen Elemente sei die Filmmusik ein Fest, so Manduteanu, weil der Komponist die richtige Balance zwischen beiden finde.[9] Der Soundtrack zum Film umfasst 23 Musikstücke und wurde am 20. Oktober 2017 von Hollywood Records als Download und am 10. November 2017 auch in physischer Form veröffentlicht.[10] Die Titel einiger auf dem Soundtrack enthaltenen Musikstücke wie Thor: Ragnarok, Where’s the Sword? und Asgard Is a People beziehen sich auf die Götterwelt der Nordischen Mythologie und beziehen sich auf die Ragnarök, den Originaltitel des Films und damit auf die Sage vom Untergang der Götter, wie es die Völuspá prophezeit.

Nicht auf dem Soundtrack enthalten ist der zweimal im Film zu hörende Immigrant Song, mit dem auch ein späterer Trailer zum Film unterlegt war.[11] Hierbei handelt es sich um eine klassische Hardrocknummer aus dem Jahr 1970 und das erste Lied auf dem Album Led Zeppelin III der britischen Rockband Led Zeppelin. Auch in diesem Lied geht es um Walhall, den Ruheort der in einer Schlacht gefallenen Kämpfer, und um den Hammer der Götter.[12]

Ein erster Trailer zum Film, der im Rahmen der San Diego Comic-Con vorgestellt wurde, war mit dem Song In The Face Of Evil des US-amerikanischen Electro-Musik-Trios Magic Sword unterlegt.[13] Der Film feierte am 10. Oktober 2017 in Los Angeles seine Weltpremiere[14] und wurde am 13. Oktober 2017 erstmals in Australien – 13 Tage vor regulärem Start – aufgeführt.[15] Am 31. Oktober 2017 kam der Film in die deutschen und österreichischen Kinos und am 2. November 2017 in die Kinos der Deutschschweiz.[16] In den zwei größten Kinomärkten der Welt, die USA und China, kam der Film am 3. November in die Kinos. Am 16. Mai 2017 wurde mit „Tag der Entscheidung“ der deutsche Titel des Films offiziell verkündet.[17]

Am 3. November 2017 erschien eine Hörbuch-Adaption des Filmes auf Englisch, geschrieben von Jim McCann und erzählt von MacLeod Andrews.[18] Am 10. November 2017 erschien das deutsche Hörspiel zum Film mit Musik und den Stimmen aus Tag der Entscheidung durch Kiddinx Media im Einzelhandel. Darin übernimmt Gordon Piedesack die Rolle des Erzählers. Produziert wurde es in der tonAtelier GmbH & Co KG unter der Regie von Daniel Janke und von Gabriele Bingenheimer bearbeitet worden.[19]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den USA wurde der Film von der MPAA als PG-13 eingestuft.[20] In Deutschland ist der Film FSK 12. In der Freigabebegründung heißt es: „Der Film enthält eine Vielzahl an bildgewaltigen Kampf- und Actionszenen. Es sind aber weder Blut, noch realistische Verletzungen zu sehen. Für Kinder ab 12 Jahren sind sämtliche Geschehnisse problemlos als vollkommen irreales Fantasymärchen erkennbar, wodurch sie eine emotionale Distanz wahren können. Darüber hinaus tragen zahlreiche humorvolle Momente zur Entlastung bei.“[21] Auch in Österreich ist der Film von der JMK ab 12 Jahren freigegeben.[2]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle Bewertung
Internet Movie Database [22]
Rotten Tomatoes [23]
Regisseur Taika Waititi auf der Comic-Con in San Diego im Juli 2017

Der Film konnte bislang 93 Prozent der Kritiker bei Rotten Tomatoes überzeugen.[24]

Philip De Semlyen von Time Out meint, in einer Welt, in der die Blockbuster immer düsterer werden, sei es eine Freude einen Film zu sehen, der auf Discobeleuchtung setzt.[25]

In einer Kritik zum Film von GQ wird erklärt, Regisseur Taika Waititi habe für das dritte Solo-Abenteuer komplett die Tonalität der Reihe gewechselt und setze auf Humor statt auf reine Action. Dies könne interessant sein, weil Marvel nach den beiden ersten, nur mittelmäßig gelungenen, Thor-Filmen eine komplette Neuausrichtung wagt: „Thor: Tag der Entscheidung ist mehr Komödie als klassischer Superhelden-Film, mehr Guardians of the Galaxy als Captain America.“ Weiter heißt es in der Kritik: „Lustige Sprüche, coole Schauspieler und eine Handlung, die so durchgeknallt ist, dass nie die Gefahr besteht, der Film könnte sich selbst allzu ernst nehmen. Alleine das Aufeinandertreffen von Thor und Hulk in der Gladiatoren-Arena ist den Eintritt wert. Die Schauspieler sind überragend gut und sichtlich mit Spaß bei der Sache, dazu trifft Regisseur Taika Waititi genau den richtigen Ton, mit dem man eine Geschichte rund um nordische Götter auf einem fremden Planeten, der aussieht wie eine Zukunftsvision aus einer 1980er-TV-Serie, erzählen muss. Ein großer Spaß für Freunde der lockeren Unterhaltung.“[26]

In einer Kritik der dpa heißt es, Waititi habe die Göttersaga mit Muskelpaket Chris Hemsworth in der Titelrolle von unnötigem Ballast und Tiefgang befreit und konzentriere sich ganz auf die Schauwerte und Skurrilitäten: „Nordische Mythologie trifft auf Pop-Art in einem spielerischen Actionfilm mit psychedelischem Anstrich. Und Led Zeppelin liefern mit ihrem kreischenden Hardrock-Klassiker Immigrant Song von 1970 die Hymne für diese Achterbahnfahrt, die durchaus in Richtung Retro abdriftet.“ Weiter heißt es in der Kritik, auch wenn Thor: Tag der Entscheidung keineswegs ein Meilenstein des Genres ist, biete er sehr passable Unterhaltung und zwei atemlose Stunden lang Popcornkino auf erfreulich ironischem Niveau.[27]

Filmkritiker der Stuttgarter Nachrichten erklären, der Regisseur habe Thor eine Rundumerneuerung verpasst, die nicht nur eine neue Frisur und neue Verbündete umfasst: „Sorgte der Donnergott in seinen bisherigen Marvel-Abenteuern eher durch knappe Oneliner für kurzes Auflachen, feuert Hemsworth in seinem dritten Solo-Film ein Feuerwerk an Wortwitz ab und versteht es, jegliche Situationskomik für sich auszunutzen.“ Die Kritik resümiert, es handele sich um ein kunterbuntes Spektakel, in dem Hemsworth beweise, dass man sich als waschechter Superheld eben nicht allzu ernst nehmen muss.[28]

Auch Jenni Zylka von der taz meint, Thor: Tag der Entscheidung sei heller, komödiantischer und queerer als alle vergleichbaren Comicadaptionen, und Thor unterscheide sich im Film auch vom durchschnittlichen Comichelden: „Nichts hat er von der zweifelnden Finsternis eines Batman, der pubertären Zerrissenheit eines Spider-Man oder dem sarkastischen Nihilismus eines Iron Man.“[29]

Sabine Horst vom Tagesspiegel erklärt, dass der Film lustig sei, aber selten lächerlich wirke, liege am Timing, das in den betont unpathetischen Schnellfeuerdialogen wie in der visuellen Montage nahezu perfekt sei: „Waititi hat das Kunststück fertiggebracht, aus dem schwergängigen Thor-Stoff eine der schmissigsten Marvel-Produktionen zu machen. Das Problem ist nur: dass hier niemand Probleme hat. Oder Gefühle.“[30]

Wenig überzeugt von dem Film gab sich Andreas Platthaus in der FAZ. Eine humoristische Handschrift für den ganzen Film, den Platthaus – auf Torheit anspielend – als „Thorheit“ kritisiert, sei dem Regisseur nicht gelungen; der Film kenne nur die „Haudrauf-Methode“: „Sosehr man Waititis Bemühen merkt, locker zu inszenieren, so wenig kann man übersehen, wie unoriginell ihm die genrebedingt unentbehrlichen Money-Shots (die man in Superheldenfilmen besser Metzel-Shots nennen sollte) geraten sind.“[31]

In der österreichischen Zeitung Die Presse meinte Andrey Arnold, dass „geharnischte Kriegerinnen mit Miniguns auf Riesenhunde“ schießen und sich der Film insofern „einer exaltierten Alles-Geht-Attitüde“ erfreue. „Die Schablonenhaftigkeit des übergreifenden Plots kann das allerdings nicht kaschieren. Ebensowenig wie die Ödnis der Action, die dem aktuellen Superheldenstandard folgt: Gesichtslose Gegnerwellen werden zu den Klängen endgeiler Rock-Mucke aus den Siebzigern […] niedergemetzelt, als stäke man im Computerspiel ‚God of War‘.“[32]

Peter Debruge von Variety meint, auch wenn dies nicht viel zu bedeuten habe, sei Thor: Tag der Entscheidung der beste der drei Thor-Filme, was vielleicht daran liege, dass er sich mit den Drehbuchautoren erstmals einig ist: „Thor-Filme sind einfach lächerlich.“[33]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film landete nach seinem Start in zahlreichen Ländern auf den ersten Platz der Kino-Charts, wie beispielsweise in den USA, in China, in Japan, in Südkorea, in Frankreich und im Vereinigten Königreich. Den Produktionskosten des Films von rund 180 Millionen US-Dollar stehen bislang weltweite Einnahmen aus Kinovorführungen in Höhe von 739,2 Millionen US-Dollar gegenüber[34], davon alleine rund 247 Millionen US-Dollar in den USA und rund 108 Millionen US-Dollar in China.[35], womit sich der Film auf Platz 9 der erfolgreichsten Filme des Jahres 2017[36] und auf Platz 89 der weltweit erfolgreichsten Filme aller Zeiten befindet.[37] In Deutschland verzeichnet der Film 1.018.264 Besucher.[38]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hollywood Music in Media Awards 2017

Fortsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handlung des Filmes wird in Avengers: Infinity War (2018) fortgeführt werden.

Kurz vor der Kinopremiere von Thor: Tag der Entscheidung erklärte Regisseur Taika Waititi, dass er offen für weitere Marvel-Superhelden-Filme ist und bekundete sein Interesse, auch Thor 4 zu drehen.[40]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Thor: Ragnarok – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Thor: Tag der Entscheidung. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 173044/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. a b Alterskennzeichnung für Thor: Tag der Entscheidung. Jugendmedien­kommission.
  3. Thor Ragnarok: Kevin Feige bestätigt, wer in der Post-Credit-Szene auftritt. In: IGN Deutschland, abgerufen am 4. November 2017.
  4. a b Thor: Tag der Entscheidung in der Deutschen Synchronkartei
  5. Taika Waititi Encouraged Improv on the Set of Marvel’s ‘Thor: Ragnarok’ | Comic-Con 2017 | MTV. In: YouTube. Abgerufen am 1. November 2017.
  6. a b Peter F. Ebbinghaus: Mark Mothersbaugh’s film score for Thor: Ragnarok out now. In: behindtheaudio.com, 21. Oktober 2017.
  7. ‘Thor’ Composer Knew Marvel Scores Sounded Similar, So He Decided to Change That In: The Hollywood Reporter. Abgerufen am 5. November 2017.
  8. Devo: Mark Mothersbaugh In: soundonsound.com, abgerufen am 5. November 2017.
  9. Mihnea Manduteanu: Soundtrack Review: Thor: Ragnarok. In: soundtrackdreams.com. Abgerufen am 5. November 2017.
  10. ‘Thor: Ragnarok’ Soundtrack Details. In: filmmusicreporter.com, 19. Oktober 2017.
  11. Dave Lifton: How Led Zeppelin’s ‘Immigrant Song’ Wound Up in ‘Thor: Ragnarok’ In: ultimateclassicrock.com, 28. Oktober 2017.
  12. Jessica Düster: ‘Tag der Entscheidung’: In ‘Thor 3’ kippt der Regisseur allen Rest-Ernst über Bord In: Kölner Stadt-Anzeiger, 2. November 2017.
  13. In The Face Of Evil By Magic Sword (Thor Ragnarok Comic-Con Trailer Music). In: musiclessons.com, abgerufen am 5. November 2017.
  14. Thor: Ragnarok Premiere in Los Angeles. In: independent.ie, abgerufen amm 1. November 2017.
  15. Thor: Ragnarok Gold Coast premiere: Chris Hemsworth rewards patient fans. In:news.com.au, abgerufen am 1. November 2017.
  16. fds Release Schedule Details. In: sfvasdf.ch, abgerufen am 16. November 2017.
  17. Thor 3 erhält „Tag der Entscheidung“ als deutschen Titel. In: superhelfdenfilme.net, abgerufen am 1. November 2017.
  18. Marvel’s Thor: Ragnarok (Marvel Cinematic Universe) Audio CD – Audiobook, CD. In: Amazon.com, abgerufen am 5. November 2017.
  19. Disney: Thor 3 - Tag der Entscheidung - KIDDINX-Shop - Hörspiele für Kinder. In: kiddinx-shop.de, abgerufen am 16. November 2017.
  20. Thor Ragnarok. In: parentpreviews.com. Abgerufen am 29. Oktober 2017.
  21. Freigabebegründung für Thor: Tag der Entscheidung In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 2. November 2017.
  22. Thor: Tag der Entscheidung. Internet Movie Database, abgerufen am 5. November 2017.
  23. Thor: Tag der Entscheidung. Rotten Tomatoes, abgerufen am 5. November 2017.
  24. Thor Ragnarok. In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 4. November 2017.
  25. Philip De Semlyen: Thor: Ragnarok. In: Time Out, 19. Oktober 2017.
  26. „Thor – Tag der Entscheidung“: Ein Donnergott als Comedian. In: gq-magazine.de, abgerufen am 1. November 2017.
  27. dpa-Kritik: ‘Thor: Tag der Entscheidung’ mit Frauenpower und Humor. In: stern.de, 30. Oktober 2017.
  28. ‘Thor: Tag der Entscheidung’: Film sorgt für göttlichen Spaß. In: Stuttgarter Nachrichten, 31. Oktober 2017.
  29. Jenni Zylka: ‘Thor – Tag der Entscheidung’ im Kino: Selbst schuld, wer sich nicht schminkt. In: taz, 31. Oktober 2017.
  30. Sabine Horst: Im Kino: ‘Thor: Tag der Entscheidung’: Jetzt aber schnell. In: Der Tagesspiegel, 29. Oktober 2017.
  31. Andreas Platthaus: Hör mal, wer da hämmert!, in: FAZ vom 1. Nov. 2017, abgerufen am 5. November 2017.
  32. Andrey Arnold: „Thor: Ragnarok“: Götterdämmerung zum Kichern, in: Die Presse vom 25. Okt. 2017, abgerufen am 5. November 2017.
  33. Peter Debruge: Film Review: ‘Thor: Ragnarok’. In: Variety, 19. Oktober 2017.
  34. Thor: Ragnarok In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 21. November 2017.
  35. http://www.boxofficemojo.com/news/?id=4341&p=.htm
  36. 2017 World Grosses In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 21. November 2017.
  37. All Time Box Office. Worldwide Grosses In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 21. November 2017.
  38. Top 100 Deutschland 2017 In: insidekino.com. Abgerufen am 14. November 2017.
  39. 8th Hollywood Music in Media Awards Nominations Announced In: filmmusicreporter.com, 25. Oktober 2017.
  40. Annemarie Havran: ‘Thor 3: Tag der Entscheidung’-Regisseur Taika Waititi ist offen für weitere Marvel-Filme. In: filmstarts.de, 25. Oktober 2017.