Timo Heinze

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Timo Heinze
Spielerinformationen
Geburtstag 23. Februar 1986
Geburtsort RosenheimDeutschland
Größe 171 cm
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
0 SV Westerndorf
0 TSV 1860 Rosenheim
0000–2004 FC Bayern München
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2004–2009 FC Bayern München Amateure/II 76 (0)
2009–2010 SpVgg Unterhaching 5 (0)
2011 SC Fortuna Köln 8 (0)
2011–2012 Futsal Panthers Köln II
2012–2013 Futsal Panthers Köln
2013– SC Bayer 05 Uerdingen
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2001–2002 Deutschland U-16 10 (0)
2002–2003 Deutschland U-17 8 (0)
2004–2005 Deutschland U-19 5 (0)
2016– Deutschland Futsal 4 (3)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 23. Februar 2017

2 Stand: 29. Januar 2017

Timo Heinze (* 23. Februar 1986 in Rosenheim) ist ein deutscher Futsalspieler und ehemaliger Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner Jugend spielte der Abwehrspieler beim SV Westerndorf und dem TSV 1860 Rosenheim. 1998 wechselte er zum FC Bayern München, durchlief alle Jugendmannschaften und wurde zum 1. Juli 2004 in die Amateurmannschaft der Münchener aufgenommen. Für diese debütierte er in der Regionalliga Süd am 14. September 2004 (6. Spieltag) beim 4:2-Sieg im Heimspiel gegen den TSV 1860 München. Sein Profidebüt gab er am 27. Juli 2008 (1. Spieltag) beim 2:1-Sieg im Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin in der neugeschaffenen 3. Liga. Heinze bestritt 47 Regionalliga- und 32 Drittligaspiele und war zum Ende seiner Zeit bei den Bayern Kapitän der zweiten Mannschaft. Den größten Auftritt seiner Karriere hatte er am 2. September 2008, als er gegen Ende des Abschiedsspiels von Oliver Kahn zwischen dem FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft für ca. sieben Minuten eingewechselt wurde.[1] Nach seinem Wechsel zum Lokalrivalen SpVgg Unterhaching bestritt er noch weitere fünf Partien und war danach vereinslos. In der Saison 2011/12 absolvierte Heinze für den SC Fortuna Köln in der Regionalliga West acht Ligaspiele.

Heinze begann anschließend seine Futsalkarriere in der Zweiten Mannschaft der Futsal Panthers Köln, bevor er in der Ersten zum Einsatz kam. Mit Auflösung der Mannschaft wechselte er zur Saison 2013/14 zum SC Bayer 05 Uerdingen und wurde am Saisonende Torschützenkönig.[2]

Nationalmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinzes Debüt im Nationaltrikot gab er am 21. August 2001 in Parchim beim 4:1-Sieg der U-16-Nationalmannschaft über die Auswahl Dänemarks. Es folgten noch neun Einsätze in dieser Auswahlmannschaft bevor er zwischen 2002 und 2003 achtmal für die U-17- und zwischen 2004 und 2005 fünfmal für die U-19-Nationalmannschaft zum Einsatz kam.

Heinze wurde für das erste Länderspiel der Deutschen Futsalnationalmannschaft als Kapitän am 30. Oktober 2016 nominiert. Gegen England gelang ihm das erste deutsche Futsal-Länderspiel-Tor.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Beendigung seiner Zeit als Fußballer zog Heinze 2010 nach Köln und studiert dort an der Deutschen Sporthochschule.

Heinze verarbeitete das Ende seines sportlichen Werdegangs in seinem Buch „Nachspielzeit – Eine unvollendete Fußballkarriere“. Darin reflektiert er, während einer Reise durch Bali, seine wechselhafte Laufbahn. Das Buch gewährt einen Einblick hinter die Kulissen des Fußballgeschäfts aus der Sicht eines Spielers, der den großen Durchbruch letztlich nicht geschafft hat.[3][4] "Nachspielzeit" wurde zu einem großen Erfolg und hielt sich über Wochen in den deutschen Bestsellerlisten.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Olli Kahns Abschiedsspiel: Sieben wichtige Minuten für Timo Heinze“ auf spiegel.de vom 22. November 2012
  2. „Timo Heinze: Neue Liebe, alte Ambitionen“ auf fussball.de
  3. Vorstellung „Nachspielzeit – Eine unvollendete Fußballkarriere“ auf rowohlt.de
  4. "Das jähe Ende einer Fußballkarriere" Spiegel Online, 22. November 2012
  5. Nachspielzeit. Eine unvollendete Fußballkarriere (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive) auf buchreport.de

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachspielzeit. Eine unvollendete Fußballkarriere (Vorwort Thomas Müller). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2012. ISBN 978-3-499-63011-8.