Tomas Oral

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Dieser Artikel behandelt den deutschen Fußballtrainer, für den tschechischen Schachspieler siehe Tomáš Oral.
Tomas Oral
Spielerinformationen
Geburtstag 24. April 1973
Geburtsort OchsenfurtDeutschland
Größe 168 cm
Position Mittelfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1994–1997
1997–1999
1999–2000
2000–2006[1]
SG Egelsbach
Viktoria Aschaffenburg
Germania Horbach
FSV Frankfurt
38 (2)


91 (2)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2003–2006
2006–2009
2010–2011
2011–2013
2014
2015–2016
2016
FSV Frankfurt II
FSV Frankfurt
RB Leipzig
FC Ingolstadt 04
FC Fulham (Co-Trainer)
FSV Frankfurt
Karlsruher SC
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Tomas Oral (* 24. April 1973 in Ochsenfurt) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die SG Egelsbach (1994–1997, Regionalliga), Viktoria Aschaffenburg (1997–1999, Oberliga) und Germania Horbach (1999/2000, Oberliga) kam er im Jahr 2000 als Spieler zum FSV Frankfurt, der in der damals viertklassigen Oberliga Hessen spielte. Im Sommer 2006 beendete der Mittelfeldspieler seine aktive Laufbahn.

Seit 2003 war Oral auch als Trainer der zweiten Mannschaft des FSV tätig und führte das Team von der Kreisklasse in die Landesliga. Zur Saison 2006/07 stieg Oral zum Trainer der Oberligamannschaft auf. Gleich in der ersten Saison unter seiner Leitung stieg der FSV von der Oberliga Hessen in die Regionalliga auf und 2007/08 gelang ihm mit der ersten Mannschaft der Aufstieg in die Zweite Bundesliga – sein sechster Aufstieg hintereinander in sechs Jahren als Trainer.[2][3] Da er keinen Trainerschein besaß, wurde er offiziell von Ramon Berndroth vertreten. Nachdem Oral in der Saison 2008/09 mit dem FSV die Klasse halten konnte, trat er nach acht sieglosen Ligaspielen zu Beginn der Spielzeit 2009/10 am 4. Oktober 2009 von seinem Amt zurück.[4] Bis April 2010 absolvierte Oral unter anderem mit Markus Babbel und Christian Ziege die Fußballlehrerausbildung an der Hennes-Weisweiler-Akademie der Deutschen Sporthochschule Köln und ist seitdem Inhaber der Fußballlehrerlizenz des Deutschen Fußball-Bundes.

Zur Saison 2010/11 übernahm er das Traineramt beim Regionalligisten RB Leipzig, der Vertrag wurde am Ende der Runde aber nicht verlängert, als Grund wurden die verpassten sportlichen Zielsetzungen genannt[5] – die Mannschaft belegte am Saisonende Platz vier und verfehlte damit den angestrebten Aufstieg in die 3. Liga.

Am 10. November 2011 wurde Oral als neuer Trainer des Zweitligisten FC Ingolstadt 04 vorgestellt. Er übernahm den Verein mit neun Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und sollte die Mannschaft zum Klassenerhalt führen, was ihm am vorletzten Spieltag dank eines 1:0-Heimsieges gegen Energie Cottbus gelang. Acht Tage nach dem Saisonende 2012/13 wurde Oral vom FC Ingolstadt 04 entlassen.[6]

Zwischen Februar und September 2014 arbeitete er als Co-Trainer von Felix Magath beim FC Fulham in der Premier League bzw. ab Sommer 2014 in der zweitklassigen Football League Championship.[7]

Am 18. Mai 2015 kehrte Oral als Trainer zu seinem ehemaligen Verein FSV Frankfurt zurück und führte ihn in einer umkämpften Partie in Düsseldorf mit einem 3:2-Sieg zum Klassenerhalt.[8] Zuvor hatte sich der Verein nach dem Abrutschen auf den Relegationsplatz einen Spieltag vor Ende der Zweitligasaison 2014/15 von Benno Möhlmann getrennt.[9] Nach dem Klassenerhalt einigte sich Oral mit dem FSV auf einen Einjahresvertrag.[10] Am 10. April 2016 trennte sich der Verein fünf Spieltage vor Saisonende von ihm, als der FSV Frankfurt nach sieben sieglosen Spielen nur knapp vor dem Relegationsplatz stand.[11]

Zur Zweitligasaison 2016/17 wurde Oral als Nachfolger von Markus Kauczinski Trainer beim Karlsruher SC.[12] Am 4. Dezember 2016 wurde er freigestellt.[13]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oral ist verheiratet und absolvierte eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Er stammt aus einer aramäischen Familie, die in den 1960er-Jahren aus Midyat nach Ochsenfurt ausgewandert ist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ohne die Saison 2000/01
  2. FAZ: Aufstieg (abgerufen am 12. April 2009).
  3. FR: Interview mit Tomas Oral (abgerufen am 12. April 2009).
  4. Kicker: Tomas Oral tritt zurück (abgerufen am 4. Oktober 2009).
  5. redbulls.com: RB Und Tomas Oral: Trennung zum Saisonende (Memento vom 24. April 2011 im Internet Archive) (abgerufen am 21. April 2011).
  6. Nachricht auf kicker.de abgerufen am 28. April 2013.
  7. Mitteilung auf fulhamfc.com abgerufen am 18. Februar 2014.
  8. kicker.de: Dedic versüßt Orals Debüt – FSV bleibt drin (24. Mai 2015).
  9. kicker.de: Möhlmann entlassen - Oral übernimmt (18. Mai 2015).
  10. kicker.de: Einigung erzielt - Oral bleibt bis 2016 beim FSV (2. Juni 2015).
  11. 1:4 gegen Bochum bringt personelle Konsequenzen: FSV Frankfurt trennt sich von Oral. kicker-Sportmagazin, 10. April 2016, abgerufen am 10. April 2016..
  12. Tomas Oral wird neuer KSC-Trainer ksc.de, abgerufen am 8. März 2016.
  13. Meldung auf ksc.de, abgerufen am 4. Dezember 2016