Toilettenstuhl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Feststehender Toilettenstuhl aus Holz
Dusch- und Toilettenrollstuhl aus Metall und Kunststoff

Der Toilettenstuhl wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts, als sich in der Regel die Toiletten noch außerhalb der Wohnung oder gar des Hauses befanden, dazu benutzt, den Stuhlgang oder das Urinieren in den eigenen vier Wänden zu verrichten. Zu dieser Zeit bestand der Toilettenstuhl in der Regel aus einem geschlossenen Kasten oder einem Schrank mit einer Öffnung an der oberen Fläche. Verschlossen wurde diese Öffnung durch einen Klappdeckel. Der Stuhl enthielt einen Zinn- oder Steingut-Topf, welcher die Fäkalien auffing. Manche Toilettenstühle konnten auch als Nachttisch verwendet werden.

Heutzutage werden Toilettenstühle häufig bei der Pflege älterer Menschen gebraucht. Besonders Menschen mit einer Gehbehinderung profitieren hiervon. Toilettenstühle sind von den Pflegekassen als Pflegehilfsmittel anerkannt und im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung gelistet. Es gibt auch Toilettenrollstühle, die als Duschrollstuhl dienen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • John Gloag: close stool, close stool chair, in: A Short Dictionary of Furniture. Überarb. Neuaufl. 1969
  • Stephan Kohl (Red.): Das stille Örtchen. Tabu und Reinlichkeit bey Hofe. Begleitband zur Wanderausstellung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Deutscher Kunstverlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-422-02285-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Close stools – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien