Die Tokioter Prozesse

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Seriendaten
Deutscher Titel Die Tokioter Prozesse
Originaltitel Tokyo Trial
Produktionsland Japan, Kanada, Niederlande
Originalsprache Englisch
Jahr 2016
Produktions-
unternehmen
NHK
Don Carmody Television
FATT Productions
Länge 45 Minuten
Episoden 4 in 1 Staffel
Genre Drama,
Historie
Produktion Rob W. King,
Pieter Verhoeff
Idee Rob W. King,
Max Mannix,
Kees van Jeijnum
Musik Robert Carli
Erstausstrahlung 12. Dezember 2016 (Japan) auf NHK
13. Dezember 2016 (weltweit) auf Netflix
Besetzung

Die Tokioter Prozesse (engl. Tokyo Trial) ist eine vierteilige Miniserie der japanischen, öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt NHK, mit dem kanadischen Produktionsunternehmen Don Carmody Television und der niederländischen FATT Productions.[1][2] Sie stellt die Geschehnisse rund um die Tokioter Prozesse aus Sicht der beteiligten Richter dar. Die Erstausstrahlung in Japan fand am 12. Dezember 2016 auf NHK, während Netflix die Serie außerhalb Japans am 13. Dezember 2016 streamte.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kapitulation Japans bestimmen 1946 die Siegermächte das Tokioter Tribunal, um über die japanischen Kriegsverbrecher zu richten. Der australischen Richter William Webb wird vom alliierten Oberbefehlshaber in Japan, General MacArthur, zum Vorsitzenden des Tribunals ernannt. Ihm zur Seite werden acht Richter aus befreundeten Staaten zur Seite gestellt: Myron C. Cramer (Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten), van Michyevich Zaryanov (Sowjetunion), William Donald Patrick (Vereinigtes Königreich), Henri Bernard (Frankreich), Bernard V. A. Röling (Niederlande), Mei Ru'ao (Republik China), Harvey Northcroft (Neuseeland) und Edward Stuart McDougall (Kanada). Kurze Zeit später stoßen noch die Richter Radhabinod Pal (Indien) und Delfin Jaranilla (Philippinen) dazu. Bei ihrem ersten Zusammentreffen geloben sie, der Welt einen fairen Prozess zu präsentieren und nach geltendem Recht (Völkerrecht) zu urteilen.

Obwohl sich die meisten Richter in den meisten Anklagepunkten und der Tatsache der japanischen Kriegsverbrechen einig sind wächst bei einigen der Zweifel an der Rechtmäßigkeit der angewendeten Gesetze. Waren die für die Verurteilung der japanischen Kriegsverbrecher anzuwendenden Gesetze zur Tatzeit aktiv – oder handelt es sich um Siegerjustiz? Speziell Röling und Pal möchten den für die Geschichte wichtigen Prozess auf eine juristische glaubhafte und nachvollziehbare Ebene hieven. Doch die anderen Richter wollen ein schnelles Ende des Prozesses mit vergleichbaren Resultaten wie bei den Nürnberger Prozessen im Nachkriegsdeutschland. Es kommt zu Spannungen zwischen den Richterkollegen, die sich über die zweieinhalbjährige Gerichtsverhandlung ziehen. Bei der Urteilsverkündung werden sieben der 28 Angeklagten zum Tode verurteilt.

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rollenname Schauspieler/in
Myron C. Cramer Tim Ahern
Henri Bernard Serge Hazanavicius
B. V. A. Röling Marcel Hensema
President Sir William Webb Jonathan Hyde
General Douglas MacArthur Michael Ironside
Radhabinod Pal Irrfan Khan
E. Stuart McDougall Stephen McHattie
Mei Ru'ao David Tse
Erima H. Northcroft Julian Wadham
Colonel Delfin Jaranillo Bert Matias
Eta Harich-Schneider Hadewych Minis
Russische Übersetzerin Gabija Jaraminaite
General I.M. Zaryanov Kestutis Stasys Jakstas
W. D. Patrick Paul Freeman
Erzähler Stacy Keach
General Willink Porgy Franssen
Quentin Baxter Jules Knight

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Miniserie wird durch historische Schwarzweiß-Aufnahmen ergänzt, die die Schauspieler, ebenfalls in Schwarzweiß, integriert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Netflix, Japan’s NHK Partner on Historical Drama ‘Trial’. variety.com, abgerufen am 22. Januar 2017 (englisch).
  2. Yukinori Kida: NHK Corporate Info. NHK Special “Drama Tokyo Saiban – Hito wa Senso wo Sabakeru ka (Mini-Series Drama: The Tokyo Trial – Can People Judge War?)”. In: NHK Online. November 2016, abgerufen am 31. März 2017 (englisch).