Tobadill

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Tobadill
Wappen Österreichkarte
Wappen von Tobadill
Tobadill (Österreich)
Tobadill
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Landeck
Kfz-Kennzeichen: LA
Fläche: 16,49 km²
Koordinaten: 47° 8′ N, 10° 31′ OKoordinaten: 47° 7′ 31″ N, 10° 30′ 48″ O
Höhe: 1136 m ü. A.
Einwohner: 513 (1. Jän. 2020)
Postleitzahl: 6552
Vorwahl: 05442
Gemeindekennziffer: 7 06 28
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Höfen 38
6552 Tobadill
Website: www.tobadill.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Martin Auer (Miar für Tobadill)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(11 Mitglieder)
  • 4 Miar für Tobadill
  • 5 Dorfliste
  • 2 Die Alternative Tobadill
Lage von Tobadill im Bezirk Landeck
FaggenFendelsFissFließFlirschGaltürGrinsIschglKapplKaunerbergKaunertalKaunsLadisLandeckNaudersPettneu am ArlbergPfundsPiansPrutzRied im OberinntalSt. Anton am ArlbergSchönwiesSeeSerfausSpissStanz bei LandeckStrengenTobadillTösensZamsTirolLage der Gemeinde Tobadill im Bezirk Landeck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Tobadill vor den Bergen der Samnaungruppe
Tobadill vor den Bergen der Samnaungruppe
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Tobadill ist eine österreichische Gemeinde mit 513 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Gerichtsbezirk und Bezirk Landeck im Bundesland Tirol.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tobadill liegt auf einer schmalen Terrasse 200 m oberhalb von Pians, zwischen Perfuchsberg und dem Eingang ins Paznauntal. Die Gemeinde stellt eine typische Streusiedlung mit einem Kern um die Kirche und umliegenden Weilern und Höfen dar.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strengen Pians Landeck
Nachbargemeinden Fließ
Kappl Fiss

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tobadill ist ersturkundlich 1275 als „Taueldilli“ genannt. Der Name leitet sich von tabulat ill („kleiner Heustadel“) ab.[1]

1949 wurde Tobadill als eigenständige Gemeinde von Pians abgetrennt.

Früher war der Bergbau im Flathgebiet bedeutend, es wurde Eisenspat und Eisenkies abgebaut. Heute zählt die Gemeinde zu den einkommensschwächsten Nordtirols. Die meisten Bewohner sind zum Auspendeln zu ihrer Arbeitsstätte gezwungen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trisannabrücke mit Schloss Wiesberg
Katholische Pfarrkirche hl. Magnus
Kapelle Burgfried
Kapelle Bichl

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Tobadill

Radwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tobadill liegt am Fernradweg, der als Via Claudia Augusta entlang einer gleichnamigen antiken Römerstraße verläuft.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeitsstätten, Erwerbstätige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 gab es 37 Arbeitsplätze in Tobadill, fünf in der Landwirtschaft, zwei im Produktionssektor und mehr als achtzig Prozent im Dienstleistungssektor.[2] Im selben Jahr wohnten in der Gemeinde 243 Erwerbstätige. Davon arbeiteten 28 in Tobadill, beinahe achtzig Prozent pendelten aus, blieben aber zum Großteil im Bezirk Landeck.[3]

Fremdenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jährlich zählt Tobadill rund 20.000 Übernachtungen. Diese verteilen sich auf eine Spitze mit monatlich 4000 Übernachtungen im Februar und einem zweiten Maximum im Sommer mit 2500 Übernachtungen im Juli.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Nordwesten des Gemeindegebietes führt die Arlbergbahn. Der nähste Bahnhof befindet sich sieben Kilometer nordöstlich in Landeck.[5]

Am nordwestlichen Rand von Tobadill verläuft die Silvrettastraße B 188.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat mit elf Mitgliedern hat nach der Gemeinderatswahl 2016 folgende Verteilung:

Partei 2016[6] 2010[7]
Stim­men % Man­date St. % M.
Dorfliste Tobadill 201 43,14 5 151 100 11
Miar für Tobadill 124 35,43 4 nicht kandidiert
Die Alternative Tobadill 75 21,43 2 nicht kandidiert

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2016 Franz Kathrein
  • seit 2016 Martin Auer[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung:

„Von Silber und Rot gezinnt geteilt, rechts überhöht von einem gleichfarbigen dreizinnigen Turm; im unteren Feld ein schwarzer Einhornkopf.“

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Tobadill – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Anreiter, Christian Chapman, Gerhard Rampl: Die Gemeindenamen Tirols: Herkunft und Bedeutung (= Veröffentlichungen des Tiroler Landesarchives). Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 3-7030-0449-5, S. 392 ff.
  2. Ein Blick auf die Gemeinde Tobadill, Erwerbstätige am Arbeitsort. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 23. Januar 2021.
  3. Ein Blick auf die Gemeinde Tobadill, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 23. Januar 2021.
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Tobadill, Übernachtungen. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 23. Januar 2021.
  5. Entfernungsrechner - Entfernung berechnen und darstellen. Abgerufen am 23. Januar 2021 (deutsch).
  6. Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 23. Januar 2021.
  7. Land Tirol - Wahlen 2010. Abgerufen am 23. Januar 2021.
  8. Tobadill Tirol Tiroler Oberland - Official Website der Gemeinde Tobadill - GEMEINDEPOLITIK. Abgerufen am 23. Januar 2021.