Time-Stretching

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sample in Originallänge in Sony Sound Forge
Dasselbe Sample per Time-Stretching auf 50 % gekürzt

Time-Stretching ist ein Begriff aus der modernen Audiotechnik und beschreibt das Ändern der Wiedergabegeschwindigkeit von vorhandenem Audiomaterial, ohne dabei die Tonhöhe zu verändern.

Das Gegenteil von Time-Stretching ist die Tonhöhenänderung (fachsprachlich englisch pitch shifting), bei der nur die Tonhöhe, nicht jedoch die Wiedergabegeschwindigkeit geändert wird. Die mathematische Grundlage für beide Verfahren ist häufig die schnelle Fourier-Transformation.

Time-Stretching sowie Tonhöhenänderungen können nur in gewissen Grenzen „realistisch“ klingen. Werte ab etwa 15 bis 20 % Abweichung vom Originalmaterial produzieren hörbare Störgeräusche (Grain- oder Verhallungs-Artefakte), die teilweise als Effekt ausgenutzt werden, aber das Original hörbar verfremden.

Neuere Methoden erlauben mittlerweile eine verbesserte Qualität, die über einen größeren Bereich aufrechterhalten werden kann.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Roland Enders: Das Homerecording Handbuch. 3. Auflage, Carstensen Verlag, München, 2003, ISBN 3-910098-25-8
  • Thomas Görne: Tontechnik. 1. Auflage, Carl Hanser Verlag, Leipzig, 2006, ISBN 3-446-40198-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]