Tokyo Mew Mew

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Tokyo Mew Mew
Originaltitel 東京ミュウミュウ
Transkription Tōkyō Myū Myū
Tokyo Mew Mew logo.gif
Genre Comedy, Magical Girl, Science Fiction
Manga
Land JapanJapan Japan
Autor Reiko Yoshida
Zeichner Mia Ikumi
Verlag Kodansha
Magazin Nakayoshi
Erstpublikation September 2000 – Februar 2003
Ausgaben 7
Fernsehserie
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Jahr 2002
Länge 25 Minuten
Episoden 52
Produktion Akifumi Takayanagi, Hideyuki Kachi, Ken Hagino, Masato Sekitani, Noboru Yamada
Musik Takayuki Negishi
Erstausstrahlung 6. April 2002 – 29. März 2003 auf TV Aichi, TV Tokyo
Synchronisation

Tokyo Mew Mew (jap. 東京ミュウミュウ, Tōkyō Myū Myū) ist ein Manga des japanischen Autoren Reiko Yoshida und der Mangaka Mia Ikumi, der ab 2000 erschien. Der Manga wurde auch als Animeserie verfilmt und für zwei Spiele adaptiert.

Das Werk ist dem Magical Girl-Genre zuzuordnen, sowie der Comedy und Science-Fiction.

Handlung[Bearbeiten]

Tokyo Mew Mew[Bearbeiten]

Bei einem Date mit ihrem Schwarm Masaya Aoyama (青山 雅也) wird die Mittelschülerin Ichigo Momomiya (桃宮 いちご; Ichigo = „Erdbeere“) in ein verunglücktes Experiment verwickelt. Ihre Gene werden mit denen der Iriomote-Katze vermischt. Als beide bald darauf von einer mutierten Ratte angegriffen werden, verwandelt sich Ichigo in Mew Ichigo, mit Katzenfähigkeiten, -ohren und -schwanz. Als diese kann sie die Ratte besiegen und der mysteriöse Ryo Shirogane erklärt ihr, dass sie nun als biologische Waffe gegen außerirdische Angreifer eingesetzt werden soll. Damit dies jedoch geheim bleibt, arbeitet sie von nun an im Café Mew Mew, das auch als Basis dient. Auch ihr Freund darf davon nichts erfahren. Bald finden sich fünf Mädchen zusammen, deren Gene mit denen von ausgestorbenen oder bedrohten Tierarten gemischt wurden und die nun gegen vom Außerirdischen Kisshu mutierte Tiere, Chimären, kämpfen sollen. Diese Fünf sind neben Ichigo: Minto Aizawa (Saphir Lori; Minto = Minze) (藍沢 みんと, Aizawa Minto), Lettuce Retasu Midorigawa (Indischer Schweinswal) (碧川 れたす, Midorigawa Retasu; Retasu = Salat), Purin Fuong genannt Pudding (Goldenes Löwenäffchen) (黄 歩鈴; Purin = „Pudding“) und Zakuro Fujiwara (Grauwolf) (藤原 ざくろ; Zakuro = „Granatapfel“).

So können sie den Außerirdischen mehrere Niederlagen beibringen, doch gerät Ichigo immer wieder in schwierige Situationen, wenn sie ihre Verwandlung im Alltag nicht unter Kontrolle hat, besonders in Gegenwart Masayas. Schließlich stellt sich heraus, dass auch Ryo Shirogane die Fähigkeit hat, sich in ein Tier zu verwandeln, und so in Form einer Katze immer wieder Ichigo hilft. Doch auch Kisshu kommt seinem Ziel, den legendären Deep Blue zu erwecken, näher. Dieser lebt in Masaya und beginnt zu erwachen, Masaya kann ihn immer weniger kontrollieren.

Tokyo Mew Mew a la Mode[Bearbeiten]

Ryo will ein neues Mew-Projekt starten, weil Ichigo mit Aoyama nach England verreist ist und die anderen Mitglieder von Tokyo Mew Mew keine Anführerin mehr haben. Nachdem die 12-jährige Berry Shirayuki (白雪 ベリー, Shirayuki Berī; Berī = beere) unerwartet das Café Mew Mew betritt und sich, weil Ryos neues Experiment plötzlich unverhofft anspringt, in eine Mew Mew verwandelt, wird sie bald die neue Anführerin der Mew Mews. Berry trägt die Gene des Amami-Kaninchen und der Pampaskatze in sich, wodurch sie sie die Eigenschaften dieser beiden Tiere übernimmt: Sie kann ungewöhnlich hoch springen, hört selbst die Schritte ihrer Mitschüler und hat ständig Heißhunger auf Möhren. Mit den anderen Mew Mew's muss sie gegen die übrig gebliebenen Chimären kämpfen und sich außerdem den Saint Rose Crusaders stellen, welche Tokyo erobern wollen. Auch Ichigo kehrt wieder zurück. Später muss Berry feststellen, dass sie für ihren Sandkastenfreund Tasuku Meguro mehr als nur Freundschaft empfindet.

Konzeption[Bearbeiten]

Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Beziehung zwischen Ichigo und ihrer ersten Liebe Masaya und der Kampf gegen die Zerstörung der Natur durch einen undefinierten Feind. Dabei haben die Kämpferinnen alle Eigenschaften ausgestorbener oder bedrohter Tierarten erhalten, was insbesondere den ernsten Hintergrund des Themas hervorhebt.[1]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Manga[Bearbeiten]

Tokyo Mew Mew erschien ab September 2000 im japanischen Manga-Magazin Nakayoshi beim Kodansha-Verlag und wurde dort im Februar 2003 abgeschlossen. Die Serie wurde auch in sieben Taschenbücher verlegt. Noch November 2003 begann die Nachfolgeserie Tokyo Mew Mew a la Mode, die bis April 2004 lief und zwei Bände erreichte.

Der Manga erschien auf Englisch bei Tokyopop und auf Französisch bei Pika Édition. Er wurde unter anderem auch in Dänemark, Schweden, Polen und Finnland veröffentlicht.

In deutscher Sprache erschien die Serie vollständig beim Carlsen Verlag. 2005 erschien auch Tokyo Mew Mew a la Mode.

Anime[Bearbeiten]

Das Studio Pierrot produzierte zum Manga eine 52-teilige Anime-Fernsehserie, bei der Noriyuki Abe Regie führte. Das Charakterdesign wurde entworfen von Mari Kitayama und die künstlerische Leitung hatte Shigenori Takada inne. Die Serie wurde vom 6. April 2002 bis zum 29. März 2003 auf den japanischen Fernsehsendern TV Aichi und TV Tokyo ausgestrahlt.

In Nordamerika wurde der Anime von 4Kids Entertainment in Mew Mew Power umbenannt veröffentlicht. Es erfolgten Fernsehausstrahlungen in Australien, Nordamerika, Südkorea, Frankreich, Lateinamerika, Ungarn, Italien und Portugal.

Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle japanischer Sprecher (Seiyū)
Ichigo Momomiya Saki Nakajima
Purin Fuong Hisayo Mochizuki
Zakuro Fujiwara Junko Noda
Lettuce Midorigawa Kumi Sakuma
Minto Aizawa Yumi Kakazu

Musik[Bearbeiten]

Die Musik der Serie wurde komponiert von Takayuki Negishi. Der Vorspanntitel My Sweet Heart wurde gesungen von Rika Komatsu, der zweite Vorspann, Team up, stammt von Bree Sharp. Das Abspannlied Koi wa À la Mode wurde gesungen von den Synchronsprechern der Hauptcharaktere, Saki Nakajima, Yumi Kakazu, Kumi Sakuma, Hisayo Mochizuki und Junko Noda.

Videospiele[Bearbeiten]

Bei Takara erschien im Juli 2002 das Puzzle-Adventure-Spiel Hamepane Tōkyō Myū Myū (はめパネ 東京ミュウミュウ) für die Konsole Game Boy Advance. Im Dezember 2002 folgte das Rollenspiel Tōkyō Myū Myū – Tōjō Shin Myū Myū! – Minna Issho ni Gohōshi Suru Nyan (東京ミュウミュウ 登場 新ミュウミュウ! みんないっしょにご奉仕するにゃん) für die PlayStation.

Musikveröffentlichungen[Bearbeiten]

Bei King Records erschienen in Japan mehrere CDs mit Musik aus der Serie und Charactersongs. Bei NEC erschien 2002 bis 2003 der komplette Soundtrack auf vier CDs.

Rezeption[Bearbeiten]

Laut Splashcomics bietet der Manga im Vergleich zu anderen Magical-Girl-Reihen wie Sailor Moon oder Wedding Peach kaum neue Ideen, auch seien die im Kampf aufgesagten Sprüche auf Dauer nervig. Positiv hervorgehoben wird aber, dass der Umweltschutz thematisiert wird und die genretypischen niedlichen Charaktere und die Romantik gut umgesetzt wurden. Der Zeichenstil sei einfach und wenig detailliert.[1] Da die Handlung geradlinig und harmlos sei, wird die Reihe besonders für junge Leserinnen empfohlen, die das Genre mögen.[2] Für ältere Leser sei der Manga eher nichts..[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Rezension bei Splashcomics zu Band 2, von Irene Salzmann
  2. Rezension bei Splashcomics zu Band 5, von Irene Salzmann
  3. Rezension bei Splashcomics zu Band 6, von Irene Salzmann

Weblinks[Bearbeiten]