Todtenweis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Todtenweis
Todtenweis
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Todtenweis hervorgehoben

Koordinaten: 48° 31′ N, 10° 56′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Aichach-Friedberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Aindling
Höhe: 448 m ü. NHN
Fläche: 20,25 km2
Einwohner: 1420 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86447
Vorwahl: 08237
Kfz-Kennzeichen: AIC, FDB
Gemeindeschlüssel: 09 7 71 169
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St.-Afra-Straße 18
86447 Todtenweis
Website: www.todtenweis.de
Erster Bürgermeister: Konrad Carl (CSU/Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Todtenweis im Landkreis Aichach-Friedberg
Baar (Schwaben)PöttmesTodtenweisAindlingPetersdorf (Schwaben)InchenhofenKühbachSchiltbergSielenbachAdelzhausenEurasburg (Schwaben)Ried (bei Mering)MeringMerchingSchmiechenSteindorf (Schwaben)KissingObergriesbachHollenbachRehlingAffingAichachFriedberg (Bayern)DasingAugsburgLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis DachauLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Donau-RiesLandkreis AugsburgLandkreis Landsberg am LechLandkreis Donau-RiesLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild
Todtenweis (vorne) und Aindling

Todtenweis ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Aindling. Der gleichnamige Hauptortliegt im rechten Lechrain, etwa 20 Kilometer nordöstlich von Augsburg und ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat drei amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Siedlungsstelle mit Ziegelbrennofen wird in die Römerzeit datiert.[3] Damals befand sich das heutige Gemeindegebiet im Gebiet der römischen Provinz Raetien. Die Gründung des Ortes um das Jahr 650 geht auf den Bajuwaren Tato zurück. Urkundlich erwähnt wurde Todtenweis am 26. Juni 1033 in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Konrad II. Todtenweis gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Aichach des Kurfürstentums Bayern. Mit Inkrafttreten der Gebietsreform in Bayern kam die ursprünglich oberbayerische Gemeinde am 1. Juli 1972 zum Regierungsbezirk Schwaben.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2019 wuchs die Gemeinde von 1.222 auf 1.420 um 198 Einwohner bzw. um 16,2 %.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrei Sankt Ulrich und Afra in Todtenweis gehört zur Pfarreiengemeinschaft Aindling im Dekanat Aichach-Friedberg im Bistum Augsburg. Zur Pfarrei gehören außerdem die Ortschaften Bach und Sand. 2013 zählte die Pfarrei ca. 1081 Katholiken.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Riß wurde 2008 zum Nachfolger von Josef Kodmeir gewählt. Riß verstarb am 3. September 2013 im Alter von 59 Jahren.
Seit 2014 ist Konrad Carl Erster Bürgermeister; dieser wurde am 15. März 2020 mit 64,8 % der Stimmen für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und zwölf Gemeinderäten zusammen. Die Gemeinderatswahl am 16. März 2014 führte zu folgendem Ergebnis:

Parteien
Anteil Sitze
CSU/Freie Wähler, Bürgerwille 2002 99,3 % 12
Wahlbeteiligung 61,9 %

Bei der Gemeinderatswahl am 15. März 2020 wurden zwei Wahlvorschläge eingereicht. Es entfielen auf

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Todtenweis COA.svg
Blasonierung: „In Silber eine eingeschweifte blaue Spitze, darin eine goldene Königskrone, vorne ein blaues Ulrichskreuz, hinten ein schwebendes, schwarzes Kreuz, dessen Längsbalken links unten mit einem kurzen Balken besteckt ist.“[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Todtenweis liegt an der Abzweigung der Kreisstraße AIC8 nach Aindling – Aichach von der Staatsstraße St2381 nach Augsburg bzw. Thierhaupten.

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Linienverlauf Verkehrsunternehmen
AST227 Anruf-Sammel-Taxi Rehling – Todtenweis – Aindling – Aichach Taxi Schmaus (im Auftrag der DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB))
227 Rehling – Todtenweis – Aindling – Aichach DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
305 Aindling – Todtenweis – Rehling – Augsburg Hbf. DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
306 Aindling – Todtenweis – Gersthofen – Augsburg Nord DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
314 Aindling – Todtenweis – Reling – Mühlhausen DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
315 Todtenweis-Bach – Edenhausen – Aindling DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
395 Nachtbus Augsburg Hbf. – Rehling – Todtenweis – Aindling (verkehrt nur zu bestimmten Anlässen nach Vorankündigung) DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Ulrich und Afra

Das Ortsbild von Todtenweis wird bestimmt von der barocken Pfarrkirche St. Ulrich und Afra, die in den Jahren 1737/38 erbaut wurde.

Nordwestlich des Ortes haben sich die weitläufigen Erdwerke einer mutmaßlichen größeren Ungarnschutzburg erhalten (Pfarrerschanze, Römerschanze).

Über dem Ortsteil Sand auf dem Lechrain sind noch die Erdwälle der früh- bis hochmittelalterlichen Wehranlage Burgstall Sand zu sehen, südwestlich des Ortsteiles Bach befinden sich Reste der ungefähr zur gleichen Zeit entstandenen Wehranlage des Burgstalles Bach.

Westlich von Todtenweis-Sand befinden sich die Sander Seen und der Aindlinger Baggersee.

Seit 2013 befindet sich im denkmalgeschützten "Gruin-Haus" ein Heimatmuseum.[5]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Todtenweis – Vom Königshof und Klosterdorf zur modernen Gemeinde. Todtenweis 2008. (Umfangreiche Ortschronik)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Todtenweis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Todtenweis in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 23. August 2019.
  3. Ulrich Brandl und Emmi Federhofer: Ton + Technik. Römische Ziegel. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2403-0 (Schriften des Limesmuseums Aalen. Nr. 61)
  4. Eintrag zum Wappen von Todtenweis in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  5. siehe Todtenweis bekommt sein eigenes Museum, Meldung der Augsburger Allgemeinen, Juni 2013, abgerufen 15. März 2020
  6. Biografie Josef Riß