Tollkühne Flieger

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Film
Deutscher TitelTollkühne Flieger
OriginaltitelThe Great Waldo Pepper
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1975
Länge 107 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie George Roy Hill
Drehbuch William Goldman,
George Roy Hill (Geschichte)
Produktion George Roy Hill,
Robert Crawford Jr.
Musik Henry Mancini
Kamera Robert Surtees
Schnitt William H. Reynolds
Besetzung
Synchronisation
Robert Redford am Set

Tollkühne Flieger (Originaltitel: The Great Waldo Pepper) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1975.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldo Pepper ist ein Stunt-Pilot, der gerne mit erfundenen Geschichten über Luftkämpfe im Ersten Weltkrieg angibt, den er nur als Fluglehrer erlebt hat. Er tingelt 1926 mit einer Curtiss JN-4 „Jenny“ durch Nebraska im mittleren Westen der Vereinigten Staaten und trifft dabei auf den Konkurrenten Axel Olsson, der durch Waldos Sabotage zu einer Bruchlandung im Dorfteich gezwungen wird. Durch Vermittlung von Mary Beth werden sie Freunde und nach einem missglückten Stunt, der für Waldo beinahe tödlich endet, arbeiten sie gemeinsam für den Flugzirkus von Doc Dillhoefer. Mary kommt bei einem Wingwalk ums Leben, worauf Waldo seine Pilotenlizenz verliert.

Pepper taucht in Hollywood als Stuntpilot unter neuem Namen unter, um weiter fliegen zu können. Dort trifft er während der Dreharbeiten zu einem Film über die Luftkämpfe während des Ersten Weltkriegs auf das abgehalfterte deutsche Fliegerass Ernst Kessler, mit dem er sich in den letzten Minuten des Films einen todernsten Luftkampf in ihren Fokker Dr.I und Sopwith F.1 Camel liefert. Beide beschädigen ihre Flugzeuge so stark, dass eine Landung unmöglich wird und grüßen sich beim letzten Vorbeiflug militärisch – Waldo Pepper entschwindet in den Wolken.[2]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die realen Bruchlandungen wurden optisch modifizierte Tiger-Moth-Doppeldecker verwendet.

Der Film wurde in den texanischen Orten Elgin, Floresville, Kerrville, Lockhart und Seguin gedreht.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Eine zwischen Burleske und Melodram schwankende Huldigung, die in der Verherrlichung der Kampffliegerei nicht ganz problemlos ist. Insgesamt aber eine reizvolle, weil menschlich vertiefte Unterhaltung, technisch aufwendig, mit faszinierenden Flugaufnahmen.“

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film spielte in den Vereinigten Staaten bis heute über 20 Millionen US-Dollar ein und war damit bei etwa 5 Millionen US-Dollar Produktionskosten ein kommerzieller Erfolg.

Die Figur des deutschen Kunstfliegers Ernst Kessler ist eine Anlehnung an Ernst Udet. Udet hatte durch seine Auftritte in den frühen 1930er-Jahren mit seiner Udet U 12 „Flamingo“ das amerikanische Publikum nachhaltig beeindruckt.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch von Lutz Arenz und der Dialogregie von Dietmar Behnke im Auftrag der Berliner Synchron GmbH, Berlin.[5]

Darsteller Synchronsprecher Rolle
Robert Redford Rolf Schult Waldo Pepper
Bo Svenson Horst Niendorf Axel Olsson
Bo Brundin Hellmut Lange Ernst Kessler
Susan Sarandon Gisela Fritsch Mary Beth
Geoffrey Lewis Heinz Petruo Newt
Edward Herrmann Claus Jurichs Ezra Stiles
Margot Kidder Sabine Lorenz Maude

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Tollkühne Flieger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Tollkühne Flieger. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Dezember 2009 (PDF; Prüf­nummer: 47 217 V).
  2. Stefan Bartmann: The Great Waldo Pepper. In: Flugzeug Classic. Nr. 11, 2009, ISSN 1617-0725, S. 66–69.
  3. Tollkühne Flieger. In: Filmdienst. Katholische Filmkommission für Deutschland, abgerufen am 20. Oktober 2018.
  4. Tollkühne Flieger. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 20. Oktober 2018.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  5. Tollkühne Flieger. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 15. Februar 2021.