Ticket ins Paradies

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Film
Deutscher Titel Ticket ins Paradies
Originaltitel Ticket to Paradise
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2022
Länge 104 Minuten
Altersfreigabe FSK 6[1]
Stab
Regie Ol Parker
Drehbuch Daniel Pipski,
Ol Parker
Produktion Tim Bevan,
Deborah Balderstone,
Eric Fellner,
Sarah Harvey
Musik Lorne Balfe
Kamera Ole Bratt Birkeland
Schnitt Peter Lambert
Besetzung
Synchronisation

Ticket ins Paradies (Originaltitel: Ticket to Paradise) ist eine US-amerikanische romantische Filmkomödie aus dem Jahr 2022 von Regisseur Ol Parker mit George Clooney und Julia Roberts. In Deutschland und Österreich kam der Film am 15. September 2022 in die Kinos.[2][3][4]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ehe von David und Georgia liegt lange zurück. Als deren gemeinsame Tochter Lily nach Bali reist, sich dort verliebt und bald darauf auch verlobt, fallen deren Eltern aus allen Wolken.

Und obwohl sich die beiden eigentlich nicht mehr leiden können, folgen sie ihrer Tochter auf die indonesische Insel, um sie vor dem gleichen Fehler zu bewahren, den die beiden 25 Jahre zuvor gemacht haben.[3][4]

Besetzung und Synchronisation [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutschsprachige Synchronisation übernahm die FFS Film- & Fernseh-Synchron. Dialogregie führte Axel Malzacher, der auch das Dialogbuch schrieb.[5]

Rolle Darsteller Synchronsprecher[5]
David George Clooney Martin Umbach
Georgia Julia Roberts Daniela Hoffmann
Lily Kaitlyn Dever Jodie Blank
Paul Lucas Bravo Ricardo Richter
Dean Charles Allen Axel Malzacher
Gede Maxime Bouttier Marco Eßer
Wren Butler Billie Lourd Lara Trautmann

Produktion und Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden ab November 2021 im australischen Bundesstaat Queensland statt. Drehorte waren unter anderem die Whitsunday Islands, die Gold Coast und Brisbane.[6]

Produziert wurde der Film von Working Title Films (Produzenten Tim Bevan und Eric Fellner), in Koproduktion mit Smokehouse Pictures (Produzenten George Clooney und Grant Heslov) sowie Red Om Films (Produzentinnen Julia Roberts, Lisa Gillan und Marisa Yeres Gill) und Sarah Harvey und Deborah Balderstone.[7]

Die Kamera führte Ole Bratt Birkeland, die Montage verantwortete Peter Lambert. Das Kostümbild gestaltete Lizzy Gardiner und das Szenenbild Owen Paterson. Den Vertrieb übernahm Universal Pictures.[2]

Die beiden Hauptdarsteller George Clooney und Julia Roberts arbeiteten zuvor für die Filme Ocean’s Eleven (2001), Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002), Ocean’s 12 (2004) und Money Monster (2016) zusammen.[7]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markus Tschiedert vergab auf Filmstarts.de 1,5 von fünf Sternen. Das dramaturgische Genre-Gerüst der Screwball-Komödie würde zwar brav aufgestellt, aber wichtige Zutaten wie Schnelligkeit, Temperament, Zuspitzung und vor allem Unberechenbarkeit fehlten gänzlich. Die Wortgefechte wirkten aufgesetzt und als besonders schlimm empfinde man die Behäbigkeit, mit der die schlichte Story gemächlich vor sich hin plätschere.[8]

Filmjournalist Michel Rieck dagegen bezeichnete den Film auf riecks-filmkritiken.de als ein Werk, das einen angenehmen Kontrast zu den vielen überladenen Alternativen im Kino böte. Ol Parker besinne sich zurück auf frühere filmische Werte und schicke uns auf eine kinematographische Zeitreise. Eine unbeschwerte und leicht verdauliche Zeit sei die Folge.[9]

Philipp Holstein urteilte auf rp-online.de: „Der Film ist kitschig und voller Klischees. Und trotzdem total schön.“[10]

Martin Schwickert schrieb auf rnd.de, dass die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern stimme, allerdings könne dies und die paradiesische Naturkulisse nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dem Skript an kreativer Energie, überraschenden Plotwendungen, pointierten Dialogen und einem spielerischen Umgang mit Klischees fehle. Als Feel-Good-Movie funktioniere der Film bestens, er könne aber keine nachhaltigen Glücksgefühle entfalten.[11]

Carsten Beyer bewertete den Film auf rbb-online.de mit zwei von fünf Sternen, am Ende blieben ein paar schnell vergessene Lacher und ein etwas schaler Nachgeschmack wie bei einer Piña Colada ohne Alkohol: süß, üppig, aber substanzlos.[12]

Oliver Armknecht vergab auf film-rezensionen.de fünf von zehn Punkten, die nett-harmlose Unterhaltung gebe sich auch bei der Handlung keine Mühe. Dann und wann sei die Liebeskomödie aber zumindest unterhaltsam. Dazu gebe es traumhafte Aufnahmen und ein paar folkloristische Elemente.[13]

Patricia Kornfeld bezeichnete den Film in der Wiener Zeitung als erfrischend, unterhaltsam und wenig anspruchsvoll. Man müsse schon etwas übrig haben für die Liebeskomödien Hollywoods, ließe man sich jedoch darauf ein, werde man nicht enttäuscht.[14]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) zeichnet den Film mit dem Prädikat wertvoll aus. Die Jury begründet dies mit einer zwar vorhersehbaren Handlung, aber „gerade dieses Verzichten auf überraschende Plotwendungen macht für die Jury einen nicht unerheblichen Teil des Charmes“ des Films aus.[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Ticket ins Paradies. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 233484).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. a b Ticket ins Paradies. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. September 2022.
  3. a b Ticket ins Paradies. In: film.at. Abgerufen am 2. September 2022.
  4. a b Ticket ins Paradies. In: kino-zeit.de. Abgerufen am 2. September 2022.
  5. a b Ticket ins Paradies. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 15. September 2022.
  6. George Clooney, Julia Roberts film new movie ‘Ticket to Paradise’ on the Whitsundays. In: nzherald.co.nz. 24. November 2021, abgerufen am 2. September 2022 (englisch).
  7. a b Mike Fleming Jr, Amanda N’Duka: George Clooney & Julia Roberts Re-Team In ‘Ticket To Paradise;’ Ol Parker Directs For Universal, Working Title. In: deadline.com. 26. Februar 2021, abgerufen am 2. September 2022 (englisch).
  8. Markus Tschiedert: Kritik zu Ticket ins Paradies: Gleich zwei verschenkte Superstars. In: Filmstarts.de. Abgerufen am 8. September 2022.
  9. Michel Rieck: Ticket ins Paradies. In: riecks-filmkritiken.de. 7. September 2022, abgerufen am 8. September 2022.
  10. Philipp Holstein: „Ticket ins Paradies“: Julia Roberts flirtet wieder mit George Clooney. In: rp-online.de. 9. September 2022, abgerufen am 10. September 2022.
  11. Martin Schwickert: Mit Happy-End-Garantie: Julia Roberts und George Clooney in „Ticket ins Paradies“. In: rnd.de. 13. September 2022, abgerufen am 13. September 2022.
  12. Carsten Beyer: Liebeskomödie: „Ticket ins Paradies“. In: rbb-online.de. 13. September 2022, abgerufen am 15. September 2022.
  13. Ticket ins Paradies. In: film-rezensionen.de. 13. September 2022, abgerufen am 15. September 2022.
  14. Patricia Kornfeld: Seetang-Romantik. In: Wiener Zeitung. 14. September 2022, abgerufen am 15. September 2022.
  15. Ticket ins Paradies. Abgerufen am 12. September 2022.