Tiefenthal (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Tiefenthal
Tiefenthal (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Tiefenthal hervorgehoben
49.5383333333338.1038888888889290Koordinaten: 49° 32′ N, 8° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Dürkheim
Verbandsgemeinde: Hettenleidelheim
Höhe: 290 m ü. NHN
Fläche: 4,21 km²
Einwohner: 814 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 193 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67311
Vorwahl: 06351
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 044
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 45
67310 Hettenleidelheim
Webpräsenz: www.vg-h.de
Ortsbürgermeister: Edwin Gaub (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Tiefenthal im Landkreis Bad Dürkheim
Bad Dürkheim Grünstadt Grünstadt Haßloch Meckenheim (Pfalz) Niederkirchen bei Deidesheim Ruppertsberg Forst an der Weinstraße Deidesheim Wattenheim Hettenleidelheim Tiefenthal (Pfalz) Carlsberg (Pfalz) Altleiningen Ellerstadt Gönnheim Friedelsheim Wachenheim an der Weinstraße Elmstein Weidenthal Neidenfels Lindenberg (Pfalz) Lambrecht (Pfalz) Frankeneck Esthal Kindenheim Bockenheim an der Weinstraße Quirnheim Mertesheim Ebertsheim Obrigheim (Pfalz) Obersülzen Dirmstein Gerolsheim Laumersheim Großkarlbach Bissersheim Kirchheim an der Weinstraße Kleinkarlbach Neuleiningen Battenberg (Pfalz) Neuleiningen Kirchheim an der Weinstraße Weisenheim am Sand Weisenheim am Sand Weisenheim am Sand Erpolzheim Bobenheim am Berg Bobenheim am Berg Dackenheim Dackenheim Freinsheim Freinsheim Herxheim am Berg Herxheim am Berg Herxheim am Berg Kallstadt Kallstadt Weisenheim am Berg Weisenheim am Berg Landkreis Alzey-Worms Worms Ludwigshafen am Rhein Frankenthal (Pfalz) Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Germersheim Neustadt an der Weinstraße Landkreis Südliche Weinstraße Landau in der Pfalz Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Donnersbergkreis Kaiserslautern Landkreis SüdwestpfalzKarte
Über dieses Bild

Tiefenthal ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hettenleidelheim an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einer kleinen Talsenke mit nördlichem Gefälle zwischen Eis- und Eckbachtal in der Pfalz. Bis 1969 gehörte der Ort zum (erloschenen) Landkreis Frankenthal.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1318 wurde die Gemeinde als Dyfendal erstmals urkundlich erwähnt. Es scheint sich hier eine Marienwallfahrtskirche befunden zu haben, welche 1330 vom Wormser Bischof und 1380 vom päpstlichen Legaten, Kardinal Pileus de Prato je einen Ablass verliehen bekam.[2] Am 24. Juni 1362 stifteten die Grafen Friedrich der Ältere und Friedrich der Jüngere von Leiningen zwei ewige Messen auf dem dortigen St. Marien- und dem St. Georgsaltar, wegen der „großen Genade und Aplaz, die man findet in deme Godeshuse Unsrer lieben Frauwen zu Dyefendal hinder der Nuwenliningen gelegen.“[3] Diese Kirche stand am Platz der heutigen Protestantischen Pfarrkirche. In der neuen, katholischen Filialkirche St. Georg befindet sich ein großes, gotisches Holzrelief des Hl. Georg, mit Darstellung einer Burg, das vermutlich noch vom Georgsaltar der alten Wallfahrtskirche stammt.[4]

Religion[Bearbeiten]

2013 waren 40,8 Prozent der Einwohner evangelisch und 33,0 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[5]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Tiefenthal besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU WGR Gesamt
2009 3 5 4 12 Sitze
2004 2 5 5 12 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Rot ein goldenes Tatzenkreuz“.

Es wurde 1983 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt und geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1724. Es ist dem Wappen der Grafen von Leiningen-Westerburg entlehnt, zu denen Tiefenthal gehörte.[7]

Verkehr[Bearbeiten]

Wenige Kilometer entfernt liegt die Anschlussstelle Wattenheim der Autobahn A 6. Historisch verband eine Nebenstrecke der Eistalbahn den Ort schienentechnisch mit Grünstadt.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tiefenthal (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Landesamt für Denkmalpflege: Die Kunstdenkmäler von Bayern, Regierungsbezirk Pfalz, VIII. Stadt und Landkreis Frankenthal, Oldenbourg Verlag, München, 1939, Seite 474
  3. Franz Xaver Glasschröder: Neue Urkunden zur Pfälzischen Kirchengeschichte im Mittelalter, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer, 1930, Seiten 159 u. 160, Urkundenregest Nr. 252
  4. Reclams Kunstführer von Deutschland, Band 6 (Rheinland-Pfalz, Saarland), 1980, Seite 449, ISBN 3150102863; (Ausschnittscan)
  5. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3