Tiefenbach (Oberpfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Tiefenbach
Tiefenbach (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tiefenbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 26′ N, 12° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Verwaltungs­gemeinschaft: Tiefenbach
Höhe: 527 m ü. NHN
Fläche: 45,8 km²
Einwohner: 1969 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93464
Vorwahl: 09673
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 163
Gemeindegliederung: 24 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 33
93464 Tiefenbach
Webpräsenz: www.tiefenbach-opf.de
Bürgermeister: Ludwig Prögler (CSU)
Lage der Gemeinde Tiefenbach im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern) Lam Arrach Hohenwarth (Landkreis Cham) Grafenwiesen Neukirchen beim Heiligen Blut Eschlkam Furth im Wald Gleißenberg Arnschwang Bad Kötzting Rimbach (Oberpfalz) Blaibach Waldmünchen Treffelstein Tiefenbach (Oberpfalz) Rötz Schönthal (Oberpfalz) Weiding (Landkreis Cham) Chamerau Miltach Willmering Stamsried Pösing Zandt Traitsching Chamerau Runding Cham (Oberpfalz) Pemfling Waffenbrunn Schorndorf (Oberpfalz) Michelsneukirchen Roding Walderbach Reichenbach (Landkreis Cham) Rettenbach (Oberpfalz) Falkenstein (Oberpfalz) Zell (Oberpfalz) Wald (Oberpfalz) Tschechien Landkreis Schwandorf Landkreis Regen Landkreis Straubing-Bogen Landkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Tiefenbach (2016)

Tiefenbach ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Tiefenbach.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tiefenbach liegt in der Region Regensburg im „Dreiwäldereck“ Bayerischer Wald, Böhmerwald und Oberpfälzer Wald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tiefenbach hat 18 Ortsteile[2][3]:

Die folgenden Ortsteile sind unbewohnt oder werden nicht mehr als separate Ortsteile geführt:[4]

Es gibt die Gemarkungen Altenschneeberg, Breitenried, Hannesried, Irlach, Katzelsried, Schönau, Steinlohe und Tiefenbach. Die Gemarkung Steinlohe teilt sich die Gemeinde Tiefenbach mit der südöstlich gelegenen Nachbargemeinde Treffelstein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tiefenbach war Herrschaft der Freiherrn von Reisach. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und Sitz der geschlossenen Hofmark. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
siehe auch Burgstall Altenschneeberg

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Breitenried eingegliedert. Am 1. Juli 1972, als der Landkreis Waldmünchen im Landkreis Cham aufging, kamen Altenschneeberg, Hannesried und Irlach (alle vorher im Landkreis Oberviechtach) sowie Teile der Gemeinde Steinlohe hinzu.[5] Der Hauptteil der aufgelösten Gemeinde Schönau folgte am 1. Juli 1974. Am 1. Mai 1978 kam noch Katzelsried hinzu.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung in der Gemeinde Tiefenbach unter Berücksichtigung der Eingemeindungen [7]:

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 3369 3402 3242 3053 2729 3077 2425 2366 2228 2255 2252 2191 2059 1969

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Ludwig Prögler (CSU).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Unter silbernem Schildhaupt, darin eine blaue Wellenleiste, über silbernem Dreiberg siebenmal schräg geteilt von Rot und Silber. Das Wappen wird seit 1975 verwendet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Museum ehemalige Klöppelschule
Im Saal der ehemaligen, 1912 erbauten Klöppelschule (heute Rathaus), zeigt das Museum Entwürfe, Musterzeichnungen, Musterbriefe, Klöppelspitzen und die Geschichte der Klöppelschule.
  • Ludwig Gebhard Museum
Ausstellung von farbigen Linolschnitten, Radierungen und Plastiken des Künstlers Ludwig Gebhard sowie textile Arbeiten nach seinen Entwürfen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Filialkirche St. Laurentius in Schönau: giebelständiger Saalbau mit Satteldach, eingezogener Apsis und Fassadenturm mit Spitzdach, Mitte 19. Jahrhundert, Choranbau 1954
  • Bauernhof Hüttenhof in Schönau: zweigeschossiger Halbwalmdachbau um 1600 und Schafstall mit Heuboden, traufständiger Satteldachbau Blockbaukniestock, wohl 19. Jahrhundert

Quelle: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab nach der amtlichen Statistik 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sieben, im Produzierenden Gewerbe 84 und im Bereich Handel und Verkehr 22 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 63 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 653. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 103 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1741 Hektar. Davon waren 817 Hektar Ackerfläche und 921 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergarten: 75 Kindergartenplätze mit 77 Kindern
  • Volksschule: mit 16 Lehrern und 254 Schülern

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111204/194134&attr=OBJ&val=933
  3. Einwohnermeldeamt Tiefenbach, Stichtag: 7. Januar 2013
  4. Einwohnermeldeamt Tiefenbach, Stichtag: 7. Januar 2013
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 588.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 643.
  7. Datenbank Statistikdaten Bayern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tiefenbach (Oberpfalz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien