Tocharische Sprachen

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Tocharisch
Zeitraum 5. bis 12. Jahrhundert

Ehemals gesprochen in

Tarimbecken (heutiges China)
Linguistische
Klassifikation
Sprachcodes
ISO 639-3:
  • xto (Tocharisch A)
  • txb (Tocharisch B)

Die tocharischen Sprachen sind ein ausgestorbener Sprachzweig der indogermanischen Sprachfamilie, der in Schriftzeugnissen zumeist aus der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends n. Chr. im Tarimbecken im heutigen Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang überliefert ist.

Seit 1890 wurden mehr als 7600 Handschriftfragmente[1] vorwiegend aus dem 5. bis 8. Jahrhundert entdeckt, die zu 90 % Übersetzungen und Bearbeitungen buddhistischer Sanskritwerke und wie die Originaltexte in der nordindischen Silbenschrift Brahmi geschrieben sind. C14-Datierungen zeigen jedoch, dass noch im 12. Jahrhundert tocharische Texte abgeschrieben worden sind.

Stellung in der indogermanischen Sprachfamilie[Bearbeiten]

Kentumsprachen (grün, blau, violett, gelb, braun) und Satemsprachen (rot, rotbraun)

Die tocharischen Sprachen bilden einen eigenen Zweig innerhalb der indogermanischen Sprachfamilie und weist keine enge Verwandtschaft zu den ihm benachbarten indogermanischen Sprachen auf. Tocharisch gehört hinsichtlich der Aufspaltung der indogermanischen Gaumenlaute zu den sogenannten Kentumsprachen: So heißt das für die Unterscheidung namensgebende Zahlwort hundert auf Tocharisch A känt und Tocharisch B kante (vgl. lateinisch centum, Sanskrit śatám). Diese Entdeckung hat viel dazu beigetragen, dass die früher übliche Einteilung in Kentum- und Satem-Sprachen ihre Bedeutung verloren hat.

In der traditionellen Indogermanistik konnte sich bisher keine Hypothese über nähere Verwandte des Tocharischen durchsetzen.

Alle lexikostatistischen[2] und glottochronologischen[3][4] Arbeiten sehen jedoch das Tocharische als nächsten Verwandten des Hethitischen (bzw. der anatolischen Sprachen). Die Linguistik stützt sich bei Verwandtschaftsaussagen insbesondere auf angenommene gemeinsame Neuerungen gegenüber den übrigen Sprachen und vor allem der Vorgängersprache (hier Urindogermanisch). Eine solche Neuerung könnte die Rekonstruktion eines nur diesen beiden Sprachen gemeinsamen Wortes für „Rad“ aus idg. *h₂wrg(ʰ)- > toch. yerkwanto, heth. hurki darstellen.

Wortbeispiele:

Deutsch Tocharisch A Tocharisch B Griechisch Hethitisch
Feuer pur powar pyr pahhur
Vater pācar pācer patēr
Mutter mācar mācer mátēr
Bruder pracar procer phrātēr
Tochter ckacar tkācer thygatēr
Hund ku ku kýōn
Erde tkam keṃ chthōn tekan

Bezeichnungen und ethnische Zuordnung[Bearbeiten]

„Tocharische Stifter“, Fresko des 6. Jh. aus den Tausend-Buddha-Höhlen von Kizil bei Kuqa.

Die Bezeichnung „Tocharisch“ wurde von Emil Sieg und Wilhelm Siegling im Anschluss an F. W. K. Müller[5] vorgeschlagen. Sie bezieht sich auf ein Volk, welches in griechischen und lateinischen Quellen als Τόχαροι (Tócharoi) bzw. Tochari (d. h. Tocharer) erwähnt wird. Es siedelte ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. am Oberlauf des Flusses Oxus (Amudarja). Dieses Volk wird üblicherweise mit den Yuezhi der chinesischen Quellen identifiziert, das zuvor aus seinem vorherigen Siedlungsgebiet in Gansu unmittelbar östlich von Xinjiang vertrieben worden war. Spätere Schriftquellen ihrer mutmaßlichen Nachfahren, der Kushan, sind in einer iranischen Sprache verfasst; über ihre ursprüngliche Sprache ist nichts bekannt.

Diese ethnische Zuordnung ist jedoch spekulativ. Sie basiert auf einer Angabe in einem in alttürkisch (uigurisch) verfassten buddhistischen Text (Maitrisimit), wonach dieser aus dem Indischen in die Sprache twgry und aus dieser in die (alt-)türkische Sprache (türk tïlï)[6] übersetzt worden sein soll; da der gleiche Text ansonsten nur in Tocharisch A vorliegt, lag die Annahme nahe, dass twgry eben jenes Tocharisch A bezeichnet. Der Schluss, twgry sei die Sprache der Τόχαροι bzw. Tochari gewesen, basiert jedoch allein auf der phonetischen Ähnlichkeit beider Namen. Als Eigenname der Tocharisch-A-Sprecher wurde die Bezeichnung ārśi (Arschi) identifiziert.

Dieser Identifizierung ist W. B. Henning entgegengetreten, der darlegte, dass mit twgry in uigurischen Texten das Land von Bišbaliq-Qarašahr bezeichnet wurde und von tocharisch zu trennen sei. Zudem las er den Heimatort des ersten Übersetzers nicht als Nagaradeśa (in der Gegend von Kabul/Afghanistan), sondern als Agnideśa (Qarašahr, also das Verbreitungsgebiet von Tocharisch A).[7]

In einer zweisprachigen Quelle in Tocharisch B und Sanskrit entspricht das Sanskrit-Wort tokharika offenbar dem Tocharisch-B-Wort kucanne. Letzteres Wort brachte man sowohl mit den Kushan in Verbindung wie mit der Oase Kuča, der Heimat von Tocharisch B in Verbindung.[8]

Der Name der Yuezhi in rekonstruierter altchinesischer Lautung wurde mit dem der bei Herodot so genannten Königsskythen gleichgesetzt.[9]

Angesichts der verwirrenden Benennungen wurde vor allem in der englischsprachigen Literatur vorgeschlagen, die Bezeichnungen Tocharisch A und B durch Turfanisch (Turfanian), was von der Oase Turfan abgeleitet wurde, bzw. Kutschisch (Kuchean), dessen Begriff nach Kuqa gebildet wurde, zu ersetzen. Da die Zuordnung der beiden Varianten zu diesen zwei verschiedenen Regionen jedoch ebenfalls spekulativ ist, hat sich dieser Vorschlag bisher nicht durchgesetzt und die Begriffsverwirrung eher noch vergrößert.

Zur Differenzierung wurden auch die Yuezhi und die Τόχαροι (Tócharoi) bzw. Tochari daher auch als „echte Tocharer“ bezeichnet und die Sprecher der tocharischen Sprachen als „falsche Tocharer“.

Varianten[Bearbeiten]

Tocharisches Manuskript (THT 133) aus dem Bestand der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin

1908 gelang es den deutschen Sprachwissenschaftlern Emil Sieg und Wilhelm Siegling erstmals, die Manuskripttexte zu lesen und ihre Sprache als indogermanisch zu identifizieren. Sie schlugen den Namen „Tocharisch“ vor und differenzierten die beiden Sprachvarianten Tocharisch A / Ost-Tocharisch und Tocharisch B / West-Tocharisch. Nur in Tocharisch B liegen neben religiösen Texten auch Gebrauchstexte vor; dabei handelt es sich um Aufzeichnungen von Klöstern, Handelsdokumente und medizinische Texte. Dies führte zu der Theorie, Tocharisch A sei zum Zeitpunkt der Entstehung der Quellen eine „tote“, rein liturgische Sprache gewesen, Tocharisch B die lebende Alltagssprache.

Nach einer anderen Theorie bilden die beiden Varianten räumlich getrennte Dialekte, wobei Ost-Tocharisch (A) in der Oase Turfan gesprochen worden sei, West-Tocharisch (B) dagegen vorwiegend in der Region um Kuqa. (Zum Zusammenhang von Tocharisch und Kuschan siehe unten). Bis heute ist umstritten, ob Ost- und West-Tocharisch als zwei Dialekte derselben Sprache oder als zwei getrennte Sprachen zu bezeichnen sind.

Die Existenz einer dritten Variante des Tocharischen, Tocharisch C genannt, wird als Quelle von Lehnwörtern in Prakrit-Texten aus der Region um Loulan vermutet; es ist aber nicht sicher, ob diese wirklich von den belegten Varianten verschieden war.

Texte[Bearbeiten]

Die meisten bekannten tocharischen Texte befinden sich heute in Sammlungen in Berlin, London, Paris und St. Petersburg, deutlich weniger in Japan und China. Sie sind unter einer verwirrenden Vielfalt an Nummerierungssystemen (Siglen) bekannt, die von Fundnummern über Inventarnummern bis hin zu Nummerierungen in verschiedenen Publikationen reichen. Derselbe Text kann daher unter unterschiedlichen Nummern bekannt sein (z.B. T III Š 72.1 = A 1 = THT 634).

Siglen tocharischer Texte (Auswahl):[10]

Sigle Bedeutung Publikation/Institution Ort
THT Tocharische Handschriften der Berliner Turfansammlung Staatsbibliothek zu Berlin Berlin
A Tocharische Sprachreste A Sieg & Siegling 1921
B Tocharische Sprachreste B Sieg & Siegling 1949, 1953
IOL Toch India Office Library, Tocharian British Library London
Or. Oriental Collections
PK Fonds Pelliot Koutchéen
  • AS: Ancienne série
  • NS: Nouvelle série
Bibliothèque nationale de France Paris
SI Serindia
  • B: Sammlung Berezovsky
  • P: Sammlung Petrovsky
Institut Orientalischer Manuskripte
der Russischen Akademie der Wissenschaften
St. Petersburg
Ot. Sammlung Otani Tokio, Kyoto
YQ Yanqi Qianfodong Ji et al. 1998[11] Ürümqi

Die Gesamtzahl der bekannten tocharischen Texte kann nur geschätzt werden. Malzahn nennt mindestens 7600 Fragmente, wovon jedoch nur etwa 2000 eine bedeutende Menge von Text enthalten. Etwa 1150 der Fragmente tragen Text in Tocharisch A.[1]

Der Inhalt der Texte umfasst zum weitaus überwiegenden Teil buddhistische Literatur (Klosterregeln, Lehrgedichte, Buddhalegenden), die oft Übersetzungen oder Adaptionen von Originalen in Sanskrit sind. Ein einziges Beispiel von manichäischer Literatur sind die Fragmente eines Mani-Hymnus in Tocharisch B, der in der Region von Turfan gefunden wurde und vielleicht in die Mitte des 10. Jahrhunderts zu datieren ist. Neben einigen wissenschaftlichen Texten zu Grammatik, Astronomie, Medizin (bzw. Magie) ist v.a. ein fragmentarisch erhaltenes Liebesgedicht (THT 496) bemerkenswert. Die erhaltenen profanen Texte (Klosterrechnungen, Briefe, Karawanenpässe) sowie gelegentliche Graffiti sind durchwegs in Tocharisch B geschrieben.[12]

Schrift[Bearbeiten]

Holztäfelchen mit tocharischer Inschrift (Ot. 19.1) aus Kuqa, 5.–8. Jahrhundert, heute im Nationalmuseum Tokio.

Die tocharische Schrift ist eine Abart der Brāhmī-Schrift, die auch „Nordturkestanische Brāhmī“[13] genannt wird. Einige Zeichen wurden für das Tocharische neu geschaffen (z. B. pa aus ba) und werden in der Forschung „Fremdzeichen“ genannt, da sie den indischen Schriften sonst fremd sind.

Zeicheninventar der tocharischen Schrift (unverbundene Formen):[14]

Tocharian letter a.gif
a
Tocharian letter aa.gif
ā
Tocharian letter ä.gif
ä
Tocharian letter i.gif
i
Tocharian letter ii.gif
ī
Tocharian letter u.gif
u
Tocharian letter uu.gif
ū
Tocharian letter r.gif
Tocharian letter e.gif
e
Tocharian letter ai.gif
ai
Tocharian letter o.gif
o
Tocharian letter au.gif
au
Tocharian letter ka.gif
ka
Tocharian letter kà.gif
ka
Tocharian letter kha.gif
kha
Tocharian letter ga.gif
ga
Tocharian letter gha.gif
gha
  Tocharian letter nga.gif
ṅa
Tocharian letter ca.gif
ca
  Tocharian letter cha.gif
cha
Tocharian letter ja.gif
ja
Tocharian letter jha.gif
jha
  Tocharian letter nya.gif
ña
Tocharian letter tta.gif
ṭa
  Tocharian letter ttha.gif
ṭha
Tocharian letter dda.gif
ḍa
Tocharian letter ddha.gif
ḍha
  Tocharian letter nna.gif
ṇa
Tocharian letter ta.gif
ta
Tocharian letter tà.gif
ta
Tocharian letter tha.gif
tha
Tocharian letter da.gif
da
Tocharian letter dha.gif
dha
  Tocharian letter na.gif
na
Tocharian letter nà.gif
na
Tocharian letter pa.gif
pa
Tocharian letter pà.gif
pa
Tocharian letter pha.gif
pha
Tocharian letter ba.gif
ba
Tocharian letter bha.gif
bha
  Tocharian letter ma.gif
ma
Tocharian letter mà.gif
ma
Tocharian letter ya.gif
ya
  Tocharian letter ra.gif
ra
Tocharian letter rà.gif
ra
Tocharian letter la.gif
la
Tocharian letter là.gif
la
Tocharian letter va.gif
va
Tocharian letter và.gif
wa
Tocharian letter sha.gif
śa
Tocharian letter shà.gif
śa
Tocharian letter ssa.gif
ṣa
Tocharian letter ssà.gif
ṣa
Tocharian letter sa.gif
sa
Tocharian letter sà.gif
sa
Tocharian letter ha.gif
ha
Tocharian Anusvaara.gif
Tocharian Visarga.gif

Hinzu kommen Satzzeichen (Punkte, Daṇḍa) und Zahlzeichen. Eine Besonderheit der tocharischen Schrift ist, dass Vokalzeichen (meist u, seltener ä, i oder o) wie Konsonantenzeichen verwendet werden konnten. Auf diese Weise wurden unsilbische Elemente geschrieben (z. B. Labialisierung in TB kuse oder der unsilbische Bestandteil des Diphthongs in TB tākoi).[15]

Geschrieben wurde üblicherweise mit Feder und Tinte auf Papier. Karawanenpässe und andere profane Texte wurden aber auch auf Holztäfelchen geschrieben. Graffiti an Höhlenwänden wurden entweder gemalt oder eingeritzt.

Phonologie[Bearbeiten]

Da die verwendete Schrift nur bedingt zur Wiedergabe des tocharischen Lautsystems geeignet ist, lässt sich dieses nicht immer in allen Details erschließen.

Konsonanten:[16]

  labial dental alveolar palatal velar
Verschlusslaute p pyB t k kyB kw
Affrikaten ts tsyB c
Reibelaute s ś
Nasale m myB n ñ
Liquiden l ly r
Halbvokale w y

B) nur Tocharisch B.

Die meisten der sogenannten sekundären Palatale sind nur auf Tocharisch B beschränkt. Gelegentliche Schreibvarianten (wie z.B. w oder mp statt p) weisen darauf hin, dass es zumindest in Teilen des Tocharischen auch stimmhafte Frikative gab, wofür jedoch keine eigenen Schriftzeichen vorhanden waren.

Vokale:[17]

  vorne zentral hinten
hoch i ä u
mittel e o
tief a āA
Diphthonge aiB auB (euB) oiB

A) nur Tocharisch A; B) nur Tocharisch B.

Während Tocharisch A drei zentrale Vokale unterscheidet (geschrieben a, ā und ä), kommen in Tocharisch B nur zwei vor. Diese werden jedoch je nach Wortakzent unterschiedlich geschrieben: Unter Akzent erscheint a als ā und ä als a. Nur Tocharisch B weist Diphthonge auf. eu kommt in archaischen Texten an Stellen vor, wo später au geschrieben wird.

Morphologie[Bearbeiten]

Das Verb entspricht mit der Stammbildung und den Personalendungen deutlich der indogermanischen Struktur; das Substantiv weist Spuren von fünf ererbten Kasus – Nominativ, Genitiv, Akkusativ, Ablativ und Vokativ – auf. Eine Reihe weiterer Kasus ist vermutlich aus nachbarsprachlichen Einflüssen heraus hinzugekommen. Es gibt bei den Numeri neben Singular und Plural auch einen Dual und einen Paral, das Westtocharische besitzt außerdem noch einen Distributiv, der auch Plurativ genannt wird.

Wortschatz[Bearbeiten]

Der Wortschatz weist Einflüsse des Iranischen und des Sanskrit (vor allem durch die Übernahme buddhistischer Begriffe) auf. Geringeren Einfluss hatte die chinesische Sprache (Gewichtsbezeichnungen und ein Monatsname).

Literatur[Bearbeiten]

  •  Douglas Q. Adams: A Dictionary of Tocharian B. 2., überarbeitete und stark erweitere Auflage. Volumes I-II, Rodopi, Amsterdam/New York 2013.
  • Gerd Carling (Hrsg.): Dictionary and Thesaurus of Tocharian A. In collaboration with Georges-Jean Pinault and Werner Winter. Band 1 "A-J". Harrassowitz, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-447-05814-8.
  • Benjamin W. Fortson: Indo-European Language and Culture. An Introduction. 2. Ausgabe. Blackwell Publishing, Malden MA u. a. 2010, ISBN 978-1-4051-8896-8, (Blackwell textbooks in linguistics 19), (Zuvor: Blackwell Publishing, Malden MA u. a. 2004, ISBN 1-4051-0315-9).
  •  W. B. Henning: Argi and the “Tokharians”. In: Bulletin of the School of Oriental Studies. Nr. 9, 1938, S. 545-571.
  •  Gert Klingenschmitt: Das Tocharische in indogermanistischer Sicht. In: Bernfried Schlerath (Hrsg.): Tocharisch. Akten der Fachtagung der Indogermanischen Gesellschaft, Berlin, September 1990 (= Tocharian and Indo-European studies (TIES), Supplementary series. 4). Málvísindastofnun Háskóla Íslands, Reykjavík 1994, S. 310–411.
  • Wolfgang Krause, Werner Thomas: Tocharisches Elementarbuch. 2 Bände. Carl Winter Universitätsverlag, Heidelberg 1960-1964, (Indogermanische Bibliothek Reihe 1).
  • Sylvain Lévi: Tokharian Pratimoksa Fragment. In: The Journal of the Royal Asiatic Society of Great Britain and Ireland (JRAS) 1913, ISSN 1474-0591, S. 109–120, (HTML; 26 KB).
  • Melanie Malzahn (Hrsg.): Instrumenta Tocharica. Carl Winter Universitätsverlag, Heidelberg 2007, ISBN 3-8253-5299-4, (Indogermanische Bibliothek Reihe 1, Lehr- und Handbücher).
    •  Melanie Malzahn: Tocharian Texts and Where to Find Them. In: Melanie Malzahn (Hrsg.): Instrumenta Tocharica. Winter, Heidelberg 2007, S. 79–112.
    •  Melanie Malzahn: A Tocharian Brahmi Chart. In: Melanie Malzahn (Hrsg.): Instrumenta Tocharica. Winter, Heidelberg 2007, S. 223–254.
  •  Georges-Jean Pinault: Introduction au tokharien. In: LALIES. Nr. 7, 1989, S. 5–224.
  •  Georges-Jean Pinault: Chrestomathie tokharienne. Textes et grammaire (= Collection linguistique. Nr. 95). Peeters, Leuven u.a. 2008, ISBN 978-90-429-2168-9, ISSN 0768-1321.
  • William R. Schmalstieg: Tokharian and Baltic. In: Lituanus 20, 1974, ISSN 0024-5089, 3, (HTML; 25 KB).
  • Emil Sieg, Wilhelm Siegling: Tocharisch, die Sprache der Indoskythen. Vorläufige Bemerkungen über eine bisher unbekannte indogermanische Literatursprache. In: Sitzungsberichte der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften 1908, S. 915-932.
  •  Emil Sieg, Wilhelm Siegling: Tocharische Sprachreste, I. Band. Die Texte. A. Transcription. de Gruyter, Berlin/Leipzig 1921. (online bei Internet Archive)
  •  Emil Sieg, Wilhelm Siegling: Tocharische Sprachreste. Sprache B, Heft 1. Die Udānālaṅkāra-Fragmente. Text, Übersetzung und Glossar. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1949.
  •  Emil Sieg, Wilhelm Siegling: Tocharische Sprachreste. Sprache B, Heft 2. Fragmente Nr. 71-633. Aus dem Nachlaß hg. v. Werner Thomas. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1953.
  • Tatsushi Tamai: Paläographische Untersuchung und C14-Prüfung. Digitalisierung der chinesischen, tibetischen, syrischen und Sanskrit-Texte der Berliner Turfansammlung. Berlin, 2. Juni 2005, (PDF; 118 KB).
  • Werner Winter: Studia Tocharica. Selected Writings/Ausgewählte Beiträge. Wydawnictwo Naukowe Uniwersytetu im. Adama Mickiewicza w Poznaniu (Verlag der Adam-Mickiewicz-Universität Posen). Poznań 1984.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Malzahn: Tocharian Texts and Where to Find Them, 2007, S. 79.
  2. Holm, Hans J. (2008): The Distribution of Data in Word Lists and its Impact on the Subgrouping of Languages. In: Christine Preisach, Hans Burkhardt, Lars Schmidt-Thieme, Reinhold Decker (Editors): Data Analysis, Machine Learning, and Applications. Proc. of the 31th Annual Conference of the German Classification Society (GfKl), University of Freiburg, March 7-9, 2007. Springer-Verlag, Heidelberg-Berlin.
  3. Václav Blažek, From August Schleicher to Sergej Starostin; On the development of the tree-diagram models of the Indo-European languages. JIES 35-1&2 Spring/Summer 2007: 82-109
  4. Remco Bouckaert, Philippe Lemey, Michael Dunn, Simon J. Greenhill, Alexander V. Alekseyenko, Alexei J. Drummond, Russell D. Gray, Marc A. Suchard, Quentin D. Atkinson: Mapping the Origins and Expansion of the Indo-European Language Family. Science, aug 2012
  5. Friedrich Wilhelm Karl Müller: Beitrag zur genaueren Bestimmung der unbekannten Sprachen Mittelasiens. In: Sitzungsberichte der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften, 1907, S. 958 ff.
  6. transkribierter Text bei Müller, aaO
  7. Zur Darstellung der Auseinandersetzung: Wolfgang Krause, Tocharisch, Verlag E. J. Brill, Leiden 1955, S. 5 f.
  8. Darstellung des Sachstands in Werner Thomas, Die Erforschung des Tocharischen, Stuttgart 1985, ISBN 3-515-04434-5, S. 14–17
  9. Gustav Haloun, Zur Üe-tsi-Frage, Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft Bd. 91 (1937), 243 ff., 316 f., Online
  10. Malzahn: Tocharian Texts and Where to Find Them, 2007.
  11.  Ji Xianlin, Werner Winter, Georges-Jean Pinault: Fragments of the Tocharian A Maitreyasamiti-Nāṭaka of the Xinjiang Museum, China. Transliterated, translated and annotated by Ji Xianlin in collaboration with Werner Winter and Georges-Jean Pinault. de Gruyter, Berlin/New York 1998.
  12. Krause & Thomas: Tocharisches Elementarbuch, 1960, S. 38; Pinault: Introduction au tokharien, 1989, S. 14–16.
  13.  Lore Sander: Paläographisches zu den Sanskrithandschriften der Berliner Turfansammlung (= Verzeichnis der Orientalischen Handschriften in Deutschland. Supplementband 8). Franz Steiner, Wiesbaden 1968.
  14. Malzahn: A Tocharian Brahmi Chart, 2007.
  15. Krause & Thomas: Tocharisches Elementarbuch, 1960, S. 39–42; Pinault: Chrestomathie tokharienne, 2008, S. 413–415.
  16. Pinault: Introduction au tokharien, 1989, S. 48; Pinault: Chrestomathie tokharienne, 2008, S. 417–420.
  17. Pinault: Introduction au tokharien, 1989, S. 38; Pinault: Chrestomathie tokharienne, 2008, S. 415–417.