Till Reiners

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Till Reiners 2019 bei einem Auftritt im St. Pauli Theater

Till Reiners (* 3. März 1985 in Duisburg) ist ein deutscher Comedian.[1] Er lebt und arbeitet in Berlin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reiners wuchs als Sohn einer Germanistin und eines Berufspolitikers am Niederrhein in Geldern auf.[2] Nach dem Abitur studierte er Politikwissenschaften in Trier. Dort war er auch einige Zeit lang festes Mitglied des Theater-Ensembles „TheaterUmriss“. Mit einem der Ensemble-Gründer, Roman Schmitz,[3] veranstaltete er regelmäßig die Lesung 13 Kurze mit ...[4]

2009 zog Reiners nach Berlin, schloss von dort aus sein Politikstudium in Trier mit dem Magister ab und nahm mit wachsendem Erfolg an Poetry Slams teil. Ende 2010 wurde er mit seinen humoristischen Kurzgeschichten Berliner Stadtmeister im Poetry Slam[5]. 2010 und 2011 war er Finalist bei den deutschsprachigen Meisterschaften in Bochum und Hamburg.[6] In der folgenden Zeit absolvierte er unter anderem ein Praktikum bei der Deutschen Welle und veröffentlichte Comedy-Beiträge bei Deutschlandfunk Kultur. Von Herbst 2011 bis 2014 war er mit seinem Soloprogramm Da bleibt uns nur die Wut auf Kleinkunstbühnen in ganz Deutschland unterwegs.[7] Im Januar 2015 folgte das Programm Auktion Mensch[8] sowie im April 2019 sein drittes abendfüllendes Programm mit dem Titel Bescheidenheit. Außerdem ist Reiners neben Moritz Neumeier Host der Talksendung Talk ohne Gast des Radiosenders fritz vom rbb.[9] Gemeinsam gründeten sie im Jahr 2016 die Impro-Stand-Up-Show Schund und Asche, die monatlich im Hamburger Polittbüro stattfindet. Darüber hinaus spielen sie auch gemeinsame Duo-Shows in ausgewählten größeren Städten.[10] Während der COVID-19-Pandemie ist er zusammen mit Moritz Neumeier Gastgeber der Comedyshow HOMIES[11], in welcher sie von verschiedenen Künstlern und Comedians per Livestream unterstützt werden.

Reiners ist regelmäßiger Gast in satirischen TV-Formaten wie Die Anstalt oder ZDF heute-show.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 gründete er im Rahmen eines funk-Projektes seine eigene Partei mit dem Namen Re:set, um jungen Menschen aufzuzeigen, wie man sich gezielt politisch engagiert.[12]

In einem Interview bei der taz wurde Reiners darauf angesprochen, dass er laut seinem Wikipedia-Artikel ein Volontariat beim Floristenfachmagazin "florieren!" absolviert habe, was Reiners in dem Interview selbst zunächst bestätigte und nähere Angaben hierzu machte.[13] Einige Monate später gab er jedoch in seinem Podcast Talk ohne Gast bekannt, dass er nie ein Volontariat bei dem Magazin durchlaufen hatte, die Angabe dazu im Wikipedia-Artikel durch ihn selbst veranlasst worden war und er sich die näheren Details der Tätigkeit gegenüber der taz – und auch anderen Interviewpartnern – nur ausgedacht hatte.[14]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Da bleibt uns nur die Wut
  • 2015: Auktion Mensch
  • seit 2016: Schund und Asche (Impro-Stand-Up-Show mit Moritz Neumeier)
  • 2019: Bescheidenheit

Auftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Anstalt:
    • Folge 15: Rechtsextremismus (17. November 2015)
    • Folge 26: Automobilindustrie (7. März 2017)
    • Folge 34: Waffenexporte (27. März 2018)
    • Folge 45: Sommerfest der Demokratie (16. Juli 2019)
    • Folge 49: rechte Netzwerke (11. Februar 2020)
    • Folge 50: Coronavirus - Homeoffice Edition (24. März 2020)
    • Folge 53: Rassismus (14. Juli 2020)

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Till Reiners – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Till Reiners, warum sind Sie mit ihrem Laberpodcast so erfolgreich? - Podcasts der FAZ. 27. Juni 2019, abgerufen am 19. März 2020 (deutsch).
  2. Pressemappe Till Reiners
  3. Offizielle Seite des „TheaterUmriss“
  4. Zwei Männer, 13 Schnäpse, ein Philosoph (Memento vom 5. Juli 2011 im Internet Archive)
  5. Till Reiners beim SLAM2011 (Memento vom 24. Oktober 2011 im Internet Archive)
  6. Liste der Finalisten des SLAM2011 (Memento vom 24. Januar 2012 im Internet Archive)
  7. Till Reiners - Soloprogramm | Slammin Poetry. 6. Dezember 2011, abgerufen am 30. Dezember 2020.
  8. Hitzköpfe! Satire-Programme im Sommer - Till Reiners: "Auktion Mensch". Abgerufen am 19. März 2020 (deutsch).
  9. Talk ohne Gast. Website von fritz.
  10. Andreas Klatt: Till Reiners und Moritz Neumeier boten ein erfrischendes Comedy-Format. Abgerufen am 19. März 2020.
  11. Comedy von Zuhause: HOMIES. Abgerufen am 24. April 2020.
  12. „Eine Partei ist kein iPhone“. 7. September 2017, abgerufen am 19. März 2020.
  13. Susanne Lang: „Wir senden alle aus dem Bunker“. In: taz.de. 18. April 2020, abgerufen am 3. Juli 2020.
  14. Talk ohne Gast – Jeremia und Jonatan. ARD Audiothek, 3. Juli 2020, abgerufen am 13. Juli 2020 (ca. ab 47min 20sec).