Timbiquí

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Timbiquí
Koordinaten: 2° 46′ N, 77° 40′ W
Karte: Cauca
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Timbiquí
Timbiquí auf der Karte von Cauca
Colombia - Cauca - Timbiquí.svg
Lage des Gemeindegebiets von Timbiquí (Cauca) in Cauca
Basisdaten
Staat Kolumbien
Departamento Cauca
Stadtgründung 1535
Einwohner 21.738 (2016)
Detaildaten
Fläche 1813 km2
Bevölkerungsdichte 12 Ew./km2
Höhe m
Gewässer Pazifischer Ozean, Timbiquí
Stadtvorsitz Tito Ever Ramírez Gómez (2016–2019)

Timbiquí ist ein Municipio im kolumbianischen Departamento Cauca am gleichnamigen Fluss Timbiquí. Die Gemeinde hat 21.738 Einwohner, von denen 4.310 im städtischen Teil der Gemeinde (Cabecera Municipal) leben (Stand 2016).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das mit zwölf Bewohnern pro Quadratkilometer dünn besiedelte Municipio liegt im Westen des Departamentos zum größten Teil im mit Dschungel und Mangroven bestandenen Tiefland, die durchschnittliche Höhe liegt bei 5 m. Der Hauptort ist etwa 10 Kilometer von der Küste des Pazifischen Ozeans und 580 km von Popayán entfernt. Weitere größere Flüsse neben dem Río Timbiquí sind der Saija und der Bubuey.

Das Klima ist tropisch feucht mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 28 °C und bis 6000 mm Niederschlag.

Benachbart sind im Norden das Municipio López de Micay, im Osten die Municipios El Tambo und Argelia, im Süden Guapi und im Westen der Pazifik.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Timbiquí wurde 1772 Francisco Antonio de Mosquera gegründet, wobei die Bevölkerung ursprünglich das indigene Volk der Embera - Wanana aus der Gegend des Río San Juan war, die von den Spaniern zur Goldgewinnung am Ufer der Flüsse in die Region verschleppt wurden. Später wurden für den Goldabbau aus Afrika stammende Sklaven geholt, von denen ein Großteil der heutigen Bevölkerung abstammt. Seit 1915 hat Timbiquí den Status einer Gemeinde.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wichtigste Wirtschaftszweig von Timbiquí ist die Landwirtschaft. Es werden Zuckerrohr, Reis, Bananen, Kokosnüssen und Mais angebaut. Außerdem spielen Fischfang, Bergbau und Holzwirtschaft eine wichtige Rolle.[4]

Kriminalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2011 wurde vor Inbetriebnahme ein bis 9 m Tiefe tauchfähiges, 31 m langes U-Boot aus Glasfaser mit 8 t Ladefähigkeit beschlagnahmt, das die Küste in wenigen Tagen hätte erreichen können.[5][6] Die Herstellungskosten wurden auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Bis dahin hatte man in Kolumbien nur Drogen-U-Boote sichergestellt, die dicht unter der Wasseroberfläche fahren konnten.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Timbiquí – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hochrechnung der Einwohnerzahlen von Kolumbien auf der offiziellen Seite vom DANE
  2. Informationen zur Geographie auf der Website der Gemeinde Timbiquí
  3. Informationen zur Geschichte auf der Website der Gemeinde Timbiquí
  4. Informationen zur Wirtschaft auf der Website der Gemeinde Timbiquí
  5. Kolumbien: Marine entdeckt Kokain-U-Boot, Stuttgarter Zeitung vom 16. Februar 2011
  6. Drogen-U-Boot im kolumbianischen Dschungel entdeckt, Bild vom 15. Februar 2011
  7. http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/02/15/Vermischtes/Drogen-U-Boot-mit-acht-Tonnen-Kokain