Timo Gottschalk

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Timo Gottschalk

Timo Gottschalk (* 28. August 1974 in Neuruppin) ist ein deutscher Rallye-Navigator.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gelernte Diplom-Ingenieur für Fahrzeugtechnik fing auf Truppenübungsplätzen und Äckern mit seinem Hobby, dem Rallyefahren, an. 1995 machte er sein Hobby zum Beruf und konzentrierte sich voll auf das Rallyefahren als Navigator. In der Anfangszeit seiner Karriere bestritt er Rallyes auf einem alten Trabant 601. Als Beifahrer von Michael Neuschäfer absolvierte Gottschalk 1997 seine erste Saison in der Deutschen Rallye-Meisterschaft auf einem Ford Escort. Ein Jahr später nahm er nebenbei auch mit Dieter Depping auf einem Audi S2 an der Rallye Ceske Krumlov teil.

1999 folgte bei der Rallye Korsika zusammen mit Niklas Birr seine erste Teilnahme an der Rallye-Weltmeisterschaft auf einem Seat Ibiza Cupra. Nach zwei Jahren ohne einen festen Platz in einem Team nahm Gottschalk 2001 an der Seite von Carsten Mohe in einem Renault Mégane wieder an der Deutschen Rallye-Meisterschaft teil. Das Team belegte am Ende der Saison den vierten Platz in der Meisterschaft, ein Jahr später wurde es Sechster. Außerdem absolvierte Gottschalk 2002 mit Frank Richert auf einem Ford Escort einige Läufe der Rallye-Challenge.

2002 war Gottschalk bei den Testfahrten des neuen VW Polo Super 1600 Copilot an der Seite von Dieter Depping. Im folgenden Jahr hatte er keine größeren Einsätze. Er fuhr unter anderem bei der Baja Deutschland seine erste Rallye Raid. Am Ende des Jahres war er wieder mit Frank Richert bei der Lausitz Rallye am Start. 2004 erhielt er beim Red Bull Rallye Team eine neue Arbeitsstelle als Copilot von Andreas Aigner und Quirin Müller auf einem Mitsubishi Lancer Evo 8. Mit Armin Kremer wurde er außerdem Zweiter bei der Asien-Pazifik-Rallye-Meisterschaft. Auch 2005 bestritt Gottschalk mit seinem Teamkollegen Aigner wieder einige europäische Rallyes und startete bei vier Läufen der Rallye-Weltmeisterschaft. Im Jahr darauf fuhr er auf einem Škoda Fabia WRC regelmäßig bei der Weltmeisterschaft, trennte sich jedoch zur Saisonmitte von Aigner.

2007 nahm Timo Gottschalk mit Dieter Depping auf einem Race Truck von Volkswagen Motorsport an der Rallye Dakar teil. Nachdem er zwischenzeitlich bei der Rallye Norwegen am Start war, fuhr er mit Depping 2008 auf einem VW Race Touareg II des Werksteams die Mitteleuropa-Rallye und schaffte es auf den dritten Platz. Gottschalk fuhr mit seinem Teamkollegen Depping auch die Rallye Dakar 2009, die sie auf dem sechsten Rang abschlossen.

Die Rallye Dakar 2010 (zweiter Platz) fuhr er mit Nasser Al-Attiyah. 2011 navigierte er ebenso Nasser Al-Attiyah durch Chile und Argentinien. Dabei konnte das Team einen Gesamtsieg für sich verbuchen.

Auf eine Titelverteidigung 2012 verzichtete Gottschalk. Stattdessen nimmt er am Testprogramm von VW für die Rallye-WM 2013 teil, an der der Auto-Hersteller nach Beendigung des Dakar-Programms teilnehmen wird.

Im Sommer 2018 gewann Gottschalk als Beifahrer des saudischen Piloten Yazeed Al-Rajhi die Seidenstraßenrallye in der Autowertung.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Timo Gottschalk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.silkwayrally.com/fr/news/s.7-–-lipetsk-moscou-«-apotheose-sur-la-place-rouge-»-497,22-km.html