Tilmann Moser

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Tilmann Moser (* 1938) ist ein deutscher Psychoanalytiker und Körperpsychotherapeut.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Studien der Philologie, Politik und Soziologie in Tübingen, Paris, Frankfurt am Main und Gießen wurde er am Frankfurter Sigmund-Freud-Institut zum Psychoanalytiker ausgebildet. In den 70er Jahren versuchte Moser, die Psychoanalyse in Kriminologie und forensische Begutachtungspraxis einzuführen und kritisierte gleichermaßen die repressive Kriminalpsychiatrie und die Kriminalsoziologie. Aus diesem Arbeitsfeld zog er sich aber nach einigen Jahren zurück. Er praktiziert seit 1978 in Freiburg im Breisgau, spezialisiert auf seelische Spätfolgen von NS-Zeit und Krieg, sowie von Psychotherapie und Religion.

Tilmann Moser bezieht sich ausdrücklich nicht auf Wilhelm Reich, den Vater der Körperpsychotherapie. Mosers analytische Therapie bezieht bei Bedarf den Körper in den psychoanalytischen Prozess mit ein. Seine Arbeit beruht auf der klassischen Freudschen Psychoanalyse (neurotische Störungen, rein verbale Analyse), geht aber bei Bedarf weiter zurück in den nonverbalen Bereich (1. und 2. Lebensjahr) und arbeitet für diese Zeit auch mit dem Körper durch sehr einfühlsames und behutsames Berühren oder Halten.[1] Im Buch „Bekenntnisse einer halb geheilten Seele“ schildert Moser, wie er seine eigenen Depressionen mittels verschiedener Therapien bis hin zu Psychopharmaka behandelte.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Literatur: Berührung auf der Couch. Formen der analytischen Körperpsychotherapie. / Das erste Jahr. Eine psychoanalytische Behandlung.