Todesopfer rechtsextremer Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland

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Mahnmal des Mordanschlags von Solingen, 29. Mai 1993

Todesopfer rechtsextremer Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland gibt es seit deren Gründung. Bis 1990 wurden sie staatlich nicht gesondert erfasst. Das Bundeskriminalamt (BKA) registrierte rechtsextreme Tatmotive bei Tötungsdelikten erst seit 1990 als „Hasskriminalität“ gegen bestimmte Opfergruppen, etwa Ausländer, Behinderte, Homosexuelle, Obdachlose oder Spätaussiedler. Seit den rechtsextremen Mordanschlägen auf Asylbewerber und Türkeistämmige in Deutschland ab 1990 begannen Opferschutzinitiativen, die Zahlen dieser Angriffe und ihrer Opfer zu registrieren. Diese Taten wurden nun stärker als gesamtgesellschaftliches Problem und nicht mehr nur als Randphänomen erkannt und erforscht.

Wegen intensiver Kritik an der mangelhaften Erfassung rechtsextremer Gewalttaten führte das BKA 2001 ein „Definitionssystem Politisch motivierte Kriminalität“ (PMK-System) ein. Dieses weist nach wie vor erhebliche Methodenprobleme, Schwachstellen und Lücken auf. Darum ist die Gesamtzahl der Todesopfer rechter Gewalt zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Stellen weiterhin stark umstritten.

Bis 30. September 2020 erkannte die Bundesregierung 109 Morde seit 1990 als rechtsextrem motiviert an.[1] Gemeinsame Recherchen der Zeitungen Frankfurter Rundschau (FR), Der Tagesspiegel (TS) und Die Zeit fanden jedoch rechtsextreme Motive bei mindestens 78 weiteren Morden seit 1990, also insgesamt 187 Todesopfer.[2] Die Amadeu Antonio Stiftung (AAS) zählt aktuell (2022) mindestens 218 Todesopfer rechtsextremer Gewalt in Deutschland seit 1990 und 17 Verdachtsfälle.[3]

Thomas Billstein dokumentiert in seinem Werk Kein Vergessen – Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945 (Oktober 2020) insgesamt 315 Fälle seit 1970, davon 41 Verdachtsfälle.[4] Mit Opferschutzinitiativen verweist er auf zahlreiche Tötungen, bei denen rechtsextreme Motive belegt oder wahrscheinlich sind, sowie auf eine hohe Dunkelziffer von möglichen rechtsextremen Tötungen.[5]

Erfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Defizite des PMK-Systems[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1949 bis 1990 wurden rechtsextreme Tötungsdelikte in der Bundesrepublik von Staatsbehörden nicht gesondert erfasst und oft als Einzelfälle ohne politische Mordmotive eingestuft. Erst seit dem Oktoberfestattentat und Erlanger Doppelmord (beide 1980) wurde der Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik stärker beachtet.[6] Doch die Opfer wurden auch später nicht in staatliche Listen aufgenommen. Auch seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 gibt die Bundesregierung keine regelmäßigen offiziellen Statistiken zu Tathergängen, Tatmotiven und Tatorten solcher Delikte heraus.[7] Ihre Angaben zu den Todesopfern erfolgten oft erst auf parlamentarische Nachfragen.[8]

Die staatlichen Zahlenangaben liegen bisher weit unter denen, die spezialisierte Opferberatungsstellen und bundesweite Printmedien ermittelten. Als Hauptursachen dafür gelten:

  • Bis 2001 definierten deutsche Polizeibehörden nur staatsfeindliche, gegen die Freiheitlich Demokratische Grundordnung gerichtete Straftaten als rechtsextrem. Opfer rassistischer Gewalttaten wurden statistisch nicht gesondert erfasst. Dies sollte das 2001 eingeführte PMK-System ändern.
  • Danach muss ein rechtsextremes Tätermotiv „tatauslösend“ wirken. Wenn es die Gewalt nur begleitet oder eskaliert, zählt der Fall staatlich nicht als rechtsextreme Gewalttat.
  • Lokale Polizeibehörden entscheiden, ob eine Gewalttat politisch motiviert ist und somit an die PMK-Statistik des jeweiligen Landeskriminalamts (LKA) gemeldet wird.
  • Die LKAs wenden das PMK-System verschieden an, weil das Problembewusstsein zum Thema Rechtsextremismus je nach Bundesland verschieden ausgeprägt ist.[9]
  • Das PMK-System berücksichtigt als Eingangsstatistik nur die anfangs polizeilich festgestellten Tatumstände, nicht spätere Ermittlungsergebnisse. Eine systematische Verlaufsstatistik rechter Gewalttaten bis zu rechtsgültigen Strafurteilen fehlt.

Der erste NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags attestierte dem PMK-System 2013 daher „große Schwächen“, die sich „exemplarisch an der Debatte um die Anerkennung der Todesopfer rechter Gewalt seit 1990“ zeigten, und forderte dringend „einen verbindlichen gegenseitigen Informationsaustausch zwischen Polizei und Justiz“ und zumindest bei PMK-Gewaltdelikten eine Verlaufsstatistik. Er griff damit jahrzehntelange Forderungen von Kriminologen, Soziologen und Opferschutzinitiativen auf. Die Bundesregierung reformierte das PMK-System ab 2001 mehrmals, ergänzte den Themenkatalog politischer Straftaten und die Merkmale politischer Tatmotive. 2017 forderte eine Fußnote im Gesetzestext erstmals, bei der Würdigung der Tatumstände „auch die Sicht der/des Betroffenen mit einzubeziehen“. Dennoch stuften manche LKAs eindeutige Todesopfer rechter Gewalt weiter gar nicht oder verspätet als solche ein, selbst wenn rechtskräftige Urteile dazu vorlagen. Das BKA erhielt Gerichtsakten zu abgeschlossenen PMK-Strafverfahren oft erst viel später. Obwohl die unabhängigen Initiativen rechtsmotivierte und rassistische Gewalt wie das PMK-System definieren, registrierten sie auch 2017 rund ein Drittel mehr rechte Gewalttaten als die Staatsbehörden. Sie forderten daher:

  • die Opferperspektive von Anfang an einzubeziehen, um eine wirksame Strafverfolgung überhaupt zu ermöglichen,
  • den irreführenden Tatmerkmalsbegriff „Fremdenfeindlichkeit“ durch den Begriff „Rassismus“ zu ersetzen,
  • alle mit dem PMK-System befassten Polizisten zu schulen,
  • die Leitungsebenen ihrer Behörden zur bundesweiten Umsetzung des PMK-rechts-Katalogs zu verpflichten,
  • diesen rückwirkend auf alle von Medien und Zivilgesellschaft recherchierten Tötungsdelikte seit 1990 anzuwenden,
  • die Geheimhaltung des PMK-Themenkatalogs aufzuheben.[10]

Der Verein Opferperspektive sah 2017 weiterhin ein „Wahrnehmungsproblem“ bei den Polizeibehörden und fehlendes Interesse, rechtsextreme Verdachtsfälle richtig einzuordnen.[9] Die Amadeu Antonio Stiftung kritisierte, dass das BKA nur Taten in die PMK-Statistik aufnehme, für die eine gefestigte rechtsextreme Tätergesinnung als „tatauslösend und tatbestimmend“ nachweisbar sei, und so weder die Perspektive von Angehörigen und Zeugen noch sozialdarwinistische oder rassistische Tatmotive von „Alltagsrassisten aus der Mitte der Gesellschaft“ angemessen erfasse.[11]

Zahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2000 führte das BKA nur 22 Opfer rechtsextremer Gewalt in seiner Statistik. Dagegen veröffentlichten die Frankfurter Rundschau und der Tagesspiegel damals 93 solche Todesfälle.[9] Infolge dieser Recherchen und parlamentarischer Anfragen dazu erhöhte die Bundesregierung die Zahl der anerkannten Todesopfer im Sommer 2000 auf 38, bis 2009 auf 46, bis 2012 auf 58. Darunter waren nun die zehn Mordopfer der Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), ein neues und zwei nachgemeldete Opfer.[12]

Nach Bekanntwerden der NSU-Morde 2011 veranlasste das Bundesinnenministerium (BMI) eine Überprüfung von 3300 bislang unaufgeklärten Tötungen und Tötungsversuchen auf mögliche rechtsextreme Tatmotive. Die Prüfung oblag dem Gemeinsamen Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus/Rechtsterrorismus (GAR).[13] Dabei fanden BKA und LKAs bis zum 4. Dezember 2013 in 746 Fällen mit 849 Todesopfern Anhaltspunkte für mögliche rechte Tatmotive. Diese Fälle schlossen 137 Fälle der von Medien recherchierten Opferlisten ein. Sie sollten daher weiter geprüft werden.[14]

Viele Bundesländer überprüften jedoch bisher keine oder nur einige Altfälle. Die Länder Brandenburg und Berlin beauftragten dazu externe Forschungsinstitute; das Land Thüringen beabsichtigte dies ebenfalls.[15] Das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien (MMZ) bildete einen Expertenkreis für Brandenburg, der Einblick in Polizei- und Ermittlungsakten sowie manche Gerichtsurteile erhielt. Bis 2015 wertete er 24 nicht im PMK-System erfasste und neun erfasste Fälle neu aus. Nur in vier davon ließen sich rechtsextreme Tatmotive oder Tätereinstellungen ausschließen.[16] Eine Expertengruppe an der Technischen Universität Berlin fand in sechs von neun untersuchten Todesfällen rechtsextreme Motive.[17] Daraufhin nahm die Berliner Polizei die sechs Fälle im Mai 2018 nachträglich in ihre PMK-rechts-Statistik auf.[18]

Bei der Altfallüberprüfung erkannten BKA und LKAs nur 15 der 746 Verdachtsfälle als aus rechtsextremen Motiven getötete Opfer an. Zwei neue Fälle kamen hinzu. Daher korrigierte das BMI die Opferzahl im Juli 2015 von 58 auf 75.[19] Im Juni 2018 nannte die Bundesregierung auf parlamentarische Nachfrage 83 Todesopfer rechtsextremer Gewalt seit 1990.[20] Der Kriminologe Tobias Singelnstein hielt eine bundesweit doppelt so hohe tatsächliche Opferzahl für möglich.[21] Er mahnte, ohne die Medienrecherchen würde die Zahlendiskrepanz noch viel größer ausfallen, und forderte eine unabhängige wissenschaftliche Untersuchung aller Verdachtsfälle in allen Bundesländern und ein besseres Meldesystem zwischen Länderpolizeien, Justiz und BKA bei rechtsextrem motivierten Tötungsdelikten.[22]

Die Zeit übernahm die gemeinsame Opferchronik der Frankfurter Rundschau und des Tagesspiegel und ergänzt sie fortlaufend. Bereits 2000 kam ihr gemeinsames Langzeitrechercheprojekt auf 93, bis Mai 2008 auf 135,[23] bis September 2010 auf 137,[24] bis Mai 2012 auf 149,[25] bis Juni 2015 auf 156,[26] bis 2018 auf mindestens 169, bis Ende September 2020 auf mindestens 187 Todesopfer rechtsextremer Gewalt seit 1990 sowie 61 Verdachtsfälle.[27] Somit bestätigten diese Recherchen die Annahme von Tobias Singelnstein.

Seit September 2020 erkannte die Bundesregierung 109 Todesfälle als Opfer rechtsextremer Taten an. Darin sind der Mordfall Walter Lübcke (1. Juni 2019), zwei Mordopfer beim Anschlag in Halle (Saale) 2019 und neun beim Anschlag in Hanau 2020 enthalten.[28]

Die Initiativen Mut gegen rechte Gewalt und Netz gegen Nazis (heute Belltower.News), der Verein Pro Asyl, der Opferfonds Cura und regionale Opferberatungsstellen fanden bei ihren eigenen Prüfungen etliche Verdachtsfälle rechtsextremer Tötungsdelikte und nahmen sie in ihre Chroniken auf. Auch diese stützen sich weitgehend auf angezeigte und polizeilich erfasste Fälle. Die Amadeu Antonio Stiftung führt die Angaben dieser Initiativen zusammen. Ihre bundesweite Todesopferliste wird ständig aktualisiert und berücksichtigt sowohl Taten von eindeutigen Rechtsextremen als auch Tötungsdelikte, „bei denen eine sozialdarwinistische und rassistische/rechte Motivation mindestens eine tatbegleitende bis tateskalierende Rolle gespielt haben.“[29] Seit 2022 nennt sie 218 Todesopfer seit 1990 und 17 Verdachtsfälle.[3]

Statistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bekannten Todesopfer von 1970 bis 2020 verteilen sich wie folgt auf die Einzeljahre:

Jahr Opfer
1970 1
1971
1972
1973
1974 1
1975
1976
1977
1978
1979 3
1980 17
1981 2
1982 6
1983
1984 9
1985 2
1986 2
1987 3
1988 4
1989 3
1990 7
1991 12
1992 32
1993 20
1994 19
1995 7
1996 18
1997 13
1998 2
1999 13
2000 16
2001 12
2002 7
2003 14
2004 3
2005 5
2006 3
2007 4
2008 8
2009 1
2010 2
2011 2
2012 4
2013 1
2014 2
2015 1
2016 13
2017 3
2018 3
2019 3
2020 12

Somit gab es seit 1984 jedes Jahr mindestens ein rechtsextremes Tötungsdelikt, enorme Anstiege um 1980, erneut 1990 bis 1997, 1999 bis 2003 sowie 2016 (Olympiazentrum München) und 2020 (Hanau).[4] In 13 Jahren bisher waren die Opferzahlen zweistellig.

In 225 Fällen seit 1970 stellten Ermittler den oder die Täter fest. 114 dieser Taten (51 %) verübten drei oder mehr Personen, 40 Taten (18 %) je zwei, 71 Taten (31 %) je ein Täter. Gut zwei Drittel dieser Tötungsdelikte waren also Gruppentaten. Bis 2010 waren die Täter meist in rechtsextremen Parteien, Strukturen oder Subkulturen verankert. Erst seit 2016 verübten Einzelne Massenmorde, die ihre Motive aus rechten Internet-Netzwerken bezogen und Behörden zuvor nicht aufgefallen waren. 258 (98 %) von 263 bekannten Tätern waren Männer, und zwar bei einem geschätzten Frauenanteil von 20 % (2020) an den deutschen Rechtsextremen. Rund 80 % der bekannten Täter waren zur Tatzeit höchstens 30, rund 50 % zwischen 14 und 23 Jahre alt. Rechtsextreme Tötungen sind also weit überwiegend Gewalttaten junger Männer. Auch ihre Opfer waren zu 79,4 % männlich. Als mögliche Gründe dafür gelten das rechtsextreme patriarchale Weltbild, das schwere Angriffe auf Frauen eher verpönt, und der größere Anteil von Männern bei typischen Opfergruppen, etwa Obdachlosen. 147 Tötungen wurden aus rassistischen Motiven begangen und forderten dann meist mehrere Opfer, ebenso Tötungen bei Sportereignissen. 43 sozialdarwinistisch und 41 aus politischer Gegnerschaft motivierte Fälle trafen meist Einzelne, etwa Obdachlose, Antifaschisten oder Polizisten. Die meisten der 226 angeklagten Täter wurden letztinstanzlich wegen Körperverletzung mit Todesfolge oder Totschlag, nicht wegen Mord verurteilt, 78 mal zu Haft von maximal sechs Jahren. 32 der übrigen 135 verurteilten Täter erhielten lebenslänglich, vier davon mit folgender Sicherheitsverwahrung, je 35 erhielten acht oder 12 Jahre, 20 erhielten 15 Jahre Haft. Neun Täter wurden freigesprochen, etwa wegen widersprüchlicher Zeugenaussagen oder einer angenommenen Notwehrsituation.[30]

Dunkelziffer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Opferinitiativen gehen von einer hohen Dunkelziffer weiterer Todesopfer rechtsextremer Gewalt aus, etwa unter Wohnungs- und Obdachlosen sowie nicht gemeldeten Migranten. Zur Dunkelziffer gehören auch durch Polizisten erschossene oder in Abschiebehaft oder Polizeihaft getötete und gestorbene Menschen. In vielen dieser Todesfälle sind eine rassistische Tatmotivation oder Tateskalation durch beteiligte Polizisten möglich und naheliegend. Die zum Tod führenden Vorgänge werden jedoch nur selten von Unbeteiligten beobachtet, kaum von anderen Polizisten angezeigt und strafverfolgt. Daher bleiben sie meist unaufgeklärt.[31] Laut Recherchen von Ingrid Müller-Münch (2019/2020) erschossen deutsche Polizeibeamte aus Antiziganismus zwischen 1945 und 1980 fünf Roma.[32] Bis März 2022 fand und dokumentierte die Initiative Death in Custody 209 unaufgeklärte Todesfälle von Migranten, People of Colour oder Juden in deutschem Polizeigewahrsam seit 1990.[33]

Die Opfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende chronologische Opferliste enthält neben den staatlich anerkannten Fällen (unmarkiert) auch Fälle, bei denen rechtsextreme Tatmotive und/oder ein rechtsextremes Weltbild der Täter durch staatliche Ermittlungen und/oder nichtstaatliche Recherchen nachgewiesen sind (gelb markiert), sowie Verdachtsfälle, bei denen rechtsextreme Tatmotive möglich sind (blau markiert).[2][3][5] Die Liste enthält auch Opfer rechtsextremer Ausländer und früherer DDR-Bürger[34] sowie innerhalb der rechtsextremen Szene Getötete.[35]

Name[36] Todesdatum Tatort Alter
Paul Kirsch[32] 25. Juli 1950 Neustadt an der Donau 23
Joska Czori[32] 5. November 1960 Hamburg 27
Karol Kwiek[32] 5. November 1960 Hamburg 26
Andreas Ostermeier[37] 22. Juni 1966 Dorfen 63
Brandanschlag auf das Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde in München
Rivka Regina Becher 13. Februar 1970 München 59
Meir Max Blum 13. Februar 1970 München 71
Rosa Drucker 13. Februar 1970 München 59
Arie Leib Leopold Gimpel 13. Februar 1970 München 50
David Jakubovicz 13. Februar 1970 München 60
Siegfried Offenbacher 13. Februar 1970 München 71
Eliakim Georg Pfau 13. Februar 1970 München 63
Martin Katschker 29. August 1970 Konstanz 17
Anka Denisov[38] 5. November 1972 Niederthann 18
Anton Lehmann[32] 31. Mai 1973 Heidelberg 53
Neset Danis 21. Mai 1974 Norderstedt 30
Karl Mettbach[32] 8. Mai 1979 Hagen 53
Delfin Guerra 12. August 1979 Merseburg 18
Raul Garcia Paret 12. August 1979 Merseburg 21
Rudi Dutschke 24. Dezember 1979 Berlin 39
Celalettin Kesim 5. Januar 1980 Berlin 36
Mordanschlag von Hamburg-Billbrook
Nguyen Ngoc Chau 23. August 1980 Hamburg-Billbrook 22
Do Anh Lan 25. August 1980 Hamburg-Billbrook 18
Oktoberfestattentat
Gabriele Deutsch 26. September 1980 München 17
Robert Gmeinwieser 26. September 1980 München 17
Axel Hirsch 26. September 1980 München 23
Markus Hölzl 26. September 1980 München 44
Paul Lux 26. September 1980 München 52
Ignatz Platzer 26. September 1980 München 6
Ilona Platzer 26. September 1980 München 8
Franz Schiele 26. September 1980 München 33
Angela Schüttrigkeit 26. September 1980 München 39
Errol Vere-Hodge 26. September 1980 München 25
Ernst Vestner 26. September 1980 München 30
Beate Werner 26. September 1980 München 11
Erlanger Doppelmord
Shlomo Lewin 19. Dezember 1980 Erlangen 69
Frida Poeschke 19. Dezember 1980 Erlangen 57
Sydi Battal Koparan 1. Januar 1981 Gündelbach 45
Johannes Bügner 29. Mai 1981 Hamburg 26
unbekannter Inder Mai 1982 Hannover-Garbsen
Tevfik Gürel 22. Juni 1982 Norderstedt 26
Nürnberger Diskothekmorde
William Schenck 24. Juni 1982 Nürnberg 24
Rufus Surles 24. Juni 1982 Nürnberg 27
Mohamed Ehap 24. Juni 1982 Nürnberg 21
Adrian Maleika 17. Oktober 1982 Hamburg 16
Corinna Tatarotti April 1984 München 20
Brandanschlag in Duisburg-Wanheimerort 1984
Döndü Satir 26. August 1984 Duisburg 40
Songül Satir 26. August 1984 Duisburg 4
Ümit Satir 26. August 1984 Duisburg 5
Cigdem Satir 26. August 1984 Duisburg 7
Zeliha Turhan 26. August 1984 Duisburg 18
Rasim Turhan 26. August 1984 Duisburg 15
Tarik Turhan 26. August 1984 Duisburg 50 Tage
Fatma E. 25. September 1984 Berlin
Mehmet Kaymakçı 24. Juli 1985 Hamburg-Langenhorn 29
Ramazan Avci 24. Dezember 1985 Hamburg-Hohenfelde 26
Niels Krückeberg 14. Januar 1986 Hannover 19
Antonio Manuelo Diogo 30. Juni 1986 Borne 23
Gerd-Roger Bornemann 3. Februar 1987 Hannover 17
Kiomars Javadi 19. August 1987 Tübingen 21
Carlos Conceicao 19. September 1987 Staßfurt 18
Brandanschlag in Schwandorf
Osman Can 17. Dezember 1988 Schwandorf 50
Fatma Can 17. Dezember 1988 Schwandorf 43
Mehmet Can 17. Dezember 1988 Schwandorf 12
Jürgen Hübener 17. Dezember 1988 Schwandorf 47
Ufuk Sahin 12. Mai 1989 Berlin 24
Obdachloser Mann[39] 27. Juli 1989 Gelsenkirchen
Birgit Meier August 1989 Lüneburg 41
Frank R. 1989 Essen 22
Mahmud Azhar 6. März 1990 Berlin 40
Heinz Mädel[40] 1. Juli 1990 Erfurt 58
Andrzej Frątczak 7. Oktober 1990 Lübbenau 36
Eberhard Arnold 21. Oktober 1990 Ludwigsburg 23
Junge (Familie S.)[41] 17. November 1990 Kempten 5
Amadeu Antonio Kiowa 6. Dezember 1990 Eberswalde 28
Klaus-Dieter Reichert 11. Dezember 1990 Berlin-Lichtenberg 24
Nihat Yusufoğlu 28. Dezember 1990 Hachenburg 17
Alexander Selchow 1. Januar 1991 Rosdorf 21
Lothar Fischer[27] 6. Januar 1991 Flensburg 31
Jorge Gomondai 6. April 1991 Dresden 28
A. Rustanow 13. April 1991 Rathenow
Gerhard Sch. 1. Juni 1991 Leipzig 43
Helmut Leja 4. Juni 1991 Kästorf (Gifhorn) 39
Agostinho Comboio 16. Juni 1991 Friedrichshafen 34
Wolfgang Auch 16. September 1991 Schwedt 28
Samuel Kofi Yeboah 19. September 1991 Saarlouis 27
Mete Ekşi 13. November 1991 Berlin-Charlottenburg 19
Gerd Himmstädt 3. Dezember 1991 Hohenselchow 30
Timo Kählke 12. Dezember 1991 Meuro 29
Ingo Ludwig 5. Januar 1992 Klein-Mutz bei Gransee 18
Brandanschlag in Lampertheim
unbekannter Mann aus Sri Lanka 31. Januar 1992 Lampertheim 29
unbekannte Frau aus Sri Lanka 31. Januar 1992 Lampertheim 31
unbekanntes Kind aus Sri Lanka 31. Januar 1992 Lampertheim 1
Blanka Zmigrod 23. Februar 1992 Frankfurt am Main 68
Matthias Knabe 4. März 1992 Gifhorn 23
unbekannter Türke[42] 6. März 1992 Reilingen
Melanie Harke[43] 11. März 1992 Schwedt 13
Dragomir Christinel 15. März 1992 Saal 18
Ingo Finnern 19. März 1992 Flensburg 31
Gustav Schneeclaus 22. März 1992 Buxtehude 53
Erich Bosse 4. April 1992 Hörstel 46
Nguyễn Văn Tú 24. April 1992 Berlin-Marzahn 29
Peter Konrad 25. April 1992 Werder an der Havel 31
Torsten Lamprecht 11. Mai 1992 Magdeburg 23
Grigore Velcu 29. Juni 1992 Nadrensee
Eudache Calderar 29. Juni 1992 Nadrensee
Emil Wendtland 1. Juli 1992 Neuruppin 50
Sadri Berisha 8. Juli 1992 Ostfildern-Kemnat 56
Dieter Klaus Klein 1. August 1992 Bad Breisig 49
Ireneusz Szyderski 3. August 1992 Stotternheim 24
Frank Bönisch 24. August 1992 Koblenz 35
Günter Schwannecke 5. September 1992 Berlin-Charlottenburg 58
Waltraud Scheffler 24. Oktober 1992 Geierswalde 44
Rolf Schulze 7. November 1992 Lehnin 52
Karl-Hans Rohn 13. November 1992 Wuppertal 53
Silvio Meier 21. November 1992 Berlin-Friedrichshain 27
Alfred Salomon 21. November 1992 Wülfrath 92
Mordanschlag von Mölln
Bahide Arslan 23. November 1992 Mölln 51
Yeliz Arslan 23. November 1992 Mölln 10
Ayşe Yılmaz 23. November 1992 Mölln 14
unbekannter Kroate[42][44] 6. Dezember 1992 Jänschwalde
Bruno Kappi 15. Dezember 1992 Weidenau (Siegen) 55
Gamal Hegab 17. Dezember 1992 Berlin-Mitte 35
Hans-Jochen Lommatzsch 18. Dezember 1992 Oranienburg 55
Sahin Calisir 27. Dezember 1992 Meerbusch 20
Obdachloser Mann[45][46] 7. Januar 1993 Wetzlar
Karl Sidon 15. Januar 1993 Arnstadt 45
Kerstin Winter 23. Januar 1993 Freiburg 24
Mario Jödecke 24. Januar 1993 Schlotheim 23
Mike Zerna 25. Februar 1993 Hoyerswerda 22
Mustafa Demiral 9. März 1993 Mülheim/Ruhr 56
Hans-Peter Zarse 12. März 1993 Uelzen 18
Friedrich Maßling[27] 29. März 1993 Bad Segeberg 58
Matthias Lüders 27. April 1993 Obhausen 23
Sandro Beyer 29. April 1993 Sondershausen 15
Jeff Dominiak 26. Mai 1993 Waldeck (Mittenwalde) 25
Mordanschlag von Solingen
Gürsün Ince 29. Mai 1993 Solingen 27
Hatice Genc 29. Mai 1993 Solingen 18
Hülya Genc 29. Mai 1993 Solingen 9
Saime Genc 29. Mai 1993 Solingen 4
Gülüstan Öztürk 29. Mai 1993 Solingen 12
Bernd Z.[47] Juni 1993 Oranienburg 29
Horst Hennersdorf 5. Juni 1993 Fürstenwalde 37
Angela S. 21. Juni 1993 Berlin-Kreuzberg 29
Dario S. 21. Juni 1993 Berlin-Kreuzberg 2
Hans-Georg Jacobson 28. Juli 1993 Strausberg 35
Holger T.[48] 19. September 1993 Werneuchen bei Bernau 51
unbekannter Obdachloser Oktober 1993 Marl 33
Bakary Singateh 7. Dezember 1993 Hamburg-Buchholz 19
Jasminka Jovanović 26. Januar 1994 Köln 12
Raina Jovanović 26. Januar 1994 Köln 62
Ali Bayram 18. Februar 1994 Darmstadt 50
Brandanschlag in Stuttgart
Ante B. 16. März 1994 Stuttgart-Mitte 60
Ljuba B. 16. März 1994 Stuttgart 55
Zuzanna M. 16. März 1994 Stuttgart 57
Athina S. 16. März 1994 Stuttgart 24
Kristina S. 16. März 1994 Stuttgart 2
Nebahat S. 16. März 1994 Stuttgart 27
Aynül S. 16. März 1994 Stuttgart 4
Eberhart Tennstedt 5. Mai 1994 Quedlinburg 43
Klaus R. 28. Mai 1994 Leipzig 43
Esam Chandin 22. Juni 1994 Bochum 9
Beate Fischer 23. Juli 1994 Berlin-Reinickendorf 32
Jan Wnenczak 26. Juli 1994 Berlin 45
Gunter Marx 6. August 1994 Velten 42
Farid Boukhit 27. September 1994 Magdeburg 30
Alexandra Rousi[27] 14. Oktober 1994 Paderborn 62
Piotr Kania 6. November 1994 Rotenburg an der Fulda 18
Michael Gäbler 20. November 1994 Zittau 18
Horst Pulter 5. Februar 1995 Velbert 65
Guido Zeidler[47] 23. Februar 1995 Hennigsdorf 20
Peter T. 4. Juni 1995 Hohenstein-Ernstthal 24
Dagmar Kohlmann 16. Juli 1995 Altena 25
Klaus Peter Beer 7. September 1995 Amberg 48
Michael Silbermann November 1995 Dresden 22
Sven Silbermann November 1995 Dresden 24
Gerhard Helmut B.[49] 17. Dezember 1995 Leipzig-Großzschocher 19
Sanjib Kumar Shrestha 18. Dezember 1995 Oelde 21
Mario L.[50] 22. Dezember 1995 Grimma 15
Horst K.[49] 30. Dezember 1995 Leipzig-Grünau 43
Lübecker Brandanschlag
Monica Maiamba Bunga 18. Januar 1996 Lübeck 27
Nsuzana Bunga 18. Januar 1996 Lübeck 7
Françoise Makodila Landu 18. Januar 1996 Lübeck 32
Miya Makodila 18. Januar 1996 Lübeck 14
Christine Makodila 18. Januar 1996 Lübeck 17
Christelle Makodila Nsimba 18. Januar 1996 Lübeck 8
Legrand Makodila Mbongo 18. Januar 1996 Lübeck 5
Jean-Daniel Makodila Kosi 18. Januar 1996 Lübeck 3
Rabia El Omari 18. Januar 1996 Lübeck 17
Sylvio Bruno Comlan Amoussou 18. Januar 1996 Lübeck 27
Patricia Wright 3. Februar 1996 Bergisch Gladbach 23
Sven Beuter 20. Februar 1996 Brandenburg an der Havel 23
Martin Kemming 15. März 1996 Dorsten-Rhade 26
Bernd Grigol 8. Mai 1996 Leipzig 43
Boris Morawek 13. Juli 1996 Wolgast 26
Werner Weickum 19. Juli 1996 Eppingen 44
Andreas Götz 1. August 1996 Eisenhüttenstadt 36
Achmed Bachir 23. Oktober 1996 Leipzig 30
Horst D. 1. Januar 1997 Greifswald 57
Frank Böttcher 8. Februar 1997 Magdeburg 17
Antonio Melis 13. Februar 1997 Caputh 37
Stefan Grage 23. Februar 1997 Autobahnparkplatz Roseburg, Hornbek 33
Olaf Schmidke 17. April 1997 Berlin-Treptow 26
Chris Danneil 17. April 1997 Berlin-Treptow 31
Horst Gens 22. April 1997 Sassnitz 50
Phan Van Toan 30. April 1997 Fredersdorf-Vogelsdorf 42
Augustin Blotzki 8. Mai 1997 Königs Wusterhausen 59
unbekannter Algerier Juni 1997 Leipzig 40
Bektas Heval 4. Juni 1997 Friedrichshafen/Bodensee 26
Sozialarbeiter[51] 24. August 1997 Potzlow 45
Rolf Baginski[27] 4. September 1997 Nordhausen 55
Mathias Scheydt 23. September 1997 Cottbus 39
Georg Jürgen Uhl 27. September 1997 Cottbus 49
Josef Anton Gera 17. Oktober 1997 Bochum 59
Horst Meyer[49] 17. November 1997 Anklam 61
Jana G. 26. März 1998 Saalfeld/Saale 14
Ernst Fisk 30. August 1998 Angermünde 59
Nuno Lourenço 29. Dezember 1998 Markkleeberg-Gaschwitz 49
Farid Guendoul 13. Februar 1999 Guben 28
Egon Effertz 17. März 1999 Duisburg-Walsum 58
Aamir Ageeb 28. Mai 1999 Frankfurt am Main 31
Erol Ispir 1. Juli 1999 Köln 33
Peter Deutschmann 10. August 1999 Eschede 44
Carlos Fernando 15. August 1999 Kolbermoor 35
Patrick Thürmer 3. Oktober 1999 Hohenstein-Ernstthal 17
Kurt Schneider 6. Oktober 1999 Berlin-Lichtenberg 38
Hans-Werner Gärtner 8. Oktober 1999 Löbejün 37
Amoklauf von Bad Reichenhall
Karl-Heinz Lietz 1. November 1999 Bad Reichenhall 54
Daniela Peyerl 1. November 1999 Bad Reichenhall 18
Horst Zillenbiller 1. November 1999 Bad Reichenhall 60
Ruth Zillenbiller 1. November 1999 Bad Reichenhall 59
Jörg Danek 29. Dezember 1999 Halle-Neustadt 38
Bernd Schmidt 31. Januar 2000 Weißwasser 52
Jugosloven Ignjatovic 17. März 2000 Berlin-Wedding 51
Helmut Sackers 29. April 2000 Halberstadt 60
Dieter Eich 24. Mai 2000 Berlin-Buch 60
Falko Lüdtke 31. Mai 2000 Eberswalde 22
Alberto Adriano 14. Juni 2000 Dessau 39
Polizistenmorde von Dortmund und Waltrop
Thomas Goretzky 14. Juni 2000 Dortmund 35
Yvonne Hachtkemper 14. Juni 2000 Waltrop 34
Matthias Larisch von Woitowitz 14. Juni 2000 Waltrop 34
Klaus-Dieter Gerecke 24. Juni 2000 Greifswald 47
Jürgen Seifert 9. Juli 2000 Wismar 52
Norbert Plath 24. Juli 2000 Ahlbeck 51
Jana Gundula Klein[49] 15. August 2000 Greifswald 24
Enver Şimşek 11. September 2000 Nürnberg 38
Malte Lerch 13. September 2000 Schleswig 45
Belaid Baylal 4. November 2000 Belzig 42
Eckhardt Rütz 25. November 2000 Greifswald 42
Fred Blank 26. März 2001 Grimmen 51
Willi Worg 28. März 2001 Milzau 38
Mohammed Belhadj 22. April 2001 Jarmen 31
Axel Urbanietz 24. Mai 2001 Bad Blankenburg 27
Abdurrahim Özüdoğru 13. Juni 2001 Nürnberg 49
Süleyman Taşköprü 27. Juni 2001 Hamburg-Bahrenfeld 31
Klaus-Dieter Harms 9. August 2001 Wittenberge 61
Dieter Manzke 9. August 2001 Dahlewitz 61
Dorit Botts 17. August 2001 Fulda 54
Habil Kılıç 29. August 2001 München 38
Arthur Lampel 9. September 2001 Bräunlingen 18
Ingo Binsch 5. November 2001 Berlin-Hellersdorf 36
Klaus Dieter Lehmann 15. Mai 2002 Neubrandenburg 19
Kajrat Batesov 23. Mai 2002 Wittstock 24
Ronald Masch 1. Juni 2002 Neu Mahlisch 29
Christa G. 30. Juni 2002 Wurzen 64
Marinus Schöberl 13. Juli 2002 Potzlow 16
Ahmet Sarlak 10. August 2002 Sulzbach 19
Zygmunt R. 27. November 2002 Altdorf 53
Hartmut Balzke 25. Januar 2003 Erfurt 48
Andreas Oertel 21. März 2003 Naumburg 40
Jeremiah Duggan 27. März 2003 Wiesbaden 22
Enrico Schreiber 29. März 2003 Frankfurt/Oder 25
Günter T. 22. April 2003 Riesa 35
Gerhard Fischhöder 10. Juli 2003 Scharnebeck 49
Thomas K. 4. Oktober 2003 Leipzig 16
Morde in Overath
Hartmut Nickel 7. Oktober 2003 Overath 61
Mechthild Bucksteeg 7. Oktober 2003 Overath 53
Alja Nickel 7. Oktober 2003 Overath 26
Brandanschlag in Kandel (Pfalz)
Petros C. 6. Dezember 2003 Kandel 22
Stefanos C. 6. Dezember 2003 Kandel 23
Heidenheimer Diskothekenmorde
Viktor Filimonov 19. Dezember 2003 Heidenheim 15
Waldemar Ickert 19. Dezember 2003 Heidenheim 16
Aleksander Schleicher 19. Dezember 2003 Heidenheim 17
Oleg Valger 20. Januar 2004 Gera/Bieblach-Ost 27
Martin Görges 31. Januar 2004 Burg 46
Mehmet Turgut 25. Februar 2004 Rostock 25
Edgar R. 5. Juni 2004 Güsten 47
Oury Jalloh 7. Januar 2005 Dessau 36
Thomas Schulz 28. März 2005 Dortmund 32
İsmail Yaşar 9. Juni 2005 Nürnberg 50
Theodoros Boulgarides 15. Juni 2005 München 41
unbekannter Obdachloser 1. Juli 2005 Essen 44
Tim Maier 26. November 2005 Bad Buchau 20
Mehmet Kubaşık 4. April 2006 Dortmund 39
Halit Yozgat 6. April 2006 Kassel 21
Andreas Pietrzak 6. Mai 2006 Plattling 41
Jürgen G.[52] 10. Juli 2006 Cottbus 51
Andreas F. 1. Januar 2007 Wismar 30
Michèle Kiesewetter 25. April 2007 Heilbronn 22
M. S. 14. Juli 2007 Brinjahe 17
Obdachloser[53] 24. Juli 2007 Blankenburg (Harz) 59
Jenisa Muja 7. September 2007 Hannover 5
Holger Urbaniak 7. Oktober 2007 Frankfurt/Oder 49
Bianca B. 20. Februar 2008 Leer 27
Peter Siebert 26. April 2008 Memmingen 40
Bernd Köhler 22. Juli 2008 Templin 55
Hans-Joachim Sbrzesny 1. August 2008 Dessau 50
Nguyen Tan Dung 6. August 2008 Berlin 19
Rick Langenstein 16. August 2008 Magdeburg 20
Marcel Wisser 24. August 2008 Bernburg 18
Karl-Heinz Teichmann[27] 6. September 2008 Leipzig 59
Lars R.[54] 17. Januar 2009 Ilmenau 28
Marwa El-Sherbini 1. Juli 2009 Dresden 31
Sven M. 14. Mai 2010 Hemer 27
Kamal Kilade 24. Oktober 2010 Leipzig 19
Duy-Doan Pham 27. März 2011 Neuss 59
André Kleinau 1. Juni 2011 Oschatz 50
Burak Bektas 5. April 2012 Berlin-Neukölln 22
Klaus-Peter Kühn 17. Juni 2012 Suhl 59
Karl Heinz L. 30. September 2012 Butzow 59
Andrea B.[27] 27. Oktober 2012 Hannover 44
Konstantin Moljanov 17. Juli 2013 Kaufbeuren 34
Dorothea S. 24. Januar 2014 Mönchengladbach-Rheindahlen
Dano M. 14. März 2014 Herford 5
Charles Werabe 23. Oktober 2014 Limburg 55
Luke Holland 20. September 2015 Berlin 31
Jim Reeves 1. Februar 2016 Berlin-Charlottenburg 47
Anschlag in München 2016
Sevda Dag 22. Juli 2016 München 45
Chousein Daitzik 22. Juli 2016 München 17
Selcuk Kilic 22. Juli 2016 München 15
Giuliano Josef Kollmann 22. Juli 2016 München 19
Can Leyla 22. Juli 2016 München 15
Janos Roberto Rafael 22. Juli 2016 München 15
Armela Segashi 22. Juli 2016 München 14
Sabine Sulaj 22. Juli 2016 München 14
Dijamant Zabergja 22. Juli 2016 München 20
Klaus B. 10. September 2016 Waldbröl 40
Eugeniu Botnari 20. September 2016 Berlin-Lichtenberg 34
Daniel Ernst 20. Oktober 2016 Georgensgmünd 32
Ruth K. 1. März 2017 Döbeln 85
Ramona Sorce 8. Mai 2017 Homburg/Saar-Schwarzenacker 42
Atilla Özer 23. September 2017 Köln
Christian Sonnemann[27] 8. Dezember 2017 Katlenburg-Lindau 37
Deutsche 5. Februar 2018 Plauen 22
Deutscher 5. Februar 2018 Plauen 25
Bilal A. 1. April 2018 Bergisch Gladbach 30
Philipp W. 17. April 2018 Neunkirchen 38
Christopher W. 18. April 2018 Aue (Sachsen) 27
William Tonou-Mbobda 26. April 2019 Hamburg-Eppendorf 34
Walter Lübcke 2. Juni 2019 Istha 65
Unbekannter[54] 20. Juli 2019 Erfurt 32
Anschlag in Halle (Saale) 2019
Jana Lange 9. Oktober 2019 Halle (Saale) 40
Kevin Schwarze 9. Oktober 2019 Halle (Saale) 20
Anschlag in Hanau 2020
Gökhan Gültekin 19. Februar 2020 Hanau 37
Ferhat Ünver 19. Februar 2020 Hanau 22
Hamza Kurtović 19. Februar 2020 Hanau 22
Mercedes Kierpacz 19. Februar 2020 Hanau 35
Sedat Gürbüz 19. Februar 2020 Hanau 30
Kalojan Welkow 19. Februar 2020 Hanau 32
Vili Viorel Păun 19. Februar 2020 Hanau 23
Fatih Saraçoğlu 19. Februar 2020 Hanau 34
Said Nessar El Hashemi 19. Februar 2020 Hanau 21
Gabriele Rathjen 19. Februar 2020 Hanau 72
Mario K.[55] Februar 2020 Altenburg 52
Arkan Hussein Khalaf 7. April 2020 Celle 15
Ibrahim Demir 16. Mai 2020 Dortmund 41
Noël Martin 14. Juli 2020 Mahlow 61
Alexander W.[3] 18. September 2021 Idar-Oberstein 20
Linda Richter[56] 4. Dezember 2021 Königs Wusterhausen-Senzig 40
Leni Richter[56] 4. Dezember 2021 Königs Wusterhausen-Senzig 10
Janni Richter[56] 4. Dezember 2021 Königs Wusterhausen-Senzig 8
Rubi Richter[56] 4. Dezember 2021 Königs Wusterhausen-Senzig 4
Studentin 24. Januar 2022 Heidelberg 23

Alphabetische Namensliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bilal A.
  • Alberto Adriano
  • Aamir Ageeb
  • Sylvio Bruno Comlan Amoussou
  • Eberhard Arnold
  • Bahide Arslan
  • Yeliz Arslan
  • Wolfgang Auch
  • Ramazan Avci
  • Mahmud Azhar
  • Andrea B.
  • Ante B.
  • Bianca B.
  • Gerhard Helmut B.
  • Klaus B.
  • Ljuba B.
  • Achmed Bachir
  • Mohamed Badaoui
  • Rolf Baginski
  • Hartmut Balzke
  • Kajrat Batesov
  • Belaid Baylal
  • Ali Bayram
  • Rivka Regina Becher
  • Klaus Peter Beer
  • Burak Bektas
  • Mohammed Belhadj
  • Sadri Berisha
  • Sven Beuter
  • Sandro Beyer
  • Ingo Binsch
  • Fred Blank
  • Augustin Blotzki
  • Meir Max Blum
  • Frank Bönisch
  • Frank Böttcher
  • Gerd-Roger Bornemann
  • Erich Bosse
  • Eugeniu Botnari
  • Dorit Botts
  • Farid Boukhit
  • Theodoros Boulgarides
  • Mechthild Bucksteeg
  • Johannes Bügner
  • Monica Maiamba Bunga
  • Nsuzana Bunga
  • Petros C.
  • Stefanos C.
  • Eudache Calderar
  • Sahin Calisir
  • Osman Can
  • Fatma Can
  • Mehmet Can
  • Esam Chandin
  • Nguyen Ngoc Chau
  • Dragomir Christinel
  • Agostinho Comboio
  • Carlos Conceicao
  • Joska Czori
  • Horst D.
  • Sevda Dag
  • Chousein Daitzik
  • Jörg Danek
  • Neset Danis
  • Chris Danneil
  • Ibrahim Demir
  • Mustafa Demiral
  • Anka Denisov
  • Gabriele Deutsch
  • Peter Deutschmann
  • Antonio Manuelo Diogo
  • Jeff Dominiak
  • Rosa Drucker
  • Jeremiah Duggan
  • Nguyen Tan Dung
  • Rudi Dutschke
  • Fatma E.
  • Egon Effertz
  • Mohamed Ehap
  • Dieter Eich
  • Mete Ekşi
  • Marwa El-Sherbini
  • Daniel Ernst
  • Andreas F.
  • Fernando
  • Viktor Filimonov
  • Ingo Finnern
  • Beate Fischer
  • Lothar Fischer
  • Gerhard Fischhöder
  • Ernst Fisk
  • Andrzej Frątczak
  • Christa G.
  • Jana G.
  • Jürgen G.
  • Michael Gäbler
  • Hans-Werner Gärtner
  • Hatice Genc
  • Hülya Genc
  • Saime Genc
  • Horst Gens
  • Josef Anton Gera
  • Klaus-Dieter Gerecke
  • Arie Leib Leopold Gimpel
  • Robert Gmeinwieser
  • Martin Görges
  • Andreas Götz
  • Jorge Gomondai
  • Thomas Goretzky
  • Stefan Grage
  • Bernd Grigol
  • Farid Guendoul
  • Gökhan Gültekin
  • Sedat Gürbüz
  • Tevfik Gürel
  • Delfin Guerra
  • Yvonne Hachtkemper
  • Melanie Harke
  • Klaus-Dieter Harms
  • Said Nessar El Hashemi
  • Gamal Hegab
  • Horst Hennersdorf
  • Bektas Heval
  • Gerd Himmstädt
  • Axel Hirsch
  • Markus Hölzl
  • Luke Holland
  • Jürgen Hübener
  • Waldemar Ickert
  • Jugosloven Ignjatovic
  • Gürsün Ince
  • Carlos Erol Ispir
  • Hans-Georg Jacobson
  • David Jakubovicz
  • Oury Jalloh
  • Kiomars Javadi
  • Mario Jödecke
  • Jasminka Jovanović
  • Raina Jovanović
  • Horst K.
  • Mario K.
  • Ruth K.
  • Thomas K.
  • Timo Kählke
  • Piotr Kania
  • Bruno Kappi
  • Martin Katschker
  • Mehmet Kaymakçı
  • Martin Kemming
  • Celalettin Kesim
  • Arkan Hussein Khalaf
  • Mercedes Kierpacz
  • Michèle Kiesewetter
  • Kamal Kilade
  • Habil Kılıç
  • Selcuk Kilic
  • Amadeu Antonio Kiowa
  • Paul Kirsch
  • Dieter Klaus Klein`
  • Jana Gundula Klein
  • André Kleinau
  • Matthias Knabe
  • Bernd Köhler
  • Dagmar Kohlmann
  • Giuliano Josef Kollmann
  • Peter Konrad
  • Sydi Battal Koparan
  • Niels Krückeberg
  • Mehmet Kubaşık
  • Klaus-Peter Kühn
  • Hamza Kurtović
  • Karol Kwiek
  • Karl Heinz L.
  • Mario L.
  • Arthur Lampel
  • Torsten Lamprecht
  • Do Anh Lan
  • Jana Lange
  • Rick Langenstein
  • Anton Lehmann
  • Klaus Dieter Lehmann
  • Helmut Leja
  • Malte Lerch
  • Shlomo Lewin
  • Can Leyla
  • Karl-Heinz Lietz
  • Hans-Jochen Lommatzsch
  • Nuno Lourenço
  • Ingo Ludwig
  • Walter Lübcke
  • Matthias Lüders
  • Falko Lüdtke
  • Paul Lux
  • Dano M.
  • Sven M.
  • Zuzanna M.
  • Heinz Mädel
  • Tim Maier
  • Christine Makodila
  • Miya Makodila
  • Jean-Daniel Makodila Kosi
  • Legrand Makodila Mbongo
  • Françoise Makodila Landu
  • Christelle Makodila Nsimba
  • Adrian Maleika
  • Dieter Manzke
  • Noël Martin
  • Gunter Marx
  • Ronald Masch
  • Friedrich Maßling
  • Birgit Meier
  • Silvio Meier
  • Antonio Melis
  • Karl Mettbach
  • Horst Meyer
  • Konstantin Moljanov
  • Boris Morawek
  • Jenisa Muja
  • Alja Nickel
  • Hartmut Nickel
  • Siegfried Offenbacher
  • Andreas Oertel
  • Atilla Özer
  • Gülüstan Öztürk
  • Abdurrahim Özüdoğru
  • Rabia El Omari
  • Andreas Ostermeier
  • Raul Garcia Paret
  • Vili Viorel Păun
  • Daniela Peyerl
  • Eliakim Georg Pfau
  • Duy-Doan Pham
  • Andreas Pietrzak
  • Norbert Plath
  • Ignatz Platzer
  • Ilona Platzer
  • Frida Poeschke
  • Horst Pulter
  • Edgar R.
  • Frank R.
  • Klaus R.
  • Lars R.
  • Zygmunt R.
  • Janos Roberto Rafael
  • Gabriele Rathjen
  • Jim Reeves
  • Klaus-Dieter Reichert
  • Janni Richter
  • Leni Richter
  • Linda Richter
  • Rubi Richter
  • Karl-Hans Rohn
  • Alexandra Rousi
  • Eckhardt Rütz
  • A. Rustanow
  • Angela S.
  • Athina S.
  • Aynül S.
  • Dario S.
  • Dorothea S.
  • Kristina S.
  • M. S.
  • Nebahat S.
  • Helmut Sackers
  • Ufuk Sahin
  • Alfred Salomon
  • Fatih Saraçoğlu
  • Ahmet Sarlak
  • Döndü Satir
  • Songül Satir
  • Ümit Satir
  • Cigdem Satir
  • Hans-Joachim Sbrzesny
  • Gerhard Sch.
  • Waltraud Scheffler
  • William Schenck
  • Mathias Scheydt
  • Franz Schiele
  • Aleksander Schleicher
  • Olaf Schmidke
  • Bernd Schmidt
  • Gustav Schneeclaus
  • Kurt Schneider
  • Marinus Schöberl
  • Enrico Schreiber
  • Angela Schüttrigkeit
  • Thomas Schulz
  • Rolf Schulze
  • Günter Schwannecke
  • Kevin Schwarze
  • Almela Segashi
  • Jürgen Seifert
  • Alexander Selchow
  • Sanjib Kumar Shrestha
  • Karl Sidon
  • Peter Siebert
  • Michael Silbermann
  • Sven Silbermann
  • Enver Şimşek
  • Bakary Singateh
  • Christian Sonnemann
  • Ramona Sorce
  • Sabine Sulaj
  • Rufus Surles
  • Ireneusz Szyderski
  • Günter T.
  • Holger T.
  • Peter T.
  • Süleyman Taşköprü
  • Corinna Tatarotti
  • Karl-Heinz Teichmann
  • Eberhart Tennstedt
  • Patrick Thürmer
  • Phan Van Toan
  • William Tonou-Mbobda
  • Nguyễn Văn Tú
  • Mehmet Turgut
  • Rasim Turhan
  • Tarik Turhan
  • Zeliha Turhan
  • Ferhat Ünver
  • Georg Jürgen Uhl
  • Holger Urbaniak
  • Axel Urbanietz
  • Oleg Valger
  • Grigore Velcu
  • Errol Vere-Hodge
  • Ernst Vestner
  • Alexander W.
  • Christopher W.
  • Philipp W.
  • Werner Weickum
  • Kalojan Welkow
  • Emil Wendtland
  • Charles Werabe
  • Beate Werner
  • Kerstin Winter
  • Marcel Wisser
  • Jan Wnenczak
  • Matthias Larisch von Woitowitz
  • Willi Worg
  • Patricia Wright
  • İsmail Yaşar
  • Samuel Kofi Yeboah
  • Ayşe Yılmaz
  • Halit Yozgat
  • Nihat Yusufoğlu
  • Bernd Z.
  • Dijamant Zabergja
  • Hans-Peter Zarse
  • Guido Zeidler
  • Mike Zerna
  • Horst Zillenbiller
  • Ruth Zillenbiller
  • Blanka Zmigrod
  • Obdachloser (Gelsenkirchen 1989)
  • Obdachloser (Marl 1993)
  • Obdachloser (Wetzlar 1993)
  • Obdachloser (Essen 2005)
  • Obdachloser (Blankenburg 2007)
  • Algerier (Leipzig 1997)
  • Inder (Hannover-Garbsen 1982)
  • Kroate (Jänschwalde 1992)
  • Mann aus Sri Lanka (Lampertheim 1992)
  • Frau aus Sri Lanka (Lampertheim 1992)
  • Kind aus Sri Lanka (Lampertheim 1992)
  • Junge (Kempten 1990)
  • Türke (Reilingen 1992)
  • Deutsche (Plauen 2018)
  • Deutscher (Plauen 2018)
  • Sozialarbeiter (Potzlow 1997)
  • Unbekannter (Erfurt 2019)[57]

Gedenken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es zwar eine staatliche Erinnerungskultur zur NS-Zeit, jedoch kein staatliches Gedenken für die Todesopfer rechtsextremer Gewalt seit 1945. Thomas Billstein stellte dazu fest: „Das Land, das für den faschistischen Terror und den Holocaust Verantwortung trägt, bekundet nur allzu oft, aus dem grausamen Kapitel der Geschichte gelernt zu haben. Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus – viele möchten diese und andere Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in die Geschichtsbücher verbannen und erkennen nicht an, dass dies auch heute noch Tatmotive sind, die immer wieder Todesopfer fordern.“[7] Meist übernehmen ehrenamtliche Initiativen die Aufgabe des Erinnerns, organisieren Gedenkveranstaltungen für die Todesopfer und klären über ihre Biografien, die Täter, Tatverläufe und rechte Strukturen vor Ort auf. Die Informationen stammen oft aus langjährigen Recherchen einiger weniger Journalisten, Opferverbände und Beratungsstellen.[58]

Nach der ersten Opferchronik der Frankfurter Rundschau und des Tagesspiegel erstellten Opferberatungsvereine eine Ausstellung, die 2001 erstmals erschien und seitdem immer wieder ergänzt wurde. Die siebte Fassung von 2017 erinnert an 183 Menschen, die seit Anfang 1990 durch rechte Gewalttaten getötet wurden, und thematisiert auch die anhaltende Verdrängung dieser Gewalt und die Bandbreite gesellschaftlicher Reaktionen darauf: Während einige Taten öffentliche Empörung und politische Kontroversen auslösten, wurden viele andere Opfer nie mit Namen, Fotografien und weiteren Details bekannt gemacht. Die Ausstellung dokumentiert jeden Fall seit 1990, bei dem rechte Motive durch Ermittlungsakten und Medienberichte belegt sind. Zu jeder Person gibt es eine Tafel mit biografischen Angaben, gegebenenfalls einem gerasterten Porträtfoto, und einer Skizze des tödlichen Tatverlaufs auf Deutsch und Englisch. Leere Tafeln am Anfang und Ende verweisen auf Opfer vor 1990 und seit 2017. Drei Spiegeltafeln mit den Aufschriften „Täter?“, „Opfer?“, „Zuschauer?“ laden den Besucher zur Selbstreflexion ein. Zwischen den Tafeln veranschaulichen Urlaubspostkarten von Tätern und Opfern die Spannung zwischen Vielfalt und Offenheit gegenüber Hass und Gewalt.[59]

Der Jugendpfarrer Lothar König und seine Junge Gemeinde Jena gestalteten am 10. April 2016 in der Versöhnungskirche (Dachau) einen ökumenischen Gottesdienst zum Gedenken an die 1945 ermordeten Widerstandskämpfer Georg Elser und Dietrich Bonhoeffer und an alle Todesopfer rechtsextremer Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland seit 1990. Der Gottesdienst wurde bundesweit beachtet.[60]

Thomas Billstein richtete 2018 auf Twitter und Facebook ein regelmäßiges Gedenken an die Todesopfer ein (@OpferNaziGewalt). Daraus entstand bis 2020 das Werk „Kein Vergessen. Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945“. Beginnend mit dem Jahr 1970, beschreibt es die Biografien von 315 Menschen, von denen 274 nachweislich, 41 wahrscheinlich von Rechtsextremen in Deutschland getötet wurden. Die Biografien und gezeichneten Porträts geben diesen Opfern ein Gesicht, veranschaulichen ihre Lebensziele, Hobbys, Familien, Beziehungen und Gefühle. Zudem dokumentiert das Buch das Versagen der Strafverfolger und Justiz im Umgang mit diesen Verbrechen. Das Buch wurde als „Anklageschrift gegen all diejenigen, die rechte Motive ausklammern, ignorieren, kleinreden und verschweigen“ und als hilfreicher Beitrag zur Debatte um diese Todesopfer rezensiert. Es verdeutliche die kontinuierliche tödliche Gefahr durch die extreme Rechte und könne eine Erforschung von bislang unbekannten Todesfällen sowie die weitere Ergänzung der offiziellen Statistiken um Fälle vor 1990 anregen. Es mache deutlich, „wie wichtig antifaschistische Recherchen und lokale Initiativen aus der Zivilgesellschaft sind, die die Erinnerung an die Todesopfer rechter Gewalt wachhalten“.[61]

Aus der Bewegung Black Lives Matter gegen rassistische Polizeigewalt in den USA übernahmen die Angehörigen der Todesopfer des Anschlags in Hanau (19. Februar 2020) die Kampagne Say their Names („Sagt ihre Namen“). Sie gründeten Vereine mit diesem Motto, um an die Ermordeten zu erinnern und vollständige Aufklärung von Staatsbehörden und Politik einzufordern.[62]

Unter dem Hashtag #SayTheirNames teilten Menschen 2020 die Namen der zehn in Hanau Ermordeten in sozialen Medien. Viele Initiativen beteiligten sich zum ersten Jahrestag des Anschlags 2021 an Gedenkaktionen. Im Staatstheater Hannover etwa wurden die Namen von 213 Todesopfern rechter Gewalt in eine zentrale Wandfläche im Eingangsbereich eingelassen und am 19. Februar 2021 von Schauspielern öffentlich verlesen. Diese Aktion entstand aus deren Wunsch, rassistische Gewalt nicht nur künstlerisch auf der Bühne zu bearbeiten, sondern auch auf konkrete aktuelle Ereignisse zu reagieren und sie dauerhaft in Erinnerung zu rufen.[63] Die Stadt Hanau eröffnete zum Jahrestag des Anschlags ein Begegnungscafé mit dem Schriftzug #Saytheirnames für die Betroffenen und Angehörigen der Opfer und die Webseite www.hanau-steht-zusammen.de. Sie soll als digitales Denkmal für die Opfer und Informationsbörse zum Schutz vor weiteren Anschlägen dienen.[64]

Weiterführende Informationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harpreet Kaur Cholia, Christin Jänicke (Hrsg.): Unentbehrlich: Solidarität mit Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. edition assemblage, Münster 2021, ISBN 3-96042-105-2
  • Thomas Billstein: Kein Vergessen – Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945. Unrast, Münster 2020, ISBN 978-3-89771-278-2
  • Dorina Feldmann, Christoph Kopke, Gebhard Schulz: Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt in Brandenburg (1990–2008). In: Wolfgang Frindte und andere (Hrsg.): Rechtsextremismus und „Nationalsozialistischer Untergrund“. Springer VS, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-09997-8, S. 341–358.
  • Fabian Virchow, Martin Langebach, Alexander Häusler (Hrsg.): Handbuch Rechtsextremismus. Springer VS, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-531-19085-3
  • Andreas W. Böttger, Olaf Lobermeier, Katarzyna Plachta: Opfer rechtsextremer Gewalt. Die Sicht der Opfer. Springer VS, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-531-93394-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Todesopfer rechtsextremer Gewalt in Deutschland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Informationen über rechtsextreme Tötungsdelikte

Opfergedenken

Recherche

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Toralf Staud, Frank Jansen, Heike Kleffner, Johannes Radke: Rechte Gewalt: Gefährliche Ignoranz. Zeit, 30. September 2021
  2. a b Frank Jansen, Heike Kleffner, Johannes Radke, Toralf Staud: Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland seit der Wiedervereinigung. / Todesopfer rechter Gewalt: 187 Schicksale. Tagesspiegel / Zeit online, 30. September 2020
  3. a b c d Amadeu Antonio Stiftung: Todesopfer rechter Gewalt.
  4. a b Thomas Billstein: Kein Vergessen - Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945. Münster 2020, S. 20
  5. a b Thomas Billstein: Kein Vergessen - Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945. Münster 2020, S. 322–326 und Opferliste S. 337–344
  6. Wilhelm Heitmeyer, Manuela Freiheit, Peter Sitzer: Rechte Bedrohungsallianzen. Signaturen der Bedrohung II. Suhrkamp, Berlin 2020, ISBN 978-3-518-12748-3, S. 218
  7. a b Thomas Billstein: Kein Vergessen - Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945. Münster 2020, S. 7
  8. Deutscher Bundestag: Drucksache 12/2186, 4. März 1992; Drucksache 12/4442, 1. März 1993; Drucksache 12/5530, 6. August 1993; Drucksache 12/7008, 9. März 1994; Drucksache 13/2126, 9. August 1995; Drucksache 14/5032, 27. Dezember 2000; Drucksache 16/58, 8. November 2005; Drucksache 16/158, 9. Dezember 2005; Drucksache 16/3058, 20. Oktober 2006; Drucksache 16/11319, 9. Dezember 2008; Drucksache 16/11579, 8. Januar 2009; Drucksache 16/14122 7. Oktober 2009; Drucksache 19/25216, 11. Dezember 2020; Landtag des Saarlandes: Drucksache 14/684, 23. Januar 2012 (alle PDF)
  9. a b c Miguel Helm, Benedict Witzenberger: Rechtsextremismus: Tote, die nicht zählen. Süddeutsche Zeitung (SZ), 23. August 2017
  10. Heike Kleffner: Die Reform der PMK-Definition und die anhaltenden Erfassungslücken zum Ausmaß rechter Gewalt. In: Amadeu Antonio Stiftung (Hrsg.): Wissen schafft Demokratie. Schriftenreihe des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft 04 / 2018, S. 30–37
  11. Anna Brausam: Todesopfer rechter Gewalt seit 1990. Amadeu Antonio Stiftung, aktualisiert am 15. Januar 2021
  12. Frank Jansen: Jetzt offiziell 58 Todesopfer rechter Gewalt. Tagesspiegel, 20. Februar 2012
  13. Christian Tretbar: Weit mehr Opfer rechter Gewalt als bisher vermutet. Tagesspiegel, 4. Dezember 2013
  14. Thomas Hummitzsch: Rechtsextremismus: 746 Tötungsdelikte werden auf rechtes Tatmotiv untersucht. BpB, 16. Januar 2014; Staat prüft 746 Tötungsdelikte auf rechtsextreme Motive. Rheinische Post, 5. Dezember 2013; Anhaltspunkte für „rechte Tatmotivation“: 746 Tötungsdelikte werden überprüft. N-tv, 4. Dezember 2013
  15. Frank Jansen: Hassverbrechen: Thüringen will Fälle rechter Gewalt prüfen. Tagesspiegel, 21. Mai 2018
  16. Christoph Kopke, Gebhard Schultz: Forschungsprojekt „Überprüfung umstrittener Altfälle Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt im Land Brandenburg seit 1990“: Abschlussbericht. Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam, 29. Juni 2015
  17. Dorina Feldmann, Michael Kohlstruck, Max Laube, Gebhard Schultz, Helmut Tausendteufel: Klassifikation politisch rechter Tötungsdelikte – Berlin 1990 bis 2008. Universitätsverlag der TU, Berlin 2018, ISBN 978-3-7983-2965-2, PDF S. 230–233
  18. Frank Jansen: Hassverbrechen: Polizei erhöht Zahl der Opfer rechter Gewalt. Tagesspiegel, 6. Mai 2018
  19. Bundesregierung korrigiert Opferzahl rechter Gewalt nach oben. Zeit Online, 27. Juli 2015
  20. Frank Jansen: Mehr Tote durch rechte Gewalt seit 1990 als bekannt. Tagesspiegel, 18. Juni 2018
  21. Todesopfer rechter Gewalt: „Fälle in NRW überprüfen“. WDR, 11. März 2019
  22. Heike Kleffner, Matthias Meisner: Todesopfer rechter Gewalt: „Es wird geleugnet, getrickst und verharmlost“. Tagesspiegel, 9. November 2018
  23. Von Nazis getötet. Zeit, 8. Mai 2008
  24. Frank Jansen: „Das darf nicht der Preis der Wiedervereinigung sein“. Zeit, 17. September 2010; Toralf Staud, Frank Jansen, Heike Kleffner, Johannes Radke: Rechte Gewalt: Gefährliche Ignoranz. Zeit, 30. September 2020
  25. Frank Jansen, Johannes Radke, Heike Kleffner, Toralf Staud: Tödlicher Hass: 149 Todesopfer rechter Gewalt. Tagesspiegel, 31. Mai 2012
  26. Frank Jansen, Heike Kleffner, Johannes Radke, Toralf Staud: Dokumentation: 156 Schicksale. Zeit, 16. September 2010, aktualisiert am 30. Juni 2015
  27. a b c d e f g h Interaktive Grafik: Todesopfer rechter Gewalt. Tagesspiegel, 29. September 2020
  28. Andreas Speit: Rechtsextreme Gewalt in Deutschland. BpB, 2. Februar 2021
  29. Anna Brausam: Todesopfer rechter Gewalt seit 1990. AAS / Stern, 14. Januar 2021
  30. Thomas Billstein: Kein Vergessen - Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945. Münster 2020, S. 22–27
  31. Thomas Billstein: Kein Vergessen - Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945. Münster 2020, S. 326
  32. a b c d e f Ingrid Müller-Münch: Tödliche Polizeigewalt gegenüber Sinti und Roma 1945 bis 1980. Eine journalistische Recherche im Auftrag der „Unabhängigen Kommission Antiziganismus“, November 2019 bis April 2020.
  33. Todesfälle in Gewahrsam Deathincustody,info, Stand 15. März 2022
  34. Thomas Billstein: Kein Vergessen - Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945. Münster 2020, S. 28
  35. Thomas Billstein: Kein Vergessen - Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945. Münster 2020, S. 320 f.
  36. Namen ohne Einzelnachweis haben einen Wikipedia-Personenartikel oder sind bei Thomas Billstein dokumentiert (Kein Vergessen S. 28–325 und S. 337–344). Sonst stehen jeweils Einzelnachweise hinter dem Namen.
  37. Geschichtswerkstatt: Wider die rechte Gesinnung. Merkur.de, 14. November 2017; Hans Elas: Ostermeier Andreas. Geschichtswerkstatt Dorfen, 18. März 2020
  38. Schüsse am Sonntag. Spiegel, 26. November 1972
  39. Chronik obdachloser Opfer. In: Berberinfo. Blog für Straße & Leben. Abgerufen am 6. Januar 2022.
  40. Norbert Madloch: Nazis in Ostdeutschland vor und nach der Wende. In: Friedrich Burschel, Uwe Schubert, Gerd Wiegel (Hrsg.): Der Sommer ist vorbei… Vom „Aufstand der Anständigen“ zur „Extremismus-Klausel“: Beiträge zu 13 Jahren „Bundesprogramme gegen Rechts“. edition assemblage, Münster 2013, ISBN 978-3-942885-61-4, S. 147; Die Initiative »Blinde Flecken Erfurt«. Radio Lotte, 20. Juli 2020
  41. Heike Kleffner: Rechte Gewalt in Deutschland: Sie dachte noch, er wäre gerettet. Zeit, 4. Oktober 2020
  42. a b Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke und der Gruppe der PDS/Linke Liste: Rechtsextrem und fremdenfeindlich motivierte Tötungsdelikte. Drucksache 12/4442, 1. März 1993
  43. Welcome to Neonazi-Terrortown: Schwedt. Antifa-Infoblatt 23 / 16. August 1993
  44. 60 Jahre Grundgesetz - nicht immer ein Grundzum Jubeln: Chronik rassistischer Übergriffe. Pforzheimer Rundschau, 23. Mai 2009
  45. Abwertung und Gewalt gegen „Asoziale“. In: Niemand ist vergessen! 18. Mai 2010, abgerufen am 6. Januar 2022.
  46. 14 Jahre für Mord. taz, 12. August 1993
  47. a b Hinter den Kulissen. Faschistische Aktivitäten in Brandenburg – Update ’99. Antifaschistisches AutorInnenkollektiv, PDF S. 14
  48. Barnimer Antifa Recherche: Dokumentation und Analyse von Nazi-Aktivitäten im Landkreis Barnim 1990–2011. PDF S. 7
  49. a b c d Frank Jansen, Heike Kleffner, Johannes Radke, Toralf Staud: Todesopfer rechter Gewalt: Erstochen, erschlagen, verbrannt. Zeit, 28. September 2018, aktualisiert 1. Oktober 2020
  50. Morde: Mario L. Projekt „Die verschwiegenen Toten“ Leipzig
  51. Enttäuschung, Wut und Trauer - ein Dorf unter Schock. Berliner Morgenpost, 20. November 2002; Inforiot – Alternative Termine und News für Brandenburg: Dem rechten Konsens entgegentreten. Junge Welt, 27. November 2002 (kostenpflichtig)
  52. Mord nach Gewaltspiel: Ich wollte sehen, was ich draufhabe. Spiegel Online, 7. Dezember 2006
  53. Überfälle in Ostdeutschland. Rechtsextreme attackieren Jugendliche. Spiegel Online, 19. Juli 2007; Blankenburg. Jugendliche erschlagen Obdachlosen im Harz. Mitteldeutsche Zeitung, 19. Juli 2007
  54. a b Franziska Schestak-Haase, Matthias Adorf: Tödliche Kontinuität(en) – rechte Gewalt und sekundäre Viktimisierung durch Justiz, Polizei und Öffentlichkeit im Kontext rechter Todesfälle in Thüringen seit 1990. In: Wissen schafft Demokratie: Schriftenreihe des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft 07, Jena 2020
  55. Johanna Hemkentokrax: Mordprozess von Altenburg: Opferberatung Ezra sieht rechtes Tatmotiv. MDR, 2. April 2021
  56. a b c d Bundesinnenministerium: Tötungsdelikt von Senzig wird auch als antisemitische Straftat eingestuft. rbb, 18. Februar 2022
  57. Namensliste bei Thomas Billstein, Kein Vergessen, Münster 2020, S. 337–344; zusätzliche Namen sind jeweils einzeln in obiger Chronik belegt.
  58. Thomas Billstein: Kein Vergessen, Münster 2020, S. 8
  59. Todesopfer rechter Gewalt seit 1990: Ausstellung. Opferperspektive e.V., 2020
  60. Dachau: Gegen Rechtsextremismus. Versöhnungskirche gedenkt der Opfer von Neonazis. SZ, 8. April 2016
  61. Timo Büchner: Rezension „Ausklammern, ignorieren, kleinreden und verschweigen“. Belltower News, 4. Dezember 2020
  62. Aladin El-Mafaalani: Wozu Rassismus? Von der Erfindung der Menschenrassen bis zum rassismuskritischen Widerstand. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2021, ISBN 3-462-00223-6, S. 100f.
  63. Agnes Bührig: „Say Their Names“: Schauspieler erinnern an Opfer rechter Gewalt. NDR, 1. Februar 2021
  64. Luise Glaser-Lotz: Attentat von Hanau: Digitales Denkmal gegen das Vergessen. FAZ, 19. Februar 2021