Tombstone (1993)

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Filmdaten
Deutscher Titel Tombstone
Originaltitel Tombstone
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch, Latein
Erscheinungsjahr 1993
Länge 130 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie George Pan Cosmatos
Drehbuch Kevin Jarre
Produktion Sean Daniel
James Jacks
Bob Misiorowski
Buzz Feitshans
Andrew G. Vajna
Musik Bruce Broughton
Kamera William A. Fraker
Schnitt Harvey Rosenstock
Roberto Silvi
Frank J. Urioste
Besetzung

Tombstone ist ein amerikanischer Westernfilm aus dem Jahr 1993, geschrieben von Kevin Jarre, unter der Regie von George Pan Cosmatos. Die Geschichte handelt von Wyatt Earp und seinen Brüdern, die nach Tombstone (Arizona) ziehen, wo sie und Doc Holliday auf eine Bande Krimineller, die 'Cowboys', treffen.

Handlung[Bearbeiten]

Wyatt Earp, ein hoch angesehener Ordnungshüter im Ruhestand, kommt in Tucson (Arizona) wieder mit seinen Brüdern Virgil und Morgan zusammen, von wo aus sie nach Tombstone aufbrechen, einer kleinen wachsenden Minenstadt, um sich dort niederzulassen. Dort treffen sie auf Wyatts alten Freund Doc Holliday, ein Schurke aus dem Süden, der sich in der trockenen Umgebung von Arizona eine Linderung seiner Tuberkulose erhofft.

Wyatts Frau wird langsam laudanumabhängig, da sie eine Opiumtinktur gegen ihre Kopfschmerzen anwendet. Gerade als Wyatt und seine Brüder anfangen, vom Umbau eines Saloons zu profitieren – allerdings unterhalb der allgemeinen Erwartung – treffen sie erstmals auf die 'Cowboys', eine kriminell organisierte Bande, angeführt von „Curly Bill“ Brocious. Die Mitglieder der Bande tragen eine rote Schärpe um die Taille, um ihre Zugehörigkeit zu demonstrieren.

Ein Konflikt wird mit Mühe vermieden, aufgrund der Beharrlichkeit Wyatts, der sich zur Ruhe gesetzt hat und kein Interesse mehr daran zu haben scheint, seine Laufbahn als Gesetzeshüter fortzusetzen. Hier findet auch die erste eher ungünstige Begegnung Doc Hollidays mit seinem Amtskollegen, dem psychopathischen Johnny Ringo statt, bei der sie eine angespannte Unterhaltung in Latein führen.

Ebenfalls gerade in der Stadt angekommen sind die Theaterdarsteller Josephine Marcus und ihr Schauspielgefährte Herr Fabian. Obwohl Wyatt kein Mann des Gesetzes mehr ist, kann er sein Gerechtigkeitsgefühl nicht ignorieren, und in einer Stadt, die mit Cowboys überschwemmt ist, dauert es nicht lange, bis sich Spannungen aufbauen.

Nachdem Curly Bill ein chinesisches Opiumhaus besucht hat, schießt er unter Drogeneinfluss mitten in der Stadt um sich. Der Stadtmarschall Fred White nähert sich Curly Bill, um ihm die Waffen abzunehmen, bevor jemand verletzt wird. Curly Bill schießt auf Marschall White und wird kurz darauf von Wyatt hinterrücks bewusstlos geschlagen. Die Spannungen werden angeheizt, als Ike Clanton und andere 'Cowboys' beabsichtigen, Curly Bill zu retten, und von Wyatt, seinen Schrotflinten-schleppenden Brüdern und Doc aufgehalten werden. Curly Bill steht später vor Gericht, wird aber freigesprochen und entlassen.

Wyatt hat auch Auseinandersetzungen mit Josephine, die anders als andere Damen ihrer Zeit ziemlich direkt zu Wyatt ist. Obwohl ihre Treffen harmlos aussehen, ist ein Funke zwischen ihnen, den keiner abstreiten kann.

Später wird Virgil, der die Gesetzlosigkeit in Tombstone nicht tolerieren kann, der neue Marschall (er ersetzt damit Fred White) und verhängt eine Waffensperre innerhalb der Stadtgrenze. Weitere Streitigkeiten mit den 'Cowboys' sind der Anlass für die legendäre Schießerei am O. K. Corral. Virgil und Morgan werden verwundet, drei 'Cowboys' getötet und die Zusammenarbeit des Countysheriffs John Behans mit den 'Cowboys' aufgedeckt. Als Vergeltung für den Tod der 'Cowboys' wird Wyatts jüngerer Bruder Morgan erschossen, wobei Virgils Arm angeschossen und damit unbrauchbar wird.

Wyatt und Familie beschließen, Tombstone zu verlassen und in einem Zug zurück nach Tucson zu fahren. Von den 'Cowboys' verfolgt, sieht Wyatt seine Familie sicher entkommen, während er sich mit ihnen auseinandersetzt.

Wyatt gibt bekannt, dass er U.S. Marschall geworden ist und beabsichtigt, jeden Mann, den er mit einer roten Schärpe sieht, umzubringen. Er lässt Clanton zurückkehren, um die Nachricht zu überbringen, und beginnt den rachsüchtigen Abschnitt in seinem Leben, als sich er, Doc, ein ex-'Cowboy' mit dem Namen McMasters und seine Freunde Jack Vermillion und Turkey Creek Jack Johnson verbünden, um die 'Cowboys' auszulöschen.

In einer anderen heldenhaften Schlacht wird Wyatt von den 'Cowboys' im Wald an einem Flussufer aufgelauert, wobei Wyatt Curly Bill umbringt.

An einem Punkt ist Docs Gesundheit so angeschlagen, dass sie an die Versorgung durch Henry Hooker gebunden sind. Sie erfahren, dass Herr Fabian von den 'Cowboys' erschossen wurde, die Josephines Uhr stehlen wollten. Aufgrund seiner entfernten Beziehung (geografisch und emotional) zu seiner Frau, erkennt Wyatt, was und wen (Josephine) er im Leben will.

Ringo schickt Wyatt eine Nachricht, in der er ihm ein Kräftemessen vorschlägt, um die Feindseligkeiten zu beenden. Wyatt ist einverstanden. Obwohl Doc ein besserer Gegner für Ringo wäre, ist er zu der Zeit nicht in der gesundheitlichen Verfassung für eine Schießerei und kann sich Wyatt nicht anschließen.

Wyatt macht sich bereit für den Showdown, weiß aber nicht, dass ein gesunder Doc ihm bei seinem Auftritt die Show stiehlt. Doc tritt dem überraschten Ringo entgegen und sagt zu ihm „I'm your huckleberry“ (im übertragenen Sinne: „Ich bin der, auf den du gewartet hast.“). Ringo wird nervös und sagt, dass er nicht mit ihm kämpfen wolle, aber Doc entgegnet, sie beendeten nur das „Spiel“ einer früheren Begegnung.

Ringo ist einverstanden und beide Männer starren sich an, während sie sich umkreisen. Als beide Männer ihre Waffe heben, schießt Doc zuerst und trifft Ringo tödlich am Kopf. Wyatt rennt los, als er die Schüsse hört, und alles, was er vorfindet, ist sein angeblich angeschlagener Freund, gesund und munter. Sie drängen darauf, ihren Job zu Ende zu bringen und die 'Cowboys' zu eliminieren, doch Clanton kann ihrem Rachefeldzug entkommen, indem er seine rote Schärpe wegwirft.

Später begibt sich Doc in ein Sanatorium in Glenwood Springs (Colorado), wo er kurz nach einem Besuch von Wyatt stirbt. Kurz vor seinem Tod schaut Doc auf seine Füße und den Zustand des Bettes, in dem er liegt, und murmelt: „I'll be damned. Oh, this is funny“ (ungefähre Übersetzung: „Ich will verdammt sein. Oh, ist das komisch“) und stirbt (Doc bemerkt, dass er „ohne seine Stiefel stirbt“ (im Gegensatz zu „in den Stiefeln sterben“, das heißt in einer Schießerei)).

Wyatt entschließt sich, Josephine zu folgen, und der Film endet mit Szenen, die einige Ereignisse in den folgenden Jahren zeigen.

Produktion[Bearbeiten]

1989 bekam Kurt Russell das Drehbuch zu „Tombstone“. Zu der Zeit wollten Kevin Jarre und Kevin Costner den Film gemeinsam drehen, konnten sich aber auf keinen gemeinsamen Schwerpunkt einigen. Costner meinte, der Schwerpunkt solle bei Wyatt Earp liegen, und entschied, seinen eigenen Film, Wyatt Earp – Das Leben einer Legende, mit anderen Drehbuchautoren zu produzieren.

Russell verpflichtet sich und vereinbart mit dem Produzenten Andrew Vajna, den Film mit einem Filmbudget von 25 Mio. Dollar zu finanzieren.

Ursprünglich wollten Jarre und Russell Willem Dafoe als Doc Holliday casten, doch Buena Vista Motion Pictures Group weigerte sich den Film zu verleihen, wenn er gecastet würde.

Da Costner mit dem Wyatt-Earp-Film konkurrierte, nutzte er seinen Einfluss (der zu dieser Zeit beachtlich war) und überzeugte den überwiegenden Teil der bedeutendsten Filmstudios außer Buena Vista, „Tombstone“ nicht zu verleihen. Jarre und Russell wandten sich an ihre zweite Wahl, Val Kilmer.

Beim Dreh von Tombstone traten einige Probleme auf. In einem Artikel[1] von Henry Cabot Beck in der Zeitschrift „True West“ ist die Rede davon, dass zu Anfang der Produktion der Drehbuchautor Jarre als Regisseur gefeuert und durch George P. Cosmatos ersetzt wurde. Ein angeführter Grund für die Kündigung ist, dass er sich weigerte, sein Drehbuch zu kürzen. Aufgrund der Arbeit, die Cosmatos in Rambo II – Der Auftrag geleistet hatte, empfahl Sylvester Stallone Kurt Russell daraufhin Cosmatos. Russell traf Becks Artikel zufolge eine Vereinbarung mit Cosmatos, dass Cosmatos bei dem Film zum Schein Regie führen sollte. Jede Nacht gab Russel Cosmatos eine Liste mit Kameraeinstellungen für den nächsten Tag.

Beide, Russell und Kilmer, sagten, dass das Drehbuch zu lang sei (Russell schätzte insgesamt ca. 20 Seiten). Kilmer meinte, dass „jede virtuelle Hauptfigur, jeder Cowboy z. B. eine Nebenhandlung hatte und erzählte eine Geschichte und nichts davon ist in dem Film geblieben“. Er erzählte, dass während der gesamten Produktion über 100 Leute, Schauspieler und Belegschaft, entweder kündigten oder gekündigt worden seien. Russell ging sogar so weit, dass er seine eigenen Szenen kürzte, um anderen Schauspielern die Spielzeit zu verlängern.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • „Tombstone“ wurde zur selben Zeit wie Wyatt Earp – Das Leben einer Legende gedreht. „Tombstone“ wurde am 25. Dezember 1993 als erster Film veröffentlicht, Wyatt Earp folgte am 24. Juni 1994 ein halbes Jahr später. Keiner der Filme erlangte einen herausragenden Erfolg, jedoch wird der Wyatt-Earp-Film mit einem riesigen Filmbudget von 63 Mio. Dollar und den dürftigen Einnahmen an einheimischen Kinokassen von 25 Mio. Dollar als Reinfall angesehen, während Tombstone mit einem Budget von 25 Mio. Dollar ein Einspielergebnis von über 56 Mio. Dollar in den USA erzielte.
  • Robert Mitchum sollte anfangs Old Man Clanton spielen, aber Mitchum erlitt einen Reitunfall, der es ihm unmöglich machte, die Rolle zu spielen. Letztendlich begleitet Mitchum den Film als Erzähler, seine Rolle wurde aus dem Drehbuch gestrichen. Ein Großteil von Old Man Clantons Dialogen wird von anderen Figuren gesprochen, teilweise von Curly Bill, der dadurch anstelle von Clanton zum Anführer der Bande wurde.

Historische Unstimmigkeiten im Film[Bearbeiten]

  • „Curly Bill“ Brocius und Johnny Ringo werden als Anführer der 'Cowboys' dargestellt, obwohl die Bande in Wirklichkeit lose verbunden und größtenteils unorganisiert war.
  • Die 'Cowboys' trugen keine roten Schärpen.
  • Doc Holliday und Johnny Ringo hatten den Ruf Mörder zu sein, töteten aber zusammen genommen nur sechs Männer: Holliday brachte einen und Ringo nachweislich dokumentiert fünf Menschen um.
  • Im Film mag Virgil Earp Doc Holliday nicht und toleriert ihn lediglich. In Wirklichkeit mochte er Holliday und Jahre später wurde er zitiert, gesagt zu haben, dass Doc Holliday immer jemand war, auf den man zählen konnte.
  • Es gab nie einen Überfall auf eine mexikanische Hochzeitsfeier.
  • Mattie Blaylock, Wyatt Earps gesetzliche Frau, war, als er in Tombstone eintraf, nicht laudanumabhängig, stattdessen fing sie später in Tombstone an.
  • Wyatt Earp war nicht dagegen, der Durchsetzung des Gesetzes zu dienen, und hat sich vor seiner eigentlichen Stelle für andere Stellen beworben.
  • Der Unruhestifter Johnny Tyler war kein Dealer im orientalischen Saloon, sondern vielmehr ein rauflustiger Kunde. Er wurde jedoch von Wyatt Earp rausgeworfen. Auch kannte er Doc Holliday vorher nicht.
  • Josephine Marcus war keine bedeutende Schauspielerin ihrer Zeit. Sie hatte vor Wyatts Ankunft eine Weile mit und ohne Behan in Tombstone verbracht, eine Zeit lang hatte sie auch mit einem Anwalt aus Tombstone gelebt.
  • Marschall Fred White wird als älterer Mann dargestellt, war aber tatsächlich 31 oder 32 Jahre alt, als er starb.
  • Der Film zeigt 51 Schüsse, die in ca. 128 Sekunden bei der Schießerei am O. K. Corral abgegeben werden. In Wirklichkeit wurden ungefähr 30 Schüsse in etwa 30 Sekunden abgegeben.
  • Wyatt Earp wird als der Erfahrenste der Earp-Brüder dargestellt, obwohl es Virgil war. Wyatt Earp hat seinen Ruhm als Mann des Gesetzes auch nicht in Dodge City erlangt, sondern nach der Schießerei am O. K. Corral.
  • Als Doc Holliday und Johnny Ringo sich dem Kampf stellten, mischten sich weder die 'Cowboys' noch Doc ein. Sie waren vom Gesetz entwaffnet worden.
  • Die 'Cowboys' schossen niemals auf das Haus der Earps oder auf die Frauen aus der Familie Earp.
  • Die Anschläge auf Virgil und Morgan Earp fanden nicht sofort nach der Schießerei am O. K. Corral statt, auch erfolgten sie nicht in derselben Nacht. Der Anschlag auf Virgil wurde am 28. Dezember 1881 ausgeführt und die Ermordung Morgans ereignete sich am 18. März 1882.
  • Weder wurde ein Schauspieler während eines Postkutschenraubs getötet, noch wurde Josephine Marcus beraubt.
  • Sherman McMasters wurde nicht bei einer Auseinandersetzung zu Pferde getötet. Kein Verbündeter der Earps starb. Doc Holliday und Wyatt Earp waren zu der Zeit, als es passierte, in Colorado.
  • Doc Holliday starb in einem Hotel, nicht in einem Sanatorium.
  • Josephine Marcus kam nicht aus einer mächtigen, wohlhabenden Familie.
  • Während der Schießerei am O. K. Corral scheint es heiß zu sein. In Wirklichkeit hatte es einen Tag zuvor geschneit und es war kalt an dem Tag.
  • Als Doc Holliday Fred Bailey erdolcht, wird gezeigt, wie er das Geld vom Tisch stiehlt und mit Kate flieht. In Wirklichkeit hatte er kein Geld vom Tisch gestohlen und wurde vom Stadtmarschall für die Erdolchung eingesperrt. Als sich draußen ein Lynchkommando formierte, zündete Kate eine Hütte an, um das Lynchkommando abzulenken, lief anschließend leise herein und richtete eine Waffe auf den Marschall, so dass sie und Doc entkommen konnten.
  • Johnny Behan war kein Sheriff zu der Zeit, als die Earps in Tombstone ankamen. Im November 1880, als Wyatt Earp als Vertreter des Sheriffs zurücktrat, ersetzte ihn Behan. Als im Januar 1881 Cochise County, Arizona gegründet wurde, vereinbaren Wyatt Earp und Behan, dass Behan als Sheriff kandidiert und dann Wyatt zu seinem Unter-Sheriff ernennt, sobald er gewählt wird. Behan wurde gewählt, aber Behan hielt sich nicht an die Ernennung, was zu Spannungen zwischen ihm und Wyatt Earp führte.
  • Josephine Marcus wird im „Fly's Studio“ gezeigt, indem sie ein halbnacktes Foto an dem Tag der Schießerei am O. K. Corral macht. Das ihr unterstellte halbnackte Foto im Besitz von Johnny Behan wurde lange zuvor aufgenommen und wurde oft als Bild von ihr beworben, was es jedoch nicht ist, stattdessen zeigt es eine unbekannte Frau, fotografiert 1914.
  • Ike Clanton hat Behans Waffe nicht mit in die „Fly's Studio“ genommen und während der Schießerei am O. K. Corral durch das Fenster geschossen. In Wirklichkeit hat er nie Schüsse abgefeuert, war unbewaffnet und floh vom Schauplatz die Allen Street hinunter.
  • Einige Monate vor der Schießerei am O. K. Corral begannen Wyatt Earp und Josephine Marcus eine Beziehung, kurz nachdem sie sich von Behan getrennt hatte.
  • Die Schießerei, in der „Curly Bill“ Brocius getötet wurde, fand nicht an einem Fluss statt, sondern auf einer Feier der Earps, wobei Wyatt Earp Curly Bill in den ersten Sekunden einen Hinterhalts der 'Cowboys' erschoss.
  • Wyatt Earp hat kein Büchlein über Doc Holliday geschrieben, hat Doc vor seinem Tod nicht besucht und erfuhr von seinem Tod erst sehr viel später.
  • Das „Birdcage Theater“ wurde nicht vor der Schießerei am O. K. Corral gebaut.
  • Doc Holliday erstach Ed Bailey in Fort Griffin, nicht in Prescott, Arizona.
  • Doc Holliday hat Johnny Ringo nicht getötet.

Historische Inhalte im Film[Bearbeiten]

  • Der Dialog bei der Schießerei am O. K. Corral.
  • Das Verdrehen von Johnny Tylers Ohr war eine seiner Lieblingsmethoden, um Nervensägen und Unruhestifter dazu zu bringen, sich zu bewegen.
  • John Behans Ansprache über sich selbst Anführer des anti-chinesischen Bunds zu sein.
  • Wie im Film dargestellt, war das Erschießen von Marschall Fred White laut Whites Testament am Sterbebett ein Unfall. Brocius schien diesen Zwischenfall aufrichtig zu bedauern und mochte White offensichtlich persönlich. Die meisten Earp-Filme beschreiben den Unfall als kalten, geplanten Mord.
  • Doc Holliday verhielt sich nie gewalttätig gegenüber Kate. In den meisten anderen Filmen, die ihre Beziehung zeigen, wird er als gewalttätig dargestellt.
  • Das Stadtbild.
  • Gesichtsbehaarung, Waffen und Kleidung waren ziemlich genau.
  • Docs Sprüche „Daisy“ und „Huckleberry“ gebrauchte er tatsächlich.
  • Das Alter der Figuren, mit Ausnahme von Marschall Fred White.
  • Sheriff Johnny Behan benutzte im echten Leben die Rechtsprechung oft für seine eigenen Interessen, einerseits um in Fälle einbezogen zu werden, die mehr in die städtische Zuständigkeit fielen, andererseits um Angelegenheiten zu meiden, bei denen er um seine Popularität fürchten musste.
  • Die Zahl der Morde pro Kopf in Tombstone zwischen den späten 1870er und den mittleren 1880er Jahren konnten wirklich mit vielen modernen Großstädten konkurrieren.
  • Josephine Marcus wird unterstellt, ein Nacktfoto von sich geschossen zu haben, welches im Besitz von Mark Twain war, der es anderen Männern der Stadt zeigte. Dies führte zur Einbeziehung des Fotos in den Film.
  • Virgil Earp weigerte sich, seinen Arm amputieren zu lassen, nachdem er bei einem Attentat auf sein Leben angeschossen wurde, und sagte zu seiner Frau, dass er sie noch immer in einem Arm halten konnte.
  • Ike Clanton war mehr für seine großen Sprüche bekannt als für irgendwelche wirksamen Taten. Er hatte den Ruf, laut zu reden und zu prahlen, aber er ließ sich nicht auf Drohungen ein. Er war auch dafür bekannt, sich unter Druck zurückzuziehen, sofern nicht seine Freunde in der Überzahl seiner Gegner waren.

Rezeption[Bearbeiten]

Es wird geschätzt, dass Tombstone über $56 Mio. Brutto in den Vereinigten Staaten eingespielt hat.[2] Val Kilmers Darstellung von Doc Holliday wurde vielfach gelobt. Einige Kritiker meinten, er verdiene eine Oscarnominierung. 1994 wurde er in der Kategorie Bester Schauspieler und Begehrenswertester Schauspieler für zwei MTV Movie Awards nominiert.[3]

„Ein überlanger, inszenatorisch wie dramaturgisch ungefüger Western, der sich zwischen der historischen Wirklichkeit und dem Mythos "Wyatt Earp" durchlaviert und dabei der Faszination seiner vielen Gewaltszenen erliegt.“

Lexikon des Internationalen Films[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „The 'Western' Godfather“ (PDF; 478 kB)
  2. Einspielsumme auf Boxofficemojo.com
  3. Awards in der Internet Movie Database
  4. Tombstone (1993) im Lexikon des Internationalen Films