Sankt Josef (Weststeiermark)

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Sankt Josef (Weststeiermark)
Wappen Österreichkarte
Wappen von Sankt Josef (Weststeiermark)
Sankt Josef (Weststeiermark) (Österreich)
Sankt Josef (Weststeiermark)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Deutschlandsberg
Kfz-Kennzeichen: DL
Fläche: 13,3 km²
Koordinaten: 46° 55′ N, 15° 20′ OKoordinaten: 46° 54′ 37″ N, 15° 20′ 13″ O
Höhe: 423 m ü. A.
Einwohner: 1.560 (1. Jän. 2017)
Postleitzahlen: 8503, 8143
Vorwahl: 03136
Gemeindekennziffer: 6 03 26
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St. Josef 73
8503 St. Josef
Website: www.st-josef.steiermark.at
Politik
Bürgermeister: Franz Lindschinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
11
3
1
11 
Insgesamt 15 Sitze
Lage der Gemeinde Sankt Josef (Weststeiermark) im Bezirk Deutschlandsberg
DeutschlandsbergEibiswaldFrauental an der LaßnitzGroß Sankt FlorianLannachPölfing-BrunnPredingSankt JosefSankt Martin im SulmtalSankt Peter im SulmtalSankt Stefan ob StainzSchwanbergStainzWettmannstättenWiesSteiermarkLage der Gemeinde Sankt Josef (Weststeiermark) im Bezirk Deutschlandsberg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Josef (Weststeiermark) ist eine Gemeinde mit 1560 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Deutschlandsberg (Gerichtsbezirk Deutschlandsberg) in der Steiermark, Österreich. Die Pfarrkirche zum heiligen Josef, die der Gemeinde den Namen gab, liegt auf 457 m.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde St. Josef liegt an der Wieserbahn im weststeirischen Hügelland.

Katastralgemeinden und Ortschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus drei Katastralgemeinden bzw. gleichnamigen Ortschaften (Fläche und Einwohner: Stand 1. Jänner 2015[1][2]):

  • Oisnitz (389,90 ha, 343 Ew.)
  • St. Josef (Weststeiermark) (674,51 ha, 665 Ew.)
  • Tobisegg (265,68 ha, 466 Ew.)

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 1. Jänner 1968 wurden Oisnitz und Tobisegg eingemeindet.[3] Oisnitz hatte bereits bis 1920 mit St. Josef die damalige Gemeinde St. Josef bei Stainz gebildet, die danach in die Gemeinden Oisnitz und St. Josef bei Stainz getrennt worden war.[4]
  • Der südliche, zur Pfarre Preding gehörende Teil der Katastralgemeinde Tobisegg wurde mit 1. Jänner 1969 zur Gemeinde Preding gezogen.[5]

Von der steiermärkischen Gemeindestrukturreform, die 2015 die Zahl der Gemeinden im Bezirk Deutschlandsberg von 40 auf 15 verringerte, war die Gemeinde nicht betroffen.[6] Allerdings wurden im Rahmen dieser Reform Wünsche geäußert, einen Teil des Gebietes der Gemeinde Stainztal statt der Gemeinde Stainz entsprechend der Pfarrzugehörigkeit der Gemeinde St. Josef anzuschließen.[7]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lannach Dobl-Zwaring
Stainz Nachbargemeinden Dobl-Zwaring
Stainz Preding

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste urkundliche Erwähnung findet Oisnitz im Jahr 1056 als „Odelnisiz“ in einer Besitzübertragung Kaiser Heinrichs III. an Bischof Altwin von Brixen;[8] im 12. Jahrhundert werden sechs Huben in Oisnitz in einer Urkunde Herzog Ottokar IV. genannt.

Die Gemeinde trug bis 1932 den Namen St. Josef bei Stainz, in diesem Jahr erfolgte die Namensänderung in St. Josef–Weststeiermark.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Josef (Weststeiermark)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halte- und Ladestelle Oisnitz-St. Josef an der Wieserbahn
  • St. Josef liegt an der L 640, die in der Talsenke in die Radlpass Straße B 76 mündet.
  • Außer auf der Straße kann man St. Josef mit dem Bus oder der Graz-Köflacher Bahn von Graz aus erreichen. Die Haltestelle „Oisnitz“ wurde ab 1927 zu einer Güterverladestelle ausgebaut und ab Mai 1932 in Halte- und Ladestelle „Oisnitz-Sankt Josef“ umbenannt.[10]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben einigen Selbstvermarktern, die unter anderen Weine, Öle, Wurstwaren sowie selbstgebackene Brote anbieten, gibt es noch Frisch- und Naturwaren sowie eine Holzbohrerfabrik, welche mit einer Produktion von etwa zwei Millionen Bohrern jährlich zu den größten europäischen Herstellern gehört.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In St. Josef sind eine Volksschule und ein Kindergarten.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl im Gebiet der (heutigen) Gemeinde liegt seit dem 19. Jahrhundert bei ungefähr 1300 Personen und nahm nur in der Zeit des Zweiten Weltkrieges und danach etwas ab.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandataren der folgenden Parteien zusammen:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Sankt Josef (Weststeiermark) COA.jpg

Seit 1. Juli 1973 hat die Gemeinde das Recht ein Wappen zu führen.[10]
Blasonierung (Wappenbeschreibung): „Im zweimal geteilten Schild oben in Blau ein nach links schwimmender silberner Fisch, im goldenen Mittelfeld ein blaues Zimmermannsbeil, unten in Grün ein liegender goldener Maiskolben über einem goldenen Apfel.“

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthias Macher (1793–1876), Arzt und medizinischer Schriftsteller, ist in Oisnitz geboren

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Katastralgemeinden Stmk. 2015 (Excel-Datei, 128 KB); abgerufen am 29. Juli 2015
  2. Einwohner nach Ortschaften (Excel-Datei, 766 KB); abgerufen am 29. Juli 2015
  3. Gesetz vom 18. Dezember 1967 über Gebietsänderungen von Gemeinden, Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 29. Dezember 1967, 26. Stück, Nr. 138. S. 188.
  4. Kundmachung der steiermärkischen Landesregierung vom 12. Juni 1920, Landesgesetz- und Verordnungsblatt für das Land Steiermark vom 23. Juni 1920, 67. Stück, Nr. 141. S. 245.
  5. Gesetz vom 3. Dezember 1968 über Gebietsänderungen von Gemeinden, Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 27. Dezember 1968, 22. Stück, Nr. 164. S. 173–174.
  6. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  7. Weststeirische Rundschau. Nr. 7, Jahrgang 2013 (15. Februar 2013), 86. Jahrgang, ZDB-ID 2303595-X. Simadruck Aigner u. Weisi, Deutschlandsberg 2013, S. 21.
  8. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 201–202, Nr. 223.
  9. Kundmachung vom 3. Dezember 1932, Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 23. Dezember 1932, 21. Stück, Nr. 73, S. 141.
  10. a b Gernot Peter Obersteiner: Geschichte von St. Josef Weststeiermark; Gemeinde 8503 St.Josef, 2004.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sankt Josef (Weststeiermark) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Historische Landkarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]