Tina Schwichtenberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tina Schwichtenberg

Tina Schwichtenberg (* 1944 in Kiel) ist eine deutsche Bildhauerin und Aktionskünstlerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1986 begann Tina Schwichtenberg in Kiel Kunst an der Muthesius Kunsthochschule zu studieren. Nach dem Studium siedelte sie 1989 nach Berlin über. Heute lebt und arbeitet Tina Schwichtenberg in Berlin und Kiel.

Arbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Arbeiten der Künstlerin gehören die von ihr entwickelte Mehl-Art und die Skulpturengruppe Frauen De Formation.

„Mir liegt nicht nur an der rein ästhetischen Aussage meiner Kunst (…) Ich lebe sehr bewusst, sehr intensiv in meiner Zeit, und so fallen mir Dinge auf, die mir aufs Gemüt schlagen, die mich lachen und wütend machen, die mich tief berühren oder lange Zeit innerlich beschäftigen. Daraus entstehen Ideen für Objekte, die ich mit Hilfe verschiedener Materialien und Techniken umsetze.“

Tina Schwichtenberg[1]

Mehl-Art[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehl-Art spielt mit der Verwechslung von Mehl und Mail. Es sind temporäre Arbeiten, die in Innen- und Außenräumen realisiert worden sind. Dabei lässt die Künstlerin Texte aus Mehl entstehen, die sich auf den Ort beziehen, in dem sie realisiert werden. Zu diesen Orten gehören das Bundeskanzleramt in Berlin und der Post Tower in Bonn.

Frauen De Formation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauen De Formation vor dem Post Tower in Bonn

Tina Schwichtenbergs Skulpturengruppe Frauen De Formation ist in einem Arbeitsprozess seit 1988 entstanden und umfasst heute mehr als 100 Bronzefiguren. „Es war meine Tochter“, so die Künstlerin, „die mir für die erste Skulptur Modell stand. Diese Figur strahlte so viel Energie und Kraft aus, dass ich wusste, es lohnt sich, mit diesem Körper weiterzuarbeiten. So war die Idee geboren. Die Idee, aus der dann im Lauf der Zeit die ‚frauen-de-formation‘ entstand.“[2] In zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland ist die Formation in unterschiedlichen Konstellationen in den vergangenen Jahren gezeigt worden. Seit März 2007 steht eine kreisförmig angeordnete Skulpturengruppe bestehend aus 30 Figuren in der Bonner Rheinaue vor dem Posttower.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauen De Formation
FrauendeFormation ZENSIERT.jpg
Zensiert
20170820 Frauen De Formation 7.jpg
Geklont


  • Textilmuseum, Neumünster 1991
  • Adamson-Eric Museum, Tallinn, Estland 1992
  • Frauen Museum, Bonn 1993
  • Philharmonie Berlin 1994
  • Kunststation Kleinsassen, Fulda 1995
  • Schloss Charlottenburg, Kleine Orangerie, Berlin 1996
  • Galerie Sagacho, Tokio, Japan 1997
  • Kunst in der Landschaft Prigglitz/Wien, Österreich 1997
  • Kulturzentrum Recoleta, Buenos Aires, Argentinien 1998
  • Dohjidai-Galerie, Kyoto, Japan (Klimakonferenz) 1998
  • Weifang und Jinan, China 1999
  • „Gauck-Behörde“, Berlin 1999
  • Galerie Goethe-Institut, New York, USA 2000
  • EXPO 2000, Hannover 2001
  • Ausstellung zum 3. Gabriele Münter Preis, Ausstellungshalle Leipzig/Plagwitz 2001
  • 1st UNI-World Women’s Conference und 1st UNI-World Congress, Berlin 2002
  • Berliner Dom 2003
  • Buxtehude, Installation im Außenraum 2004
  • Kulturcenter Rundetaarn, Kopenhagen 2005

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bezirksamt Neukölln (Hrsg.): Tina Schwichtenberg – Katalog zur Ausstellung ‚Frauen De Formation‘ in der Galerie am Körnerpark

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tina Schwichtenberg. Abgerufen am 9. September 2017 (Website der Künstlerin).
  2. Tina Schwichtenberg FRAUEN DE FORMATION - Ausstellung. In: Neukölln. Berlin.de, archiviert vom Original am 29. September 2007; abgerufen am 9. September 2017.