Todesopfer rechtsextremer Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland

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Mahnmal des Mordanschlags von Solingen, 29. Mai 1993

Todesopfer rechtsextremer Gewalt gibt es seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland. Ab den 1980er Jahren wurde rechte Gewalt in Deutschland öffentlich diskutiert. Seit der Wiedervereinigung 1990 nahmen rechtsextreme Angriffe gegen Einwanderer erheblich zu, besonders gegen Aussiedler und Spätaussiedler, Übersiedler, Asylbewerber und Türkeistämmige in Deutschland. Erst nach einigen Mordanschlägen wurde begonnen, die Zahl dieser Angriffe und ihrer Opfer zu registrieren. Diese Taten wurden nun stärker als gesamtgesellschaftliches Problem, nicht mehr nur als Randphänomen erkannt, erfasst und erforscht.

Die Erfassungskriterien und Gesamtzahl dieser Todesopfer seit 1990 sind umstritten. Das Bundeskriminalamt (BKA) registrierte „Hasskriminalität“, darunter rassistische Straftaten gegen Ausländer, Behinderte, Homosexuelle und Obdachlose, früher noch nicht als Staatsschutzdelikte. Das 2001 eingeführte „Definitionssystem Politisch motivierte Kriminalität“ ist nach wie vor enger gefasst als in anderen Staaten und wird von Initiativen gegen Rechtsextremismus in Deutschland weiter kritisiert.[1]

Die Bundesregierung erkennt derzeit (Stand: 30. September 2020) 109 Morde seit 1990 als rechtsextrem motiviert an. Gemeinsame Recherchen der Zeitungen Frankfurter Rundschau (FR), Der Tagesspiegel (TS) und Die Zeit ergaben, dass bis dahin mindestens 78 weitere Morde, also insgesamt 187, aus rechtsextremen Motiven verübt worden sind.[2] Die Amadeu Antonio Stiftung (AAS) zählt aktuell (Januar 2021) mindestens 213 Todesopfer rechtsextremer Gewalt.[3] Sie und andere Opferschutzinitativen registrieren zudem etliche Tötungen, bei denen rechtsextreme Motive wahrscheinlich sind.

Der Autor Thomas Billstein dokumentiert in seinem Buch „Kein Vergessen – Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945“ insgesamt 274 Personen, die zwischen 1970 und 2020 an rechtsextremer Gewalt starben. Dazu zählt er 41 Verdachtsfälle und verweist auf viele weitere Todesfälle, bei denen Indizien einer rechten Tatmotivation vorliegen.[4]

Todesopfer vor 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1949 bis 1990 wurden Todesopfer rechtsextremer Gewalt weder von Medien noch Staatsbehörden einheitlich erfasst und von staatlicher Seite oft als Einzelfälle ohne politische Mordmotive eingestuft. Man rechnet daher mit einer hohen Dunkelziffer von rechtsextremen Tötungsdelikten. Seit einer Mord- und Anschlagsserie von 1980 wurde der Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik öffentlich stärker beachtet. Einige dieser Fälle werden auch in der aktuellen Forschung genannt.[5]

Gedenktafel für den ermordeten Celalettin Kesim
Denkmal am Ort des Anschlags der Münchener Oktoberfestattentate
  • Am 29. August 1970 in Konstanz tötete Hans Obser den 17-jährigen Lehrling Martin Katschker in seiner Mittagspause mit einem Bolzenschussgerät. Obser befolgte dabei einen Aufruf vom NPD-Funktionär Walter Eyermann, der mit „Gammlern“ aufräumen wollte.[6]
  • 1974 starb ein Feuerwerker in Wiesbaden bei dem Versuch, eine Bombe des Rechtsterroristen und damaligen Funktionärs der Jungen Nationaldemokraten Peter Naumann zu entschärfen.
  • Am 24. Dezember 1979 ertrank der Studentenführer Rudi Dutschke während eines epileptischen Anfalls in der Badewanne seines Hauses im dänischen Aarhus. Der Anfall war die Spätfolge eines politisch motivierten Mordanschlags: Der Rechtsextremist Josef Bachmann schoss am 11. April 1968 dreimal aus großer Nähe auf Dutschke und verursachte schwere Hirnverletzungen.
  • Am 5. Januar 1980 erstachen türkische Rechtsextreme (Graue Wölfe) und Islamisten den türkischen Kommunisten Celalettin Kesim am Kottbusser Tor in Berlin.
  • Am 22. August 1980 verübten Neonazis der Deutschen Aktionsgruppen einen Brandanschlag auf ein Übergangsheim für Flüchtlinge in Hamburg-Billbrook. Dabei starben die beiden Vietnamesen Ngoc Nguyen und Anh Lan Do.[7]
  • Am 26. September 1980 tötete eine von dem Rechtsextremisten Gundolf Köhler abgelegte Bombe beim Oktoberfestattentat in München 13 Menschen und verletzte 221, 68 davon schwer.[8]
  • Am 19. Dezember 1980 ermordete Uwe Behrendt, Vizechef der rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann, den Rabbiner Shlomo Lewin und dessen Partnerin Frida Poeschke in Erlangen.[9]
  • Am 1. Januar 1981 erschlugen Anhänger des rechtsextremen Motorradclubs „Stander Greif“ in Gündelbach Sydi Battal Koparan (44). Danach zogen die Neonazis durch den Ort und schrien: „Wo wohnen hier noch Scheißtürken?“[10]
  • Am 29. Mai 1981 bei Barsbüttel ermordete der 28-jährige Friedhelm Enk, Mitglied der Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten, den 25-jährigen ANS-Aktivisten Johannes Bügner mit 20 Messerstichen. Mehrere ANS-Mitglieder begleiten den Täter. Enk gestand Hass auf Homosexuelle als Tatmotiv und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.[11]
  • Im Mai 1982 erstach ein Mann in Garbsen seinen indischen Nachbarn, weil die Familie, die er als „Kanakerpack“ bezeichnete, einen Kinderwagen im Kellergang abgestellt hatte.[10]
  • Im Juni 1982 in Norderstedt erschlugen mutmaßliche Rechtsextreme Tevik Gürel (26). Während der Tat sollen sie „Ausländer raus!“ geschrien haben.[10]
  • Am 24. Juni 1982 erschoss der Neonazi Helmut Oxner in einer oft von Juden besuchten Diskothek in Nürnberg drei Menschen.
  • Am 16. Oktober 1982 griffen Neonazis und Hooligans des Fanclubs „Die Löwen“ mit Gaspistolen, Leuchtmunition, Knüppeln und Mauersteinen einige Fußballfans auf dem Weg zum Spiel des Hamburger SV gegen Werder Bremen an. Ein Neonazi warf dem fliehenden Adrian Maleika einen Stein an den Kopf und trat ihn brutal zusammen, so dass er am Folgetag im Krankenhaus an seinen Verletzungen starb.[12]
  • Der Brandanschlag der Gruppe Ludwig am 7. Januar 1984 in München verletzte die 20-jährige Corinna Tatarotti so schwer, dass sie einige Monate später ihren Verbrennungen erlag.
  • Der Brandanschlag in Duisburg-Wanheimerort 1984 (26./27. August) tötete sieben türkischstämmige Migranten. Die Täterin verübte 1993 einen Anschlag auf ein Flüchtlingsheim; Ermittler stuften beide Taten nicht als politisch motiviert ein.
  • 1984 erschoss ein Mitglied der türkischen Grauen Wölfe in Berlin Fatma E. und verletzte ihre Rechtsanwältin Seyran Ateş lebensgefährlich.[13]
  • Am 25. Juli 1985 in Hamburg-Langenhorn erschlugen drei Neonazis Mehmet Kaymakçı (29).[14]
  • Bei einer Hetzjagd in Hamburg-Hohenfelde am 24. Dezember 1985 fuhren fünf Neonazis Ramazan Avcı (26) mit einem Auto an und schlugen und traten auf den am Boden Liegenden so schwer ein, dass er ins Koma fiel und später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.[15][14]
  • Am 3. Februar 1987 in Hannover ermordeten vier Neonazis der FAP den 17-jährigen Neonazi Gerd-Roger Bornemann, der sie kannte.[16]
  • Am 19. August 1987 in Tübingen hielt der Angestellte eines Supermarktes den 20-jährigen Iraner Kiomars Javadi als vermeintlichen Ladendieb fest und misshandelte ihn. Der 18-jährige Lehrling Andreas U. nahm Javadi für 18 Minuten in einen Würgegriff. Laut der Obduktion starb er schon nach vier bis sechs Minuten daran.[17]
  • In der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember 1988 in Schwandorf zündete der 19-jährige Neonazi Josef Saller (Nationalistische Front) aus Ausländerhass ein vor allem von Türken bewohntes Haus an. Der Arbeiter Osman Can (49), seine Ehefrau Fatma (43), sein Sohn Mehmet (11) und der Akustiker Jürgen Hübener (47) kamen so ums Leben.[18]
  • Am 12. Mai 1989 erstach ein Rassist im Märkischen Viertel in Berlin den Familienvater Ufuk Şahin. Der Täter nannte das orientalische Aussehen seines Opfers als Motiv.[19] Rund 7000 Menschen nahmen am folgenden Trauermarsch teil, den Neonazis störten.[20]

Todesopfer ab 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angaben der Bundesregierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Oktober 2009 stufte die Bundesregierung nur 46 Ermordete als Todesopfer rechtsextremer Gewalt seit 1990 ein.[21] Bis Februar 2012 erhöhte sie diese Angabe auf 58. Darin enthalten waren nun die zehn Mordopfer der Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU).[22] Hinzu kamen der im Oktober 2010 in Leipzig ermordete Iraker Kamal Kilade und zwei nachgemeldete Opfer 1996 und 1999 in Sachsen.[23]

Nach Bekanntwerden der NSU-Morde (2000 bis 2007) veranlasste das Bundesinnenministerium (BMI) Ende 2011 per Erlass eine Überprüfung von 3300 bislang unaufgeklärten Tötungen und Tötungsversuchen auf mögliche rechtsextreme Tatmotive. Die Prüfung oblag dem Gemeinsamen Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus/Rechtsterrorismus (GAR). Bis zum Sommer 2014 wollte das BMI korrigierte Zahlen der zwischen 1990 und 2011 getöteten Opfer rechtsextremer Gewalt vorlegen.[24] Bis zum 4. Dezember 2013 fanden BKA und Landeskriminalämter (LKAs) bei dieser Überprüfung laut BMI in 746 Fällen mit 849 Todesopfern Anhaltspunkte „für eine mögliche politische rechte Tatmotivation“.[25] Darunter waren 137 Fälle der recherchierten „Opferlisten“.[26]

Bis zum 27. Juli 2015 erhöhte das BMI die Zahl der staatlich als rechtsextrem motiviert anerkannten Mordfälle von 58 auf 75, die bei 69 Anschlägen getötet wurden. 15 der ergänzten 17 Opfer entdeckten BKA und LKAs bei einer gemeinsamen Überprüfung alter Fälle; zwei neue Fälle kamen hinzu.[27]

Im Juni 2018 erhöhte die Bundesregierung die Angaben erneut und führte nun 76 rechtsextreme Tötungsdelikte mit 83 Todesopfern seit 1990 in ihrer Statistik.[28] Bis Juni 2019 stufte sie nach weiteren Nachermittlungen 94 Mordfälle als rechtsextrem motiviert ein. Der Kriminologe Tobias Singelnstein hielt die tatsächliche Opferzahl damals für doppelt so hoch.[29]

Die gemeinsamen Recherchen von FR, TS und Die Zeit bestätigten diese Annahme: Sie ergaben bis 30. September 2020 eine Mindestzahl von 187 rechtsextremen Morden in Deutschland seit 1990. Die Bundesregierung erkennt derzeit 109 davon als rechtsextreme Taten an. Darin sind der Mordfall Walter Lübcke (1. Juni 2019), der Anschlag in Halle (Saale) 2019 mit zwei Mordopfern und der Anschlag in Hanau 2020 mit neun Opfern enthalten.[2]

Nichtstaatliche Opferlisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Medien, die Initiative Mut gegen rechte Gewalt, das Netz gegen Nazis, der Verein Pro Asyl, Opferfonds Cura und regionale Opferberatungsstellen führen eigene Chroniken zu rechtsextremen Gewalttaten. Auch der Tagesspiegel und die Frankfurter Rundschau führten seit 1990 eigene Opferchroniken, die die Zeit später übernahm und fortlaufend ergänzte. Bis September 2010 führte ihre Chronik bis zu 156 Todesfälle auf rechtsextreme Motive zurück.[30] Bis November 2020 führte diese gemeinsame Liste der Zeit und des Tagesspiegel insgesamt 187 Todesopfer rechtsextremer Gewalt auf.[31]

Bis Ende 2010 hatte die Bundesregierung nur 73 seit 1990 getötete Menschen als Opfer rechtsextremer Gewalt anerkannt. Deshalb veranlassten einige Bundesländer damals eine interne Überprüfung. Nur Brandenburg beauftragte ein externes Forschungsinstitut, das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien (MMZ), ältere Fälle zu prüfen. Das Zentrum bildete einen unabhängigen Expertenkreis, der Einblick in Polizei- und Ermittlungsakten sowie manche Gerichtsurteile erhielt. Die Amadeu Antonio Stiftung ist in diesem Kreis vertreten und überprüfte anhand der staatlichen Akten ihrerseits die ihr bekannt gewordenen Todesfälle. Sie kritisiert die staatliche Statistik als verzerrt, weil das BKA darin nur Taten aufnehme, für die eine gefestigte rechtsextreme Tätergesinnung als „tatauslösend und tatbestimmend“ nachweisbar sei. Das erfasse weder die Perspektive von Angehörigen und Zeugen noch sozialdarwinistische oder rassistische Tatmotive von „Alltagsrassisten aus der Mitte der Gesellschaft“ angemessen.

Die gemeinsame, einzige bundesweite Todesopferliste der Amadeu Antonio Stiftung führt die Angaben anderer Initiativen zusammen, wird ständig aktualisiert und berücksichtigt sowohl Taten von eindeutigen Rechtsextremisten als auch Tötungsdelikte, „bei denen eine sozialdarwinistische und rassistische/rechte Motivation mindestens eine tatbegleitende bis tateskalierende Rolle gespielt haben.“ Bis 14. Juni 2017 nannte sie 195 Todesopfer.[32] Diese verteilen sich wie folgt auf die Einzeljahre:[33]

Gesamtliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Farblos: staatlich anerkannte Fälle[2]
  • Gelb: weitere Fälle laut Tagesspiegel / Zeit[2]
  • Grün: weitere Fälle laut Amadeu Antonio Stiftung[3]
Nr. Name Todestag Ort Alter
1 Mahmud Azhar 6. März 1990 Berlin 40
2 Andrzej Frątczak 7. Oktober 1990 Lübbenau 36
3 Eberhard Arnold[34] 21. Oktober 1990 Ludwigsburg 23
4 Amadeu Antonio Kiowa 6. Dezember 1990 Eberswalde 28
5 Klaus-Dieter Reichert 11. Dezember 1990 Berlin-Lichtenberg 24
6 Nihat Yusufoğlu 28. Dezember 1990 Hachenburg 17
7 Alexander Selchow 1. Januar 1991 Rosdorf 21
8 Obdachloser 6. Januar 1991 Flensburg 31
9 Jorge Gomondai 6. April 1991 Dresden 28
10 Helmut Leja 4. Juni 1991 Kästorf (Gifhorn) 39
11 Agostinho Comboio 16. Juni 1991 Friedrichshafen 34
12 Wolfgang Auch 22. September 1991 Schwedt 28
13 Samuel Kofi Yeboah 19. September 1991 Saarlouis 27
14 Mete Ekşi 13. November 1991 Berlin-Charlottenburg 19
15 Rolf Baginski 28. November 1991 Nordhausen 55
16 Gerd Himmstädt 3. Dezember 1991 Hohenselchow 30
17 Timo Kählke 12. Dezember 1991 Meuro 29
18 namentlich unbekannter Mann aus Sri Lanka 31. Januar 1992 Lampertheim 29
19 namentlich unbekannte Frau aus Sri Lanka 31. Januar 1992 Lampertheim 31
20 namentlich unbekanntes Kind aus Sri Lanka 31. Januar 1992 Lampertheim 1
21 Blanka Zmigrod 23. Februar 1992 Frankfurt am Main 68
22 Matthias Knabe 4. März 1992 Gifhorn 23
23 Dragomir Christinel 15. März 1992 Saal 19
24 Ingo Finnern 19. März 1992 Flensburg 31
25 Gustav Schneeclaus 22. März 1992 Buxtehude 53
26 Erich Bosse 4. April 1992 Hörstel
27 Nguyễn Văn Tú 24. April 1992 Berlin-Marzahn 29
28 Torsten Lamprecht 9. Mai 1992 Magdeburg 23
29 Emil Wendtland 1. Juli 1992 Neuruppin 50
30 Sadri Berisha 8. Juli 1992 Ostfildern-Kemnat 56
31 Dieter Klaus Klein 1. August 1992 Bad Breisig 49
32 Ireneusz Szyderski 3. August 1992 Stotternheim 24
33 Frank Bönisch 24. August 1992 Koblenz 35
34 Günter Heinrich Hermann Schwannecke 5. September 1992 Berlin-Charlottenburg 58
35 Waltraud Scheffler 23. Oktober 1992 Geierswalde 44
36 Rolf Schulze 7. November 1992 Lehnin 52
37 Karl Hans Rohn 13. November 1992 Wuppertal 53
38 Silvio Meier 21. November 1992 Berlin-Friedrichshain 27
39 Alfred Salomon 21. November 1992 Wülfrath 92
40 Bahide Arslan 23. November 1992 Mölln 51
41 Yeliz Arslan 23. November 1992 Mölln 10
42 Ayşe Yılmaz 23. November 1992 Mölln 14
43 Bruno Kappi 15. Dezember 1992 Weidenau (Siegen) 55
44 Hans-Jochen Lommatzsch 18. Dezember 1992 Oranienburg 55
45 Sahin Calisir 27. Dezember 1992 Meerbusch 20
46 Karl Sidon 15. Januar 1993[35] Arnstadt 45
47 Mario Jödecke 24. Januar 1993 Schlotheim 23
48 Mike Zerna 25. Februar 1993 Hoyerswerda 22
49 Mustafa Demiral 9. März 1993 Mülheim/Ruhr 55
50 Hans-Peter Zarse 12. März 1993 Uelzen 18
51 Friedrich Maßling 29. März 1993 Bad Segeberg 58
52 Matthias Lüders 28. April 1993 Obhausen 23
53 Gürsün Ince 29. Mai 1993 Solingen 27
54 Hatice Genc 29. Mai 1993 Solingen 18
55 Hülya Genc 29. Mai 1993 Solingen 9
56 Saime Genc 29. Mai 1993 Solingen 4
57 Gülüstan Öztürk 29. Mai 1993 Solingen 12
58 Horst Hennersdorf 5. Juni 1993 Fürstenwalde 37
59 Hans-Georg Jacobson 28. Juli 1993 Strausberg 35
60 Obdachloser Oktober 1993 Marl 33
61 Bakary Singateh 7. Dezember 1993 Hamburg-Buchholz 19
62 Ali Bayram 18. Februar 1994 Darmstadt 50
63 Eberhart Tennstedt 5. April 1994 Quedlinburg 43
64 Klaus R. 28. Mai 1994 Leipzig 43
65 Beate Fischer 23. Juli 1994 Berlin-Reinickendorf 32
66 Jan W. 26. Juli 1994 Berlin 45
67 Gunter Marx 6. August 1994 Velten 42
68 Alexandra Rousi 14. Oktober 1994 Paderborn 62
69 Piotr Kania 6. November 1994 Rotenburg an der Fulda 18
70 Michael Gäbler 20. November 1994 Zittau 18
71 Horst Pulter 5. Februar 1995 Velbert 65
72 Peter T. 12. Juni 1995 Hohenstein-Ernstthal 24
73 Dagmar Kohlmann 16. Juli 1995 Altena 28
74 Klaus Peter Beer 7. September 1995 Amberg 48
75 Monica Maiamba Bunga 18. Januar 1996 Lübeck 27
76 Nsuzana Bunga 18. Januar 1996 Lübeck 7
78 Françoise Makodila Landu 18. Januar 1996 Lübeck 32
79 Miya Makodila 18. Januar 1996 Lübeck 14
80 Christine Makodila 18. Januar 1996 Lübeck 17
81 Christelle Makodila Nsimba 18. Januar 1996 Lübeck 8
82 Legrand Makodila Mbongo 18. Januar 1996 Lübeck 5
83 Jean-Daniel Makodila Kosi 18. Januar 1996 Lübeck 3
84 Rabia El Omari 18. Januar 1996 Lübeck 17
85 Sylvio Bruno Comlan Amoussou 18. Januar 1996 Lübeck 27
86 Patricia Wright 3. Februar 1996 Bergisch Gladbach 23
87 Sven Beuter 20. Februar 1996 Brandenburg an der Havel 23
88 Martin Kemming 15. März 1996 Dorsten-Rhade 26
89 Bernd Grigol 8. Mai 1996 Leipzig 43
90 Boris Morawek 13. Juli 1996 Wolgast 26
91 Werner Weickum 19. Juli 1996 Eppingen 44
92 Achmed Bachir 23. Oktober 1996 Leipzig 30
93 Frank Böttcher 8. Februar 1997 Magdeburg 17
94 Stefan Grage 23. Februar 1997 Autobahn-Parkplatz Roseburg 34
95 Phan Van Toan 30. April 1997 Fredersdorf-Vogelsdorf 42
96 Olaf Schmidke 17. April 1997 Berlin-Treptow 26
97 Chris Danneil 17. April 1997 Berlin-Treptow 31
98 Horst Gens 22. April 1997 Sassnitz 50
99 Augustin Blotzki 8. Mai 1997 Königs Wusterhausen 59
100 Matthias Scheydt 23. September 1997 Cottbus 39
101 Josef Anton Gera 17. Oktober 1997 Bochum 59
102 Georg Jürgen Uhl 27. September 1997 Cottbus 45
103 Jana G. 26. März 1998 Saalfeld/Saale 14
104 Erich Fisk 30. August 1998 Angermünde 59
105 Nuno Lourenço 29. Dezember 1998 Markkleeberg-Gaschwitz[36] 49
106 Farid Guendoul 13. Februar 1999 Guben 28
107 Egon Efferts 17. März 1999 Duisburg-Walsum 58
108 Peter Deutschmann 9. August 1999 Eschede 44
109 Carlos Fernando 15. August 1999 Kolbermoor 35
110 Patrick Thürmer 2. Oktober 1999 Hohenstein-Ernstthal 17
111 Kurt Schneider 6. Oktober 1999 Berlin-Lichtenberg 38
112 Hans-Werner Gärtner 8. Oktober 1999 Löbejün 37
113 Karl-Heinz Lietz 1. November 1999 Bad Reichenhall 54
114 Daniela Peyerl 1. November 1999 Bad Reichenhall 18
115 Horst Zillenbiller 1. November 1999 Bad Reichenhall 60
116 Ruth Zillenbiller 1. November 1999 Bad Reichenhall 59
117 Jörg Danek 29. Dezember 1999 Halle-Neustadt 39
118 Bernd Schmidt 31. Januar 2000 Weißwasser 52
119 Helmut Sackers 29. April 2000 Halberstadt 60
120 Dieter Eich 25. Mai 2000 Berlin-Buch 52
121 Falko Lüdtke 31. Mai 2000 Eberswalde 22
122 Alberto Adriano 11. Juni 2000 Dessau 39
123 Thomas Goretzky 14. Juni 2000 Dortmund 35
124 Yvonne Hachtkemper 14. Juni 2000 Waltrop 34
125 Matthias Larisch von Woitowitz 14. Juni 2000 Waltrop 34
126 Klaus-Dieter Gerecke 24. Juni 2000 Greifswald 47
127 Jürgen Seifert 9. Juli 2000 Wismar 52
128 Norbert Plath 27. Juli 2000 Ahlbeck 51
129 Enver Şimşek 9. September 2000 Nürnberg 38
130 Malte Lerch 12. September 2000 Schleswig 45
131 Eckhardt Rütz 25. November 2000 Greifswald 42
132 Belaid Baylal 4. November 2000 Belzig 98
133 Willi Worg 25. März 2001 Milzau 38
134 Fred Blanke 26. März 2001 Grimmen 51
135 Mohammed Belhadj 22. April 2001 Jarmen 31
136 Abdurrahim Özüdoğru 13. Juni 2001 Nürnberg 49
137 Süleyman Taşköprü 27. Juni 2001 Hamburg 31
138 Dieter Manzke 9. August 2001 Dahlewitz 61
139 Dorit Botts 17. August 2001 Fulda 54
140 Habil Kılıç 29. August 2001 München 38
141 Ingo Binsch 6. November 2001 Berlin 36
142 Klaus Dieter Lehmann 15. Mai 2002 Neubrandenburg 19
143 Kajrat Batesov 23. Mai 2002 Wittstock 24
144 Ronald Masch 1. Juni 2002 Neu Mahlisch 29
145 Marinus Schöberl 12. Juli 2002 Potzlow 16
146 Ahmet Sarlak 9. August 2002 Sulzbach 19
147 Hartmut Balzke 25. Januar 2003 Erfurt 48
148 Andreas Oertel 21. März 2003 Naumburg 40
149 Enrico Schreiber 29. März 2003 Frankfurt/Oder 25
150 Günter T. 20. April 2003 Riesa 35
151 Gerhard Fischhöder 10. Juli 2003 Scharnebeck 49
152 Thomas K. 4. Oktober 2003 Leipzig 16
153 Hartmut Nickel 7. Oktober 2003 Overath[37] 61
154 Mechthild Bucksteeg 7. Oktober 2003 Overath 53
155 Alja Nickel 7. Oktober 2003 Overath 26
156 Petros C. 6. Dezember 2003 Kandel 22
157 Stefanos C. 6. Dezember 2003 Kandel (Pfalz) 23
158 Viktor Filimonov 20. Dezember 2003 Heidenheim 15
159 Waldemar Ickert 20. Dezember 2003 Heidenheim 16
160 Aleksander Schleicher 20. Dezember 2003 Heidenheim 17
161 Oleg Valger 21. Januar 2004 Gera/Bieblach-Ost 27
162 Martin Görges 30. Januar 2004 Burg 46
163 Mehmet Turgut 25. Februar 2004 Rostock 25
164 Oury Jalloh 7. Januar 2005 Dessau 36
165 Thomas Schulz 28. März 2005 Dortmund 32
166 Unbekannter 1. Juli 2005 Essen 44
167 İsmail Yaşar 9. Juni 2005 Nürnberg 50
168 Theodoros Boulgarides 15. Juni 2005 München 41
169 Tim Maier 26. November 2005 Bad Buchau 20
170 Andreas Pietrzak 6. Mai 2006 Plattling 41
171 Mehmet Kubaşık 4. April 2006 Dortmund 39
172 Halit Yozgat 6. April 2006 Kassel 21
173 Andreas F. 1. Januar 2007 Wismar 30
174 Michèle Kiesewetter 25. April 2007 Heilbronn 22
175 M. S. 14. Juli 2007 Brinjahe 17
176 Peter Siebert 26. April 2008 Memmingen 40
177 Bernd Köhler 23. Juli 2008 Templin 55
178 Karl-Heinz Teichmann 6. September 2008 Leipzig 59
179 Hans-Joachim Sbrzesny 1. August 2008 Dessau 50
180 Rick Langenstein 16. August 2008 Magdeburg 20
181 Marcel W. 24. August 2008 Bernburg 18
182 Marwa El-Sherbini 1. Juli 2009 Dresden 31
183 Sven M. 14. Mai 2010 Hemer 27
184 Kamal Kilade 24. Oktober 2010 Leipzig 19
185 Duy-Doan Pham 27. März 2011 Neuss 59
186 André Kleinau 27. Mai 2011 Oschatz 50
187 Klaus-Peter Kühn 16. Juni 2012 Suhl 59
188 Karl Heinz L. 30. September 2012 Butzow 59
189 Charles Werabe[38] 23. Oktober 2014 Limburg 55
190 Sevda Dag 22. Juli 2016 München[39] 45
191 Chousein Daitzik 22. Juli 2016 München 17
192 Selcuk Kilic 22. Juli 2016 München 15
193 Giuliano Josef Kollmann 22. Juli 2016 München 19
194 Can Leyla 22. Juli 2016 München 15
195 Janos Roberto Rafael 22. Juli 2016 München 15
196 Armela Sehashi 22. Juli 2016 München 14
197 Sabine Sulaj 22. Juli 2016 München 14
198 Dijamant Zabergaja 22. Juli 2016 München 20
199 Eugeniu Botnari 20. September 2016 Berlin-Lichtenberg 34
200 Daniel Ernst 20. Oktober 2016 Georgensgmünd 32
201 Christian Sonnemann 8. Dezember 2017 Katlenburg-Lindau 37
202 Christopher W.[40] 17. April 2018 Aue 27
203 Philip W. 17. April 2018 Neunkirchen-Wiebelskirchen 38
204 Walter Lübcke 2. Juni 2019 Istha 65
205 Jana Lange[41] 9. Oktober 2019 Halle 40
206 Kevin Schwarze[41] 9. Oktober 2019 Halle 20
207 Gökhan Gültekin[42] 19. Februar 2020 Hanau 37
208 Ferhat Ünver[42] 19. Februar 2020 Hanau 22
209 Hamza Kurtović[42] 19. Februar 2020 Hanau 22
210 Mercedes Kierpacz 19. Februar 2020 Hanau 35
211 Sedat Gürbüz[42] 19. Februar 2020 Hanau 30
212 Kalojan Welkow[42] 19. Februar 2020 Hanau 32
213 Vili Viorel Păun[42] 19. Februar 2020 Hanau 23
214 Fatih Saraçoğlu[42] 19. Februar 2020 Hanau 34
215 Said Nessar El Hashemi[42] 19. Februar 2020 Hanau 21
216 Gabriele Rathjen[42] 19. Februar 2020 Hanau 72

Verdachtsfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschiedene Medien und Opferinitiativen berichteten über weitere, wahrscheinlich von Rechtsextremisten verübte Tötungsdelikte (unten farblos, mit jeweiligem Einzelnachweis). Einige davon waren seit den 1990er Jahren Thema parlamentarischer Anfragen, wurden aber wegen angenommener anderer Tatmotive nicht in die Bundesstatistik aufgenommen.[43] Auch die Zeit[30] und das Moses Mendelssohn Zentrum berichteten nach ihrer Überprüfung von Altfällen bis Ende 2018 von etlichen Verdachtsfällen rechtsextremer Morde (unten gelb-rosa markiert).[44] Die Amadeu Antonio Stiftung nennt aktuell (Januar 2021) 13 Tötungen als Verdachtsfälle rechtsextremer Gewalt (unten grün markiert).[3]

Name Todestag Ort Alter
Heinz Mädel[45] 1. Juli 1990 Erfurt 58
Obdachloser Mann[46] 27. Juli 1990 Gelsenkirchen
Gerhard Sch. 1. Juni 1991 Leipzig 43
Ingo Ludwig 5. Januar 1992 Klein-Mutz bei Gransee 18
Türke[43] 6. März 1992 Reilingen
Melanie Harke 11. März 1992 Schwedt 13
Peter Konrad 25. April 1992 Werder an der Havel 31
Grigore Velcu[47] 29. Juni 1992 Nadrensee
Eudache Calderar[47] 29. Juni 1992 Nadrensee
Kroate[43] 6. Dezember 1992 Jänschwalde
Gamal Hegab[43][48] 17. Dezember 1992 Berlin-Mitte 35
Obdachloser Mann[46][49] 7. Januar 1993 Wetzlar
Kerstin Winter[50] 23. Januar 1993 Freiburg 24
Sandro Beyer 29. April 1993 Sondershausen 15
Jeff Dominiak 26. Mai 1993 Waldeck (Mittenwalde) 25
Bernd Z.[51] Juni 1993 Oranienburg 29
Angela S. 21. Juni 1993 Berlin-Kreuzberg 29
Dario S. 21. Juni 1993 Berlin-Kreuzberg 2
Holger T.[52] 19. September 1993 Werneuchen bei Bernau 51
Raina Jovanović 26. Januar 1994 Köln 62
Jasminka Jovanović 26. Januar 1994 Köln 12
Ante B. 16. März 1994 Stuttgart 60
Ljuba B. 16. März 1994 Stuttgart 55
Zuzanna M. 16. März 1994 Stuttgart 57
Athina S. 16. März 1994 Stuttgart 24
Kristina S. 16. März 1994 Stuttgart 2
Nebahat S. 16. März 1994 Stuttgart 27
Aynül S. 16. März 1994 Stuttgart 4
Farid Boukhit[53] 27. September 1994 Magdeburg 30
Guido Zeidler[51] 23. Februar 1995 Hennigsdorf 20
Michael Silbermann November 1995 Dresden 22
Sven Silbermann November 1995 Dresden 24
Gerhard Helmut B. 17. Dezember 1995 Leipzig 19
Mario L.[54] 22. Dezember 1995 Grimma 15
Sanjib Kumar Shrestha[55] 29. Dezember 1995 Oelde 21
Horst K. 30. Dezember 1995 Leipzig-Grünau 43
Andreas Götz 1. August 1996 Eisenhüttenstadt 36
Antonio Melis 13. Februar 1997 Caputh 37
Bektas Heval[56] 4. Juni 1997 Friedrichshafen/Bodensee 26
Sozialarbeiter[57] 24. August 1997 Potzlow 45
Jugosloven Ignjatovic 17. Februar 2000 Berlin-Wedding 51
Klaus-Dieter Harms 9. August 2001 Wittenberge 61
Arthur Lampel 9. September 2001 Bräunlingen 18
Zygmunt R.[58] 27. November 2002 Altdorf 53
Jeremiah Duggan 27. März 2003 Wiesbaden 22
Christa G.[54] 30. Juni 2003 Wurzen 64
Edgar R.[59] 5. Juni 2004 Güsten 47
Jürgen G.[60] 10. Juli 2006 Cottbus 51
Obdachloser[61] 24. Juli 2007 Blankenburg (Harz) 59
Jenisa B. 7. September 2007 Hannover 5
Holger Urbaniak 7. Oktober 2007 Frankfurt/Oder 49
Nguyen Tan Dung[62] 6. August 2008 Berlin 19
Burak Bektas 5. April 2012 Berlin-Neukölln 22
Andrea B. 31. Oktober 2012 Hannover 44
Konstantin Moljanov 17. Juli 2013 Kaufbeuren 34
Dano M. 14. März 2014 Herford 5
Luke Holland[63] 20. September 2015 Berlin 31
Jim Reeves 1. Februar 2016 Berlin-Charlottenburg 47
Klaus B. 1. September 2016 Waldbröl 40
Ruth K.[64] 1. März 2017 Döbeln 85
Ramona Sorce[65] 7. Mai 2017 Homburg/Saar-Schwarzenacker 42
Bilal A. 27. März 2018 Bergisch Gladbach 30
Mario K.[66] Februar 2020 Altenburg 52
Arkan Hussein Khalaf[67] 7. April 2020 Celle 15
Mann[68] 17. August 2020 Zweibrücken 40

Nichtstaatliche Ersteller von Opferchroniken gehen ebenso wie andere Opferschutzinitiativen von einer hohen Dunkelziffer weiterer Todesopfer rechtsextremer Gewalt aus, besonders unter nicht gemeldeten Personen, etwa illegalen Einwanderern und Obdachlosen.

Weiterführende Informationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Billstein: Kein Vergessen – Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945. Unrast, Münster 2020, ISBN 978-3-89771-278-2
  • Andreas W. Böttger, Olaf Lobermeier, Katarzyna Plachta: Opfer rechtsextremer Gewalt. Die Sicht der Opfer. Springer VS, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-531-93394-8
  • Dorina Feldmann, Christoph Kopke, Gebhard Schulz: Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt in Brandenburg (1990–2008). In: Wolfgang Frindte und andere (Hrsg.): Rechtsextremismus und „Nationalsozialistischer Untergrund“. Springer VS, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-09997-8, S. 341–358.
  • Fabian Virchow, Martin Langebach, Alexander Häusler (Hrsg.): Handbuch Rechtsextremismus. Springer VS, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-531-19085-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Todesopfer rechtsextremer Gewalt in Deutschland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Opfergedenken

Informationen über rechtsextreme Tötungsdelikte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helmut Remschmidt und andere: Tötungs- und Gewaltdelikte junger Menschen: Ursachen, Begutachtung, Prognose. Springer VS, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-642-29871-4, S. 56; Reform der polizeilichen Erfassung rechter Straftaten. Opferperspektive, 1. Januar 2004
  2. a b c d Frank Jansen, Heike Kleffner, Johannes Radke, Toralf Staud: Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland seit der Wiedervereinigung. / Todesopfer rechter Gewalt: 187 Schicksale. Tagesspiegel / Zeit online, 30. September 2020
  3. a b c Amadeu Antonio Stiftung: Todesopfer rechter Gewalt seit 1990.; Belltower News: Die Liste: 208 Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt seit 1990. 21. Februar 2020
  4. Thomas Billstein: Kein Vergessen - Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945. Münster 2020, S. 344
  5. Wilhelm Heitmeyer, Manuela Freiheit, Peter Sitzer: Rechte Bedrohungsallianzen. Signaturen der Bedrohung II. Suhrkamp, Berlin 2020, ISBN 978-3-518-12748-3, S. 218
  6. Gedenken an den „Konstanzer Gammlermord“. Singener Wochenblatt, 25. August 2020
  7. Andrea Röpke, Andreas Speit: Blut und Ehre: Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland. Christoph Links, Berlin 2013, ISBN 9783861537076, S. 46
  8. Ulrich Chaussy: Das Oktoberfest-Attentat und der Doppelmord von Erlangen: Wie Rechtsterrorismus und Antisemitismus seit 1980 verdrängt werden. 3. erweiterte Auflage, Christoph Links, Berlin 2020, ISBN 9783862844876, S. 106–108; Generalbundesanwalt: Einstellung der wiederaufgenommenen Ermittlungen wegen des Oktoberfestattentats vom 26. September 1980. Pressemitteilung, 8. Juli 2020.
  9. Ulrich Chaussy: Das Oktoberfest-Attentat und der Doppelmord von Erlangen, Berlin 2020, ISBN 9783862844876, S. 253f. und 283
  10. a b c „Nutten und Bastarde erschlagen wir.“ In Westdeutschland machen Gewalttäter mobil gegen Ausländer. Spiegel, 5. Juli 1982
  11. Dietrich Strobmann: Rechtsradikaler Terror: Lektion von „Oma“. Hintergründe des Hamburger Fememordes. Zeit Online, 12. Juni 1981
  12. Broder-Jürgen Trede: Fankrawalle: Steine statt Flanken. Spiegel, 16. Oktober 2007
  13. Güner Yasemin Balcı: Der Jungfrauenwahn. Arte / BpB, 4. Dezember 2015
  14. a b Sabine Stamer: Manche lernen Karate. Zeit Online, 16. Januar 1987 (kostenpflichtig)
  15. Rechtsradikale: Türken fertigmachen. Spiegel, 30. Dezember 1985
  16. Rechte Armee Fraktion. Spiegel, 10. August 1987; Andrea Morgenthaler: Roger Bornemann – Tod eines Skinhead. Dokumentarfilm, BR Deutschland 1989; Jürgen Felix, Heinz-B. Heller (Hrsg.): Film- und Fernsehwissenschaftliches Kolloquium III. AkS Publikationen, Marburg 1993, ISBN 3-88811-550-7, S. 187 f.
  17. Unvergessen.de: Javadi, Kiomars – Opfer rechter Gewalt in Baden-Württemberg; Ladendiebstahl: Tod umsonst. Selbstjustiz im Supermarkt: Waren die Täter selber Opfer von Streß und Ausbeutung? Spiegel, 31. August 1987; Christian Gampert: Ladendiebstahl: „Der schnauft ja noch“. Lehrling brachte den ausländischen Kunden zur Strecke. Zeit Online, 8. Juli 1988.
  18. Olaf Sundermeyer: Rechter Terror in Deutschland: Eine Geschichte der Gewalt. Beck, München 2012, ISBN 3-406-63845-7, S. 2001
  19. Berlin: Todesursache Ausländerhaß. taz, 17. Mai 1989
  20. Ausländer: Brisante Kiste. Spiegel, 26. Juni 1989
  21. Deutscher Bundestag: Rechtsextreme Tötungsdelikte seit 1990 und antisemitisch motivierte Schändungen jüdischer Friedhöfe seit 2000. Drucksache 16/14122, 16. Wahlperiode, 7. Oktober 2009
  22. Claus Peter Müller, Axel Wermelskirchen, David Klaubert: Verbrechensserie vor Aufklärung: Heilbronn, Eisenach, Dönermorde. FAZ, 11. November 2011
  23. Frank Jansen: Jetzt offiziell 58 Todesopfer rechter Gewalt. Tagesspiegel, 20. Februar 2012
  24. Christian Tretbar: Weit mehr Opfer rechter Gewalt als bisher vermutet. Tagesspiegel, 4. Dezember 2013
  25. Zahlen zu rechtsextremen Verbrechen möglicherweise höher. Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), 4. Dezember 2013
  26. Thomas Hummitzsch: Rechtsextremismus: 746 Tötungsdelikte werden auf rechtes Tatmotiv untersucht. BpB, 16. Januar 2014
  27. Bundesregierung korrigiert Opferzahl rechter Gewalt nach oben. Zeit Online, 27. Juli 2015
  28. Frank Jansen: Mehr Tote durch rechte Gewalt seit 1990 als bekannt. Tagesspiegel, 18. Juni 2018
  29. Christopher Onkelbach: Extremismusforscher warnen vor weiteren Gewalttaten. WAZ, 22. Juni 2019
  30. a b Frank Jansen, Heike Kleffner, Johannes Radke, Toralf Staud: Dokumentation: 156 Schicksale: Sie starben, weil sie anders waren: Diese Dokumentation erzählt die Geschichte jedes einzelnen Opfers. Zeit, 16. September 2010, aktualisiert am 30. Juni 2015
  31. Interaktive Grafik: Todesopfer rechter Gewalt. Tagesspiegel, 29. September 2020
  32. Anna Brausam: Todesopfer rechter Gewalt seit 1990. AAS / Stern, 14. Juni 2017
  33. Todesopfer rechter Gewalt (1990–2020) Amadeu Antonio Stiftung, März 2020
  34. Opfer rechter Gewalt in Baden-Württemberg: Eberhard Arnold
  35. Karl Sidon. Amadeu Antonio Stiftung
  36. Aktiv Gedenken statt schweigend Vergessen! – Rassismus tötet! — In Gedenken an Nuno Lourenço. Rassismus-toetet-leipzig.org, 19. Juni 2017
  37. Ein scheinbar unpolitischer Mord. Frankfurter Rundschau, 8. Oktober 2018
  38. Martin Bernstein: Todesopferportrait online: Amadeu Antonio Stiftung, 22. Juli 2020
  39. Martin Bernstein: Die Morde am OEZ waren rechtsextremistisch motiviert. Süddeutsche Zeitung, 14. März 2018
  40. Hendrik Lasch: »Eine folterartige Hinrichtung« Neues Deutschland, 10. März 2019
  41. a b 208 Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt seit 1990. Belltower News, März 2020
  42. a b c d e f g h i Felix Brandorff: Die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau. Belltower News, 21. Februar 2020
  43. a b c d Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke und der Gruppe der PDS/Linke Liste: Rechtsextrem und fremdenfeindlich motivierte Tötungsdelikte. Drucksache 12/4442, 1. März 1993
  44. Christoph Kopke, Gebhard Schultz: Forschungsprojekt „Überprüfung umstrittener Altfälle Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt im Land Brandenburg seit 1990“: Abschlussbericht. Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam, 29. Juli 2015
  45. Norbert Madloch: Nazis in Ostdeutschland vor und nach der Wende. In: Friedrich Burschel, Uwe Schubert, Gerd Wiegel (Hrsg.): Der Sommer ist vorbei… Vom „Aufstand der Anständigen“ zur „Extremismus-Klausel“: Beiträge zu 13 Jahren „Bundesprogramme gegen Rechts“. edition assemblage, Münster 2013, ISBN 978-3-942885-61-4, S. 147 (Volltext online); Die Initiative »Blinde Flecken Erfurt«. Radio Lotte, 20. Juli 2020
  46. a b Abwertung und Gewalt gegen „Asoziale“
  47. a b Jens Brinkmann: Von namenlosen Flüchtlingen und deutschen Zuständen. Zeitgeschichte Online, 1. März 2012
  48. Christoph Dieckmann: Ali Baba und die Mörder. Zeit, 1. Januar 1993
  49. 14 Jahre für Mord. taz, 12. August 1993
  50. Opfer rechter Gewalt in Baden-Württemberg: Kerstin Winter. Unvergessen.blogsport.de
  51. a b Antifaschistisches AutorInnenkollektiv: Hinter den Kulissen. Faschistische Aktivitäten in Brandenburg – Update ’99, S. 14
  52. Barnimer Antifa Recherche: Dokumentation und Analyse von Nazi-Aktivitäten im Landkreis Barnim 1990–2011. PDF S. 7
  53. In Gedenken an alle Opfer faschistischer Gewalt! Mut gegen rechte Gewalt, Oktober 2008
  54. a b Mario L. dieverschwiegenentoten.de: Morde
  55. Todesopfer rechter Gewalt: Erstochen, erschlagen, verbrannt. Zeit, 28. September 2018
  56. Antirassistische Initiative e.V. Berlin (Hrsg.): Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen. 1993 bis 2009. 17. aktualisierte Auflage (PDF)
  57. Inforiot – Alternative Termine und News für Brandenburg: Dem rechten Konsens entgegentreten. Junge Welt, 27. November 2002 (kostenpflichtig)
  58. Roswin Finkenzeller: Auf der Parkbank saß ein brennender Mensch. FAZ, 8. Juli 2004; Erich Zwick: Schlafenden auf Parkbank angezündet: Mord!Neumarkt Online, 11. März 2005
  59. Mitteldeutsche Zeitung, 24. November 2004: Kriminalität Prozess gegen drei junge Männer wegen Totschlags begann. Mitteldeutsche Zeitung, 24. November 2004 (kostenpflichtig)
  60. Mord nach Gewaltspiel: Ich wollte sehen, was ich draufhabe. Spiegel Online, 7. Dezember 2006
  61. Überfälle in Ostdeutschland. Rechtsextreme attackieren Jugendliche. Spiegel Online, 19. Juli 2007; Blankenburg. Jugendliche erschlagen Obdachlosen im Harz. Mitteldeutsche Zeitung, 19. Juli 2007
  62. Die Silvio Meier Demonstration 2015: „Dort hin gehen, wo es brennt“. Zeit, 22. November 2015
  63. Taz, 12. Januar 2016: Ungeklärte Morde an Migranten: Die Stille nach den Schüssen
  64. Die Stille nach dem Brand. Zeit Online, 30. September 2018
  65. Zwei Tote – Schock nach Bluttat in Schwarzenacker. Saarbrücker Zeitung, 8. Mai 2017; Reichsbürger-Prozess um erschossenen SEK-Beamten: „Ich bin der freie Mann Wolfgang!“ Stern, 21. Oktober 2017
  66. https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/ost-thueringen/altenburg/altenburg-mord-prozess-landgericht-gera-rechts-ezra-opferberatung-100.html
  67. https://taz.de/Toedlicher-Angriff-auf-Iraker-in-Celle/!5675519/
  68. https://www.sol.de/news/update/News-Update,493269/Toedlicher-Streit-in-Zweibruecken-Neue-Details-zu-Tatverdaechtigem,493300