Tom Clancy’s Splinter Cell: Conviction

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Splinter Cell Conviction
SPConvictionLogo.jpg
Studio KanadaKanada Ubisoft Montreal
FrankreichFrankreich Gameloft(für mobile Plattformen)
Publisher FrankreichFrankreich Ubisoft
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Apple (für mobile Plattformen)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Google(für mobile Plattformen)
Erstveröffent-
lichung
Windows
NordamerikaNordamerika 13. April 2010
EuropaEuropa 15. April 2010
Xbox360
EuropaEuropa 29. April 2010
iOS
WeltWelt 27. Mai 2010
Mac
WeltWelt17. Februar 2011
Plattform Windows, Mac OS X, Xbox 360, iOS, Android und Bada
Spiel-Engine LEAD (Unreal Engine 2.5, mod.)
Genre Stealth-Shooter
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Gamepad, Tastatur und Maus; Touchscreen
Systemvor-
aussetzungen
Medium DVD-ROM; App Store
Sprache Deutsch
Aktuelle Version 1.04 (22. Juni 2010); 1.02 für mobile Plattformen (15. Juli 2010)
Kopierschutz Ubisoft Game Launcher (DRM)
Ubisoft-Account erforderlich.
Internetverbindung zum Starten benötigt.[1]
Altersfreigabe
USK ab 18
PEGI ab 18+ Jahren empfohlen

Tom Clancy´s Splinter Cell: Conviction ist der Titel des fünften Teils der Splinter-Cell-Reihe, das im März 2010 für Konsolen und am 29. April gleichen Jahres für Windows erschien. Als von Gameloft entwickelte Variante für iOS ist es seit 27. Mai 2010 im App Store erhältlich ist.

Wie die Vorgänger ist Conviction ein Stealth-Shooter. Der Spieler übernimmt erneut die Rolle des amerikanischen Agenten Sam Fisher, der den Tod seiner Tochter untersucht.

Conviction ist der erste Titel der Reihe, der eine USK-18-Freigabe erhielt.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Splinter Cell: Conviction ist ein Shooter, bei dem es allerdings weniger auf das bloße Ausschalten von Gegnern ankommt, als vielmehr auf unauffälliges Bewegen. So sind eine Vielzahl von Kämpfen vermeidbar, wenn der Spieler sich geschickt versteckt und sich möglichst lautlos bewegt.[2]

Der Spieler wird in der Rolle des amerikanischen Agenten Sam Fisher im Rahmen der Kampagne in verschiedene Einsatzgebiete entsandt, in denen er bestimmte Einsatzziele zu erledigen hat. Häufige Ziele sind das Äbhören von Gesprächen, das Ausschalten einzelner Personen oder das Sabotieren von Einrichtungen.

Das Spiel beinhaltet einige Änderungen am bisher bekannten Spielprinzip. Ein neu eingeführtes Element ist die Mark & Execute-Funktion, die es dem Spieler erlaubt, mehrere Gegner als solche zu markieren und sie per Klick auszuschalten, ohne jeden einzelnen Gegner mit der Maus anvisieren zu müssen. Weitere Neuerungen sind Verhöre in Echtzeit, die Möglichkeit, Gegenstände in der Umgebung als Waffen oder Ablenkungen zu verwenden. Einige alte, aus den Vorgängern bekannte Elemente, wurden entfernt, so etwa das kombinierte Nacht- und Wärmesichtgerät und der Lichtsensor.[2]

Handlung[Bearbeiten]

Im Coop-Modus spielt man die Agenten Archer (Third Echelon) und Kestrel (Voron). Die Handlung spielt 10 Tage vor den Ereignissen der Solokampagne. Die beiden sollten verloren gegangene EMP Waffen wiederbeschaffen. Am Ende bekommt Archer den Auftrag, Kestrel zu eliminieren. Dieser liest jedoch die Nachricht und es kommt zum Kampf, in dem einer der beiden stirbt. Der überlebende der beiden wird anschließend in einer Sequenz von Andriy Kobin getötet.[2]

In einer unbekannten Anlage wird Victor Coste verhört, der die Handlung erzählt.

Sam Fisher ist nun selbstständig und untersucht den Tod seiner Tochter. Nach einem Hinweis begibt er sich nach Valletta auf Malta, jedoch wird er unerwartet von Anna „Grim“ Grimsdottír kontaktiert. Fisher kooperiert mehr oder weniger mit Grim. Er schaltet eine Gang unter Dimitri Gramkos aus, welchen er verhört. Er erzählt Fisher, dass ein Mann namens Andriy Kobin seine Tochter angefahren hat, und sich gegenwärtig in der Stadt, in einem alten Museum befindet. Fisher geht kurzerhand dorthin und stellt schlussendlich Kobin. Während Kobins Verhör tauchen jedoch mehrere Splinter Cells auf, die Fisher gefangen nehmen. Third Echelon (abgekürzt mit „3E“), Sam Fishers ehemaliger Arbeitgeber, hatte ihm eine Falle gestellt. Fisher wird zu einem Privatflugplatz von „Black Arrow“, einer Privatarmee gebracht. Der neue 3E-Director Tom Reed beauftragt Grim, Fisher zu verhören und verschwinden zu lassen. Grim jedoch erklärt Fisher, dass sie als Maulwurf in 3E für Präsidentin Caldwell arbeitet. Sie ist besorgt weil Reed das Third Echelon benutzt um russische EMP-Technik ins Land zu schmuggeln. Sie lässt Fisher entkommen, der Victor Coste kontaktiert. Die beiden dienten zusammen im Irakkrieg, wo Coste einst Fisher das Leben rettete. Coste und Fisher treffen sich am Washington Monument, wo Sam Informationen über Black Arrow erhält. Kurz darauf muss er fliehen, da 3E-Einheiten den Markt stürmen. Fisher entkommt und sucht eine Laboranlage namens „White Box“ auf. Bei der Infiltration erfährt Fisher, dass ein gewisser Lucius Gaillard das Labor gekauft hat. Black Arrow bringt während Fishers Untersuchung alle Wissenschaftler um oder zwingt sie, an der EMP-Technik zu arbeiten. Colonel Prentiss, Befehlshaber von Black Arrow, entführt außerdem eine Wissenschaftlerin. Fisher zapft in einem Büro der Anlage Daten für Grim ab. Am Schluss tötet er noch Major Robertson von Black Arrow. Mit Hilfe des Secret Service gelangt Fisher zum Lincoln Memorial. Er hört dort ein Gespräch zwischen Lucius Gaillard und Tom Reed ab. Bei dem Gespräch fällt der Name „Megiddo“.

Nach dem Gespräch sucht Fisher Gaillard auf und verhört ihn. Gaillard sagt Sam, dass Megido keine Person ist, sondern ein Name für die Leute ist, welche die Stadt wirklich im Griff haben. Megido existierte auch in anderen wichtigen Städten. Gaillard erzählt Fisher auch, dass Reed die EMPs zünden will und sich dann als Held hinstellen will. Ein Attentäter erschießt Gaillard schließlich und flieht. Sam verfolgt ihn, bis der Attentäter bei der Explosion seines Fluchtwagens stirbt. Erneut muss Fisher vor 3E-Einheiten fliehen. Sam begibt sich nun in das Hauptquartier des Third Echelon. Er trifft dort erneut auf Kobin und verhört ihn ein zweites Mal. Er erzählt Fisher dasselbe wie Gaillard, nur will Reed nicht nur „den starken Mann spielen“, er will auch die Präsidentin ausschalten, weil sie nicht mit Megido kooperieren wollte. Als Fisher ihn nach seiner Tochter fragt, sagt Kobin, dass Grim mehr darüber bescheid wisse als er. Sam lässt ihn liegen und kämpft sich weiter vor. Schließlich erreicht er Grims Büro. Sie spielt Fisher eine Aufnahme vom ehemaligen Leiter Third Echelons und Sams alten Freund Irving Lambert ab, den Fisher im Zuge einer Mission als Loyalitätsbeweis für den Terroristen Dufraisne erschießen musste. In der Aufnahme erzählt Lambert, dass er Kobin beauftragt hatte eine Leiche zu beschaffen die wie Sarah aussah, und man somit ihren Tod vorgetäuscht hatte. Ansonsten hätte ein Druckmittel gegen Sam existiert. Auch sagt er, dass der Maulwurf in Third Echelon nie gefunden wurde. Grim bittet Sam, einen der EMP-Generatoren am Michigan Ave. Reservoir außer Gefecht zu setzen. Mit Hilfe von Coste, der in einem Hubschrauber Sam zu Hilfe eilt, kann Fisher schließlich eine der EMP-Waffen ausschalten. In dem Helikopter befindet sich auch Sarah. Coste jedoch drängt zur Eile. Als die Drei in dem Helikopter sind, detonieren die anderen EMPs.

Kurz darauf wird der Helikopter abgeschossen. Alle Insassen überleben die Bruchlandung. Coste drängt Fisher zum Weißen Haus zu gehen und Grim zu helfen. Widerwillig verlässt Fisher seine Tochter und begibt sich in Downtown zum Weißen Haus. Er „sichert“ dort unter anderem den Vizepräsidenten, der mit Reed zusammenarbeitet. Schließlich schafft es Fisher, Grim im Presseraum zu treffen. Sie hat einen Plan, wie sie nah an Reed herankommen, ohne dass er Caldwell sofort tötet. Sie schießt Sam an, und fesselt ihn. Als sie ihn ins Oval Office bringt, ist Reed darin, mit einem halben Dutzend Splinter Cells. Präsidentin Caldwell lebt noch, sie steht jedoch kurz vor ihrer Exekution. Reed will es so aussehen lassen, als ob Fisher die Präsidentin umgebracht hätte, und er würde dann Fisher töten und der Presse mitteilen, dass er Fisher lediglich an der Flucht gehindert habe. Er verfällt in eine Rede, wodurch Fisher ihn überwältigen kann und mit Grims Hilfe sämtliche Splinter Cells ausschalten kann. Im Gespräch mit Reed wird klar, dass Reed der Maulwurf war, und Lambert schlussendlich seinetwegen sterben musste. Die Präsidentin zieht die Army ab, die Fisher verhaften will.

Hier wird der Spieler vor die Wahl gestellt, Reed zu töten oder ihn am Leben zu lassen. Verschont man ihn, übernimmt Grim die Exekution. Sie bittet Fisher, ihr zu helfen. Sam sagt, dass er schon viel zu viel getan habe, und verabschiedet sich von Grim.

Nach dem Abspann sieht man erneut Victor Coste im Verhör, als er sagt, dass Sam zu ihm gesagt hätte, dass er (Vic) für ihn (Sam) wie ein Bruder wäre, dass ein Bruder zur Familie gehöre und dass man die Familie beschützen würde. Daraufhin hört man eine Handgranatenexplosion, Schüsse und Schreie. Während die Wachen aus dem Raum stürmen, sagt Vic direkt an den Spieler gewandt, dass er das erwartet hätte.

Entwicklungsgeschichte[Bearbeiten]

2007 erschien zu den Ubiday in Paris ein Flyby-Trailer, der Sam Fisher als bärtigen Obdachlosen in einem von Menschen belebten Park zeigt. Auf der E3 2009 sah man in Spielszenen, dass Sam Fisher im neuesten Teil nicht mehr für die amerikanische Regierung, sondern selbständig arbeitet und auf der Suche nach dem Mörder seiner Tochter ist.[3] In Neuseeland endete eine Werbeaktion für das Spiel in einem Desaster, da ein Schauspieler beinahe von Polizisten erschossen worden wäre. Jener Schauspieler, der die Hauptfigur Sam Fisher aus dem Spiel verkörpern sollte, zielte mit einer unechten Waffe auf vorbeilaufende Personen. Schnell wurde die Polizei benachrichtigt, um ein vermeintliches Blutbad zu verhindern. Der Mann wurde angeblich fast von der Polizei niedergeschossen, doch die Beamten wurden noch rechtzeitig informiert, dass es sich bei der Szenerie nur um eine Werbeaktion handelt und die Waffe gar nicht echt sei.[4]

Durch den enormen Anstieg des Gewaltgrades ist Splinter Cell: Conviction der erste Teil der Reihe, der eine USK-18-Freigabe erhalten hat. Die PEGI vergab erneut die Altersempfehlung 18+.

Rezeption[Bearbeiten]

Bewertungen
Publikation Wertung
Windows Xbox 360
1UP k.A. A-[12]
GamePro 5/5[9] 5/5[14]
Game Revolution A-[10] k.A.
GamesRadar k.A. 4/5[15]
IGN 8,5/10[11] 9,3/10[16]
Metawertungen
GameRankings 82,54 %[6] 86,50 %[5]
Metacritic 83/100[8] 85/100[7]

Folgende Wertungen erhielt Splinter Cell Conviction bei der E3 2009:

  • Joystiq: Best of E3 2009
  • IGN: PC Best Action Game
  • Gamepro: E3 Silver Medal
  • 1UP: Best 360 Game
  • Kotaku: Best Console/PC Game
  • Jeuxvideo.com: Best Infiltration Game
  • Gamespot: Best Xbox 360 Game
  • Best Action-Adventure Game
  • Crispy Gamer: Top Ten of E3 Best Xbox 360 Game
  • GameFocus: Best Xbox 360 game
  • 3D Juegos: Best E3 Game
  • Gamespy: Xbox 360 Game of Show

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.gamestar.de/spiele/assassins-creed-2/news/ubisoft,44596,2320186.html
  2. a b c Hilary Goldstein: Test Tom Clancy’s Splinter Cell: Conviction. In: IGN Entertainment. Ziff Davis, 14. Juli 2010, abgerufen am 1. Februar 2014.
  3. gamestar.de Splinter Cell: Conviction - E3-Spielszenen: Sam Fisher ballert um sich
  4. Wenn Guerilla-Marketing nach Hinten losgeht: Splinter Cell sorgt für Polizeieinsatz
  5. Metawertung "Splinter Cell: Conviction". In: Metacritic. CBS Corporation, abgerufen am 3. März 2014.
  6. Metawertung "Splinter Cell: Conviction". In: Metacritic. CBS Corporation, abgerufen am 3. März 2014.
  7. Metawertung "Splinter Cell: Conviction". In: Metacritic. CBS Corporation, abgerufen am 3. März 2014.
  8. Metawertung "Splinter Cell: Conviction". In: Metacritic. CBS Corporation, abgerufen am 3. März 2014.
  9. Kevin VanOrd: Test "Splinter Cell: Conviction". GamePro, 29. April 2010, abgerufen am 3. März 2014 (englisch).
  10. Ben Card: Test "Splinter Cell: Conviction". Game Revolution, 27. April 2010, abgerufen am 3. März 2014 (englisch).
  11. Hillary Goldstein: Test "Splinter Cell: Conviction". In: IGN Entertainment. Ziff Davis, 14. Juli 2010, abgerufen am 3. März 2014.
  12. Justin Haywald: Test "Splinter Cell: Conviction". 1UP.com, 14. März 2012, abgerufen am 3. März 2014 (englisch).
  13. Simon Parkin: Test "Splinter Cell: Conviction". In: Eurogamer. Gamer Network, 15. April 2020, abgerufen am 3. März 2014 (englisch).
  14. Kevin VanOrd: Test "Splinter Cell: Conviction". In: GameSpot. CBS Corporation, 13. April 2010, abgerufen am 3. März 2014 (englisch).
  15. Chrsi Antista: Test "Splinter Cell: Conviction". GamesRadar, 24. Juni 2010, abgerufen am 3. März 2014 (englisch).
  16. Alec Meer: Test "Splinter Cell: Conviction". In: IGN Entertainment. Ziff Davis, 13. April 2010, abgerufen am 27. August 2013.