Tina Theune

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Christina Theune (* 4. November 1953 in Kleve) ist eine ehemalige deutsche Fußballspielerin und Fußballtrainerin. Von 1996 bis 2005 war sie Bundestrainerin der Frauen-Nationalmannschaft, die sie zum Gewinn von drei Europameisterschaften und erstmals der Weltmeisterschaft führte. Nach der Hochzeit mit ihrem ersten Trainer Thomas Meyer trug sie bis zu ihrer Scheidung 2008 den Nachnamen „Theune-Meyer“.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tina Theune stammt aus einer Pfarrersfamilie aus Kevelaer am Niederrhein. Sie verbrachte ihre ersten beiden Lebensjahre im alten Pfarrhaus auf Schenkenschanz.

Sie spielte von 1974 bis 1986 bei Grün-Weiß Brauweiler. In dieser Zeit war sie auch als Spielerin und ab 1982 Spielertrainerin der Frauenauswahl des Fußball-Verbandes Mittelrhein aktiv, mit der sie 1981 DFB-Länderpokalsiegerin wurde. Nach ihrem Lehramtsstudium erwarb sie 1985 als erste Frau in Deutschland eine Fußballlehrerlizenz.

1986 wurde sie Honorartrainerin beim DFB und Assistenz-Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft. Am 1. August 1996 löste sie Gero Bisanz als Nationaltrainer ab. Sie gewann sechs Europameisterschaften (drei als Assistentin von Gero Bisanz, drei als Nationaltrainerin) und führte die deutsche Frauen-Nationalelf 2003 zum Gewinn der Weltmeisterschaft. Nach dem Gewinn der dritten Europameisterschaft in Folge unter ihrer Verantwortung gab Theune-Meyer am 4. Februar 2005 ihren Rücktritt als Nationaltrainerin bekannt und übergab das Amt an ihre Assistentin Silvia Neid.

Seitdem ist sie als DFB-Sportlehrerin mit besonderen Aufgaben im Frauen- und Mädchenfußball tätig. In ihren Aufgabenbereich fallen u.a. die Organisation der Fortbildung von Trainerinnen und Trainern, die Koordination der Talentförderung – so ist sie auch die sportliche Leiterin der Eliteschulen des Fußballs für Frauen und Mädchen – und die Koordination sportwissenschaftlicher Projekte im Frauen- und Mädchenfußball. Zudem nahm und nimmt sie für den DFB verschiedene Funktionen bei der FIFA wahr: bspw. als Leiterin der FIFA-Arbeitsgruppe Technical Study Group zur Entwicklung im Welt-Frauenfußball oder in der FIFA-Kommission zur Organisation der Olympischen Spiele.

Wegen ihres sportlichen Engagements wurde die Diplom-Sportlehrerin Ende 2006 vom Deutschen Staatsbürgerinnen-Verband zur Frau des Jahres 2006 gewählt.

Im April 2007 betreute sie zusammen mit Hope Powell die „FIFA Women's World Stars“ gegen die Chinesische Fußballnationalmannschaft der Frauen aus Anlass der Gruppen-Auslosung für die WM 2007.[1]

Tina Theune ist die Schwester der Archäologin Claudia Theune-Vogt.

Nach ihrer Scheidung nahm Tina Theune-Meyer ihren Geburtsnamen wieder an und trägt seitdem nur noch den Nachnamen Theune.

Erfolge (als Trainerin)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Match Report FIFA Women's World Stars - China PR 2:3 (2:2)