Timm Kern

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Timm Kern

Timm Peter Kern (* 7. Februar 1972 in Tübingen) ist ein deutscher Politiker der FDP und seit April 2011 Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg für den Wahlkreis Freudenstadt.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Timm Kern wuchs in Horb am Neckar auf, wo er nach dem Besuch der Grundschule in Horb-Rexingen und des Martin-Gerbert-Gymnasiums in Horb 1991 sein Abitur bestand. Anschließend absolvierte er ein dreimonatiges Sozialpraktikum auf der Kinder- und Säuglingsstation im Kreiskrankenhaus Freudenstadt. An der Eberhard-Karls-Universität Tübingen studierte er Katholische Theologie, Geschichte und Politikwissenschaft. Danach studierte er zwischen 1997 und 1998 an der American University in Washington Friedens- und Konfliktforschung. Außerdem arbeitete er in diesem Jahr beim Democratic Congressional Campaign Committee (DCCC), bei der Deutschen Botschaft und bei der Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (GWZ).

Von 2005 bis 2007 absolvierte Kern sein Referendariat an der Geschwister-Scholl-Schule und am Kepler-Gymnasium in Tübingen, das er mit dem Zweiten Staatsexamen beendete. Ab 2007 unterrichtete Kern am Friedrich-List-Gymnasium Reutlingen die Fächer Gemeinschaftskunde, Wirtschaft, Geschichte und katholische Religion.

2007 wurde er bei Hans-Georg Wehling zum Dr. rer. soc. an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen mit magna cum laude promoviert. Seine Dissertation wurde veröffentlicht unter dem Titel Warum werden Bürgermeister abgewählt? Eine Studie aus Baden-Württemberg über den Zeitraum von 1973 bis 2003. 2009 wurde er zum Studienrat ernannt.

Politische Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Timm Kern (rechts) mit Vertretern verschiedener Parteien auf einer Podiumsdiskussion zur Zukunft der Beruflichen Bildung (2012)

Timm Kern trat 1989 den Jungen Liberalen und 1991 der FDP bei. 1993 wurde er Mitglied der Bundeskirchenkommission der FDP. Ein Jahr später folgte seine Wahl in den Gemeinderat von Horb, dem er bis 2002 angehörte, zudem saß er von 1999 bis 2002 im Kreistag des Landkreises Freudenstadt. Er kandidierte 1994 bei der Europawahl. In den Jahren 1994 und 1995 war Kern stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Baden-Württemberg und in dieser Position zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Von 1995 bis 2002 war er Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten/Freien Wähler im Gemeinderat Horb. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 1996 kandidierte Kern und erzielte ein Ergebnis von 11,5 %, das nicht für den Einzug in den Landtag reichte. Seit 1996 sitzt er im Landesvorstand der Vereinigung Liberaler Kommunalpolitiker (VLK). Bei der Landtagswahl 2011 erreichte er im Wahlkreis Freudenstadt 7,6 % und zog somit in den Landtag ein.[1] Timm Kern ist Mitglied im Landtagsausschuss "Kultus, Jugend und Sport". Im Juli 2013 übernahm er von Friedrich Bullinger das Amt des Parlamentarischen Geschäftsführers und stellvertretendem Fraktionsvorsitzenden. Er ist außerdem Sprecher für Kultus, Jugend und Sport; Kirchen und Religionsgemeinschaften. Bei der Landtagswahl am 13. März 2016 wurde Timm Kern im Wahlkreis Freudenstadt wiedergewählt. Er erreichte 13,46 % der Stimmen und somit das beste Ergebnis aller FDP-Kandidaten in Baden-Württemberg (Landesschnitt: 8,3 %). Seit April 2016 ist er zusätzlich Mitglied im Ausschuss für "Inneres, Digitalisierung und Migration", sowie im Präsidium des Landtags. Er ist Sprecher für Digitalisierung innerhalb der FDP-/DVP-Landtagsfraktion.

Familie und Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Timm Kern wurde als erstes Kind von Herbert und Jutta Kern, geb. Neuhaus, in Tübingen geboren. Er hat einen Bruder. Kern ist seit 2000 verheiratet, hat zwei Kinder und ist römisch-katholisch. Er ist Mitglied der Theologenverbindung AV Albertus Magnus Tübingen.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zachor! Persönliche Erfahrungen. In: Was bleibt von der Vergangenheit? Die junge Generation im Dialog über den Holocaust. Hrsg.: Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen, Berlin: 1999, S. 107ff.
  • Denk ich an Deutschland in der Nacht… In: Wer macht, bestimmt. Impulse für eine liberale Bürgergesellschaft, Arbeitskreis Demokratie der Stipendiaten der Friedrich-Naumann-Stiftung, Berlin 2004, S. 144ff.
  • Warum werden Bürgermeister abgewählt? Eine Studie aus Baden-Württemberg über den Zeitraum von 1973 bis 2003. Stuttgart 2008, 2. Auflage, 397 Seiten.[2]
  • Friede den Schulen! Gedanken zur Bildungspolitik, Berlin 2016, 168 Seiten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Timm Kern – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Timm Kerns politischer Lebenslauf auf seiner Homepage, abgerufen am 13. September 2012
  2. [1]