Tirgo

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Gemeinde Tirgo
Tirgo – Ortsansicht
Tirgo – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
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Tirgo (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: La RiojaLa Rioja La Rioja
Comarca: Haro
Koordinaten 42° 33′ N, 2° 57′ WKoordinaten: 42° 33′ N, 2° 57′ W
Höhe: 516 msnm
Fläche: 9,14 km²
Einwohner: 186 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 20,35 Einw./km²
Postleitzahl: 26211
Gemeindenummer (INE): 26148 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine

Tirgo ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) am Unterlauf des Río Tirón in der spanischen Region La Rioja mit etwa 82 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tirgo liegt am Unterlauf des Río Tirón im Nordwesten der Provinz La Rioja in einer Höhe von ca. 520 Metern. Gut 50 Fahrtkilometer trennen den Ort von Logroño; die nächstgrößeren Städte sind Haro (10 Kilometer nordöstlich) und Miranda de Ebro (ca. 19 Kilometer nördlich). Die am Jakobsweg gelegene Kleinstadt Santo Domingo de la Calzada befindet sich nur etwa 14 Kilometer südlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2010
Einwohner 517 381 278 290 247 232

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte der Ort stets über 600 Einwohner; infolge der Reblauskrise, der Mechanisierung der Landwirtschaft und des daraus resultierenden geringeren Arbeitskräftebedarfs ist die Zahl der Einwohner seit der Mitte des 20. Jahrhunderts deutlich zurückgegangen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An erster Stelle im Wirtschaftsleben der Gemeinde steht traditionell die Landwirtschaft und hier vor allem Viehzucht und Weinbau – Tirgo gehört zum Anbaugebiet der Rioja Alta. Daneben werden auch Weizen, Gerste, Kartoffeln sowie Gemüse kultiviert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprüngliche Ortsbezeichnung lautete – nach dem keltiberischen Stamm der Autrigonen – Autrigón, später dann Trigón in Anlehnung an den Namen des Flusses.

Urkundlich erstmals erwähnt wird der Ort im Jahr 978 im Zusammenhang mit einer Schenkung der Kirche Santa María de Tirbo durch den kastilischen Grafen García Fernández und seine Gemahlin an den Konvent von Covarrubias. In den folgenden Jahrhunderten stand der Ort mal unter kastilischer und mal unter navarresischer Oberhoheit. Im 17. Jahrhundert wurde Tirgo als unabhängige Stadt (villa) anerkannt.

Kirche San Salvador

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die aus exakt behauenen Steinen errichtete einschiffige spätromanische Kirche San Salvador stammt aus der Zeit um 1200. Einer lokalen Überlieferung zufolge wirkt sie manchmal, obwohl eindeutige Beweise fehlen, in die Nähe des im Jahre 1317 aufgelösten Templerordens gerückt. Anders als die etwa gleichzeitig erbaute Kirche im Nachbarort Ochánduri verfügt sie – neben dem in der Region üblichen und aufwendiger gestalteten Südportal – über ein reich ornamentiertes romanisches Westportal sowie einen hohen Westturm. Das Obergeschoss des Turmes (vielleicht sogar der ganze Turm) ist eine Hinzufügung der Barockzeit. Ein Glockengiebel (espadaña) erhebt sich über dem Triumphbogen zwischen Langhaus und Apsis. Die romanischen Apsiden beider Bauten sehen sich zum Verwechseln ähnlich.
  • Einige wenige Häuser im Ort tragen steinerne Wappenschilde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tirgo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).