Tjoploje (Tula, Tjoplo-Ogarjowski)

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Siedlung städtischen Typs
Tjoploje
Тёплое
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Tula
Rajon Tjoplo-Ogarjowski
Siedlung städtischen Typs seit 1971
Bevölkerung 5115 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 240 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 48755
Postleitzahl 301900
Kfz-Kennzeichen 71
OKATO 70 242 551
Geographische Lage
Koordinaten 53° 37′ N, 37° 36′ OKoordinaten: 53° 37′ 0″ N, 37° 35′ 30″ O
Tjoploje (Tula, Tjoplo-Ogarjowski) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Tjoploje (Tula, Tjoplo-Ogarjowski) (Oblast Tula)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Tula

Tjoploje (russisch Тёплое) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Tula in Russland mit 5115 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt knapp 70 km Luftlinie südlich des Oblastverwaltungszentrums Tula unweit des höchsten Punktes der Mittelrussischen Platte.

Tjoploje ist Verwaltungszentrum des Rajons Tjoplo-Ogarjowski sowie Sitz und einzige Ortschaft der Stadtgemeinde (gorodskoje posselenije) Rabotschi possjolok Tjoploje.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist als Dorf seit dem beginnenden 19. Jahrhundert bekannt. Er gehörte zum Ujesd Krapiwna des Gouvernements Tula. Am 23. Juli 1924 kam er zum neugebildeten Ograjowski rajon mit Sitz im 10 km südöstlich gelegenen Ogarjowo (heute Bolschoje Ogarjowo). 1926 wurde der Verwaltungssitz nach Tjoploje verlegt und der Rajon entsprechend umbenannt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Tjoploje Ende Oktober 1941 von der deutschen Wehrmacht besetzt, aber bereits Mitte Dezember 1941 während ihrer Gegenoffensive in der Schlacht um Moskau von der Roten Armee zurückerobert.

1971 erhielt der Ort den Status einer Siedlung städtischen Typs.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 613
1939 2219
1959 2100
1970 3220
1979 4801
1989 5740
2002 5457
2010 5115

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tjoploje besitzt einen Bahnhof bei Kilometer 181 einer 1899 eröffneten Strecke der damaligen Rjasan-Uralsker Eisenbahn, die Ranenburg über Suchinitschi mit Smolensk verband. Der Abschnitt von Tjoploje in Richtung Osten über Wolowo bis Kurkino (Station Kulikowo Pole) wurde 1995 stillgelegt und in den 2000er-Jahren abgebaut. Nach Tjoploje besteht noch Güterverkehr vom 30 km westlich gelegenen Gorbatschowo an der Strecke Moskau – Kursk – Charkiw.

Durch die Siedlung verläuft die Regionalstraße 70K-125, die 25 km nordwestlich, zwischen Schtschokino und Plawsk, von der föderalen Fernstraße M2 abzweigt und in südöstlicher Richtung das gut 60 km entfernte Jefremow an der M4 erreicht. In östlicher Richtung führt die 70K-88 über das benachbarte Rajonzentrum Wolowo ebenfalls zur M4, nach Nordosten die 70K-209 nach Kirejewsk.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)