Thuisbrunn

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Blick von der Thuisbrunner Kirche über das Tal zur Pinselleite
1000-Jahr-Gedenkstein in Thuisbrunn
Burgruine Thuisbrunn

Thuisbrunn ist ein Ortsteil der Stadt Gräfenberg und liegt in der Fränkischen Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1007 schenkte Kaiser Heinrich II. dem Bistum Bamberg die Stadt Forchheim mit umliegenden Ortschaften, darunter auch „Tuosibruno“, das heutige Thuisbrunn. Der Ort hat damit eine tausendjährige Geschichte. Im Jahr 1403 wurde er dem Nürnberger Burggrafen Johann III. zugesprochen.

Von 1403 bis 1803 gehörte Thuisbrunn zum Fürstentum Brandenburg-Kulmbach-Bayreuth. Im Ersten Markgrafenkrieg wurden der Ort und die Burg im Jahr 1449 größtenteils niedergebrannt. Im Jahr 1450 kam die Ortschaft unter die Verwaltung des Adelsgeschlechtes der Egloffsteiner. Nach der Reformation wurde der Ort protestantisch. Im Ersten und Zweiten Markgrafenkrieg wurden der Ort und die Burg abermals zerstört. Die Burg ist seit dieser Zeit Ruine, nur ein Gebäude wurde als Vogtei hergerichtet. Im Jahr 1803 fiel Thuisbrunn an das Kurfürstentum Bayern. Das Vogtshaus wurde Staatliches Forstamt.

Die ehemals selbstständige Gemeinde wurde am 1. Mai 1978 im Zuge der Gebietsreform zusammen mit den Ortsteilen Haidhof, Hohenschwärz, Neusles, Höfles, Dörnhof nach Gräfenberg eingemeindet. Das übrige ehemalige Gemeindegebiet kam zu Obertrubach.[1]

Das ehemalige, 1971 genehmigte Wappen, von dem Heraldiker Karl Haas aus Kronach gefertigt, wird wie folgt beschrieben: „Geviert von Silber und Schwarz mit einem schmalen blauen Wellbalken, belegt mit einem goldenen Quaderturm“.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert in Thuisbrunn sind die neugotische Kirche aus dem Jahr 1857 und die Burgruine Thuisbrunn

Das westlich gelegene Todsfelder Tal.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort befindet sich die 2007 wiedereröffnete Privatbrauerei Elchbräu.

Fünf-Seidla-Steig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier endet der Fünf-Seidla-Steig, ein 2008 eröffneter Wanderweg zwischen den vier Brauereien der Gemeinde Gräfenberg und der Klosterbrauerei Weißenohe. Benannt ist er nach dem fränkischen Bierkrug, dem Seidla. Die Brauereien erzeugen insgesamt 21 verschiedene Biere.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 684.
  2. Franken-Wiki.de, Fünf-Seidla-Steig

Koordinaten: 49° 41′ N, 11° 15′ O