Tin Ujević

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Tin Ujević (um 1940)
Tin-Ujević-Denkmal in Imotski

Tin Ujević (* 5. Juli 1891 in Vrgorac, Österreich-Ungarn, heute Kroatien als Augustin Josip Ujević ; † 12. November 1955 in Zagreb) war ein jugoslawischer Schriftsteller und Dichter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Augustin Tin Ujević wurde in einer kleinen Stadt im dalmatinischen Hinterland geboren. Er besuchte das klassische Gymnasium in Split. Danach verbrachte er einige Jahre in Zagreb und wurde von dem damaligen bohemischen Milieu beeinflusst. Er versuchte sich nach dem Ersten Weltkrieg im damaligen SHS-Staat, später Jugoslawien, politisch zu beteiligen und vertrat in flammenden Reden in Belgrad einen brüderlichen Zusammenschluss zwischen Kroaten und Serben. Später kehrte er zum Schreiben zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er für einige Jahre aus dem neu gebildeten Jugoslawischen Schriftstellerverband ausgeschlossen[1].

Nach seinem Tod wurde er auf dem Mirogoj-Friedhof in Zagreb beigesetzt.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gedicht Zelenu granu s tugom žuta voća als Manuskript (Denkmal in Split).

Seine Hauptwerke sind:

  • Lelek sebra (Schrei eines Sklaven), 1920
  • Kolajna (Kette), 1926
  • Skalpel kaosa (Das Skalpell des Chaoses), 1938
  • Žedan kamen na studencu (Durstiger Stein an der Quelle), 1954
  • Auto na korzu (Auto an der Straße)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tin Ujević – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wladimir Fischer: Die vergessene Nationalisierung. Eine synchrone und diachrone Analyse von Ritual, Mythos und Hegemoniekämpfen im jugoslawischen literaturpolitischen Diskurs von 1945 bis 1952. Diplomarbeit, Universität Wien, 1997.