Thymian-Sommerwurz

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Thymian-Sommerwurz
Thymian-Sommerwurz (Orobanche alba)

Thymian-Sommerwurz (Orobanche alba)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae)
Gattung: Sommerwurzen (Orobanche)
Art: Thymian-Sommerwurz
Wissenschaftlicher Name
Orobanche alba
Willd.

Die Thymian-Sommerwurz (Orobanche alba), auch Quendel-Sommerwurz oder Weiße Sommerwurz genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sommerwurzen (Orobanche) in der Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Thymian-Sommerwurz ist eine 6 bis 25 cm hohe, parasitäre Pflanze. Die Wirtspflanzen sind Lippenblütler (Labiatae), meist Thymian (Thymus).

Die Blüten sind duftlos, sie besitzen einen Kelch, dessen Hälften meist mit mehreren deutlichen Nerven versehen sind. Die Kelchspitzen sind bräunlich gefärbt und sind im frischen Zustand kaum von der Färbung der Krone zu unterscheiden. Diese ist 18 bis 22 mm lang, meist weißlich-hellgelb, violett geadert und oftmals an der Spitze rotviolett überlaufen. Die Oberlippe ist mit dunklen Drüsenhaaren besetzt. Die Narbe ist bräunlich-violett.

Die Blütezeit liegt zwischen April und August.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 38 oder 16.[1]

Thymian-Sommerwurz (Orobanche alba)

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Thymian-Sommerwurz kommt in Europa, Nordafrika, Westasien, Zentralasien, im Kaukasusraum, in Pakistan, Indien, Nepal und China vor. Sie wächst auf Trocken- und Halbtrockenrasen und in lichten und wärmebegünstigten Wäldern. Sie bevorzugt mäßig trockene, kalkreiche Böden und Höhenlagen bis 1900 m. In den Allgäuer Alpen steigt sie bis zu einer Höhenlage von 1850 Metern auf.[2] Sie ist in Mitteleuropa eine Art der Gesellschaften der Klassen Sedo-Scleranthetea, Festuco-Brometea oder der Ordnung Seslerietalia albicantis.[1]

Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Synonym von Orobanche alba Stephan ex Willd. ist Orobanche epithymum DC.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegmund Seybold: Flora von Deutschland und angrenzender Länder. Ein Buch zum Bestimmen der wild wachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen. Begründet von Otto Schmeil, Jost Fitschen. 93. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2006, ISBN 3-494-01413-2.
  • Hans-Joachim Zündorf, Karl-Friedrich Günther, Heiko Korsch, Werner Westhus (Hrsg.): Flora von Thüringen. Die wildwachsenden Farn- und Blütenpflanzen Thüringens. Weissdorn, Jena 2006, ISBN 3-936055-09-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 866–867.
  2. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 482.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Thymian-Sommerwurz – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien