Tomoffel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eine Tomoffel ist eine somatische Hybride (Mischung) aus Tomate und Kartoffel. Diese kann durch eine Protoplastenfusion erzeugt werden. Bei dem Vorgang verschmelzen die Zellen der Tomate und der Kartoffel miteinander.[1] Entgegen dem Namen wird aber nicht eine Fruchtart, sondern zwei erzeugt: Tomaten und Kartoffeln an bzw. unter der Pflanze. Diese Verbindung aus Tomate und Kartoffel erweist sich jedoch als genetisch so instabil, dass sie keine fruchtbaren Samen bilden kann.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine Tomatenpflanze auf eine Kartoffelpflanze als Unterlage zu pfropfen. Auch diese Kombination wird als „Tomoffel“ bezeichnet[2] und ist nicht mit der genetischen Instabilität der Zellhybriden behaftet. (Sie bildet normale Tomatenfrüchte aus.)

Die Tomoffel gehört zu den Nachtschattengewächsen. Erste Hybride wurden von dem Tübinger Biologen Georg Melchers 1978 gezüchtet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. E. Jacobsen, P. Reinhout, J. E. M. Bergervoet, J. de Looff, P. E. Abidin, D. J. Huigen and M. S. Ramanna (1992)Isolation and characterization of potato-tomato somatic hybrids using an amylose-free potato mutant as parental genotype, Theoretical and Applied Genetics, Volume 85, Numbers 2-3 / November 1992 [1]
  2. z.B. Peter Klock: Veredeln, 2006

Weblinks[Bearbeiten]