Todtenweis

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Todtenweis
Todtenweis
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Todtenweis hervorgehoben
Koordinaten: 48° 31′ N, 10° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Aichach-Friedberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Aindling
Höhe: 448 m ü. NHN
Fläche: 20,25 km2
Einwohner: 1389 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86447
Vorwahl: 08237
Kfz-Kennzeichen: AIC, FDB
Gemeindeschlüssel: 09 7 71 169
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St.-Afra-Straße 18
86447 Todtenweis
Website: www.todtenweis.de
Bürgermeister: Konrad Carl (CSU/Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Todtenweis im Landkreis Aichach-Friedberg
Baar (Schwaben)PöttmesTodtenweisAindlingPetersdorf (Schwaben)InchenhofenKühbachSchiltbergSielenbachAdelzhausenEurasburg (Schwaben)Ried (bei Mering)MeringMerchingSchmiechenSteindorf (Schwaben)KissingObergriesbachHollenbachRehlingAffingAichachFriedberg (Bayern)DasingAugsburgLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis DachauLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Donau-RiesLandkreis AugsburgLandkreis Landsberg am LechLandkreis Donau-RiesLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild
Todtenweis (vorne) und Aindling

Todtenweis ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Aindling. Der Ort liegt im rechten Lechrain, etwa 20 Kilometer nordöstlich von Augsburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat drei Gemeindeteile: Bach, Sand und Todtenweis.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Siedlungsstelle mit Ziegelbrennofen wird in die Römerzeit datiert.[3] Damals befand sich das heutige Gemeindegebiet im Gebiet der römischen Provinz Raetien. Die Gründung des Ortes um das Jahr 650 geht auf den Bajuwaren Tato zurück. Urkundlich erwähnt wurde Todtenweis am 26. Juni 1033 in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Konrad II. Todtenweis gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Aichach des Kurfürstentums Bayern. Mit Inkrafttreten der Gebietsreform in Bayern kam die ursprünglich oberbayerische Gemeinde am 1. Juli 1972 zum Regierungsbezirk Schwaben.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrei Sankt Ulrich und Afra in Todtenweis gehört zur Pfarreiengemeinschaft Aindling im Dekanat Aichach-Friedberg im Bistum Augsburg. Zur Pfarrei gehören außerdem die Ortschaften Bach und Sand. 2013 zählte die Pfarrei ca. 1081 Katholiken.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Riß wurde 2008 zum Nachfolger von Josef Kodmeir gewählt. Riß verstarb am 3. September 2013 im Alter von 59 Jahren.
Seit 2014 ist Konrad Carl Bürgermeister von Todtenweis.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und zwölf Gemeinderäten zusammen.

Parteien 2008
Anteil Sitze
CSU-Freie Wähler Todtenweis  % 7
Bürgerwille 2002 Todtenweis  % 5

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber eine eingeschweifte blaue Spitze, darin eine goldene Königskrone, vorne ein blaues Ulrichskreuz, hinten ein schwebendes, schwarzes Kreuz, dessen Längsbalken links unten mit einem kurzen Balken besteckt ist.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Todtenweis liegt an der Abzweigung der Kreisstraße AIC8 nach Aindling - Aichach von der Staatsstraße St2381 nach Augsburg bzw. Thierhaupten.

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Linienverlauf Verkehrsunternehmen
AST227 Anruf-Sammel-Taxi Rehling - Todtenweis - Aindling - Aichach Taxi Schmaus (im Auftrag der DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB))
227 Rehling - Todtenweis - Aindling - Aichach DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
305 Aindling - Todtenweis - Rehling - Augsburg Hbf. DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
306 Aindling - Todtenweis - Gersthofen - Augsburg Nord DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
314 Aindling - Todtenweis - Reling - Mühlhausen DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
315 Todtenweis-Bach - Edenhausen - Aindling DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
395 Nachtbus Augsburg Hbf. - Rehling - Todtenweis - Aindling (verkehrt nur zu bestimmten Anlässen nach Vorankündigung) DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Ulrich und Afra

Das Ortsbild von Todtenweis wird bestimmt von der barocken Pfarrkirche St. Ulrich und Afra, die in den Jahren 1737/38 erbaut wurde.

Nordwestlich des Ortes haben sich die weitläufigen Erdwerke einer mutmaßlichen größeren Ungarnschutzburg erhalten (Pfarrerschanze, Römerschanze).

Über dem Ortsteil Sand auf dem Lechrain sind noch die Erdwälle der früh- bis hochmittelalterlichen Wehranlage Burgstall Sand zu sehen, südwestlich des Ortsteiles Bach befinden sich Reste der ungefähr zur gleichen Zeit entstandenen Wehranlage des Burgstalles Bach.

Westlich von Todtenweis-Sand befinden sich die Sander Seen und der Aindlinger Baggersee.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Riß (1883–1958), Bürgermeister 1912–1917, 1919–1933 (für die Bayerische Volkspartei) und 1945–1948 (CSU), Landtagsabgeordneter 1946–1950.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Todtenweis – Vom Königshof und Klosterdorf zur modernen Gemeinde. Todtenweis 2008. (Umfangreiche Ortschronik)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Todtenweis in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 22. November 2017
  3. Ulrich Brandl und Emmi Federhofer: Ton + Technik. Römische Ziegel. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2403-0 (Schriften des Limesmuseums Aalen. Nr. 61)
  4. Biografie Josef Riß

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Todtenweis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien