Tokyo Express

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Slot des Tokyo Express

Tokyo Express war die US-Bezeichnung der während des Pazifikkriegs fahrenden japanischen Truppengeleitzüge nach Guadalcanal, die von den Japanern Nezumi Yusō (鼠輸送, dt. „Mäusetransport“) genannt wurden. Bevorzugte Fahrroute für diese, meist aus schnellen Zerstörern bestehenden Flotten, war der sogenannte Slot — die seichte See zwischen Bougainville, Santa Isabel und der Insel Savo. Die Fahrten fanden nachts statt, um möglichst unentdeckt zu bleiben. Verantwortlicher auf japanischer Seite war Konteradmiral Tanaka Raizō.

Mit dem ersten Tokyo Express landeten am 21. August 1942 japanische Nachschubsoldaten auf Guadalcanal. Daraus entwickelte sich die Schlacht am Tenaru.

Ein weiterer Zwischenfall, bei dem acht japanische Zerstörer von fünf amerikanischen Kreuzern und sechs Zerstörern abgefangen wurden, führte zur Schlacht bei Tassafaronga am 30. November 1942. Auch die Schlacht im Kula-Golf ging auf das Zusammentreffen von amerikanischen Marineeinheiten mit Schiffen des Tokyo Express am 6. Juli 1943 zurück. Kurz darauf lieferten sich gegnerische Schiffe am 13. Juli die Schlacht bei Kolombangara.

Am 25. November 1943 fuhr der offiziell letzte Tokyo Express, bestehend aus fünf Zerstörern, davon drei mit Truppeneinheiten beladen, nach Rabaul. Er wurde von amerikanischen Zerstörern erwartet, und während der Schlacht bei Kap St. George gelang die Versenkung dreier japanischer Schiffe.

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