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Toni Bartl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Toni Bartl (* 11. Januar 1971 in Garmisch-Partenkirchen) ist ein deutscher Produzent, Musiker, Komponist, Erfinder und Filmemacher.

Toni Bartl ist in Graseck (Partenkirchen) auf einem Bergbauernhof mit Almwirtschaft aufgewachsen. Sein Vater Anton Bartl (1935–2019) war ein über die Grenzen Bayerns bekannter Volksmusikant („d’Hannesla“, gemeinsam mit seinem Bruder Josef († 2009)). Von Toni Bartl sen. lernte Bartl jun. sein erstes Instrument, die Steirische Harmonika (diatonisches Akkordeon).

Von 2016 bis 2017 errichtete Toni Bartl in Graseck anstelle seines Elternhauses die Kaiserschmarrn-Alm, erbaut nach historischen Vorbildern aus Altholz und Bruchstein.

Bereits als Zehnjähriger machte Bartl seine ersten musikalischen Gehversuche auf dem diatonischen Akkordeon. Richtig intensiv beschäftigte er sich mit diesem Instrument seit dem 17. Lebensjahr, um bereits drei Jahre später seinen ersten Tonträger einzuspielen. 1996 wurde er Weltmeister auf der Diatonischen Harmonika.

1999 zeigte Bartl mit einer gewonnenen Baggerwette bei der Fernsehshow Wetten, dass..?, wie man mit einem 20-Tonnen-Bagger ein Mini-Akkordeon spielen kann.

Zeitgleich arbeitete er an seinem ersten Bühnenprogramm „Bairischer Sperrmüll“, in dem einzigartige Instrumentenkreationen aus Alltagsgegenständen zum Einsatz kamen. Bis 2006 tourte er mit diesem im Duo mit Toni Grasegger († 2010) durch den deutschsprachigen Raum.

2003 und 2004 entstanden die Kurzprogramme „Auto di Takt“ und „Alpen Sperrmüll“, für die Bartl Autoteile bzw. Dinge des täglichen Lebens zu ungewöhnlichen Musikinstrumenten umfunktioniert hat. Die größten Produktionen von Bartl sind bislang die preisgekrönten Shows „Yellow Hands“ (2005–2011) und „Recyklang“ (seit 2008) sowie „Alpin Drums“ (Drumshow, seit 2012). 2014 kreierte Toni Bartl das Programm „Knedl & Kraut – Lachlederne Wirtshausmusi“ (Bartl/Neuner/Lex). Mit ihm tourte er bis 2022.

Während der COVID-19-Pandemie setzte sich Bartl auf seinen Social-Media-Kanälen kritisch mit der Corona-Politik auseinander.[1] Es wurde ihm diesbezüglich die Verbreitung von Verschwörungsideologien rund um die Virusinfektion unterstellt.[2]

  • Bairischer Sperrmüll, Bühnenprogramm, 2001
  • Auto di Takt, Kurzprogramm, 2003
  • Alpen Sperrmüll, Kurzprogramm, 2004
  • Yellow Hands, Bühnenprogramm, 2005
  • Recyklang, Bühnenprogramm, 2007
  • Skidipp, Kurzprogramm, 2010
  • Scrap – Wertstofforchester, Bühnenprogramm, 2011
  • Knedl & Kraut: Musikprogramm, 2011
  • Alpin Drums: Bühnenprogramm, 2011
  • Alpin Chicks: Kurzprogramm, 2013
  • Knedl & Kraut: Wirtshauskabarett, 2014
  • The Trashman: Walking Act, 2016
  • Alpin Drums: Der Berg groovt, 2017
  • Knedl & Kraut: Bayerische Weltreise, 2018
  • Luggi & Guggi: Durch Dick und Dünn, 2019
  • Toni Bartl, Harmonika Solo: Seinerzeit & Meinerzeit 2023
  • Alpin Drums: Alpenglühen, 2024
  • Toni Bartl Solo: hauNIXweg, 2025

Veröffentlichungen

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  • Diatonische Harmonika Nr. 1, CD 1990
  • Diatonische Harmonika Nr. 2, CD 1993
  • Diatonische Harmonika Nr. 3, CD 1995
  • DiaTonisch, CD 1997
  • Hannesla & Freunde, CD 2001
  • RecyKlang, DVD 2003
  • s’best of Hannesla, CD 2004
  • Yellow Hands, CD 2006
  • Yellow Hands, DVD 2010
  • Trio Hannesla, Alpinfolk, CD 2011
  • Knedl & Kraut – Lachlederne Wirtshausmusi, CD 2015
  • Meinerzeit, CD 2024
  • Es klingt! – Die verrücktesten Instrumente der Welt und ihre Geschichte
  • Ton(i)(B)art(l) – 90 einzigartige Instrumente

Dokumentarfilme

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  • Hannesla – Toni Bartl Sen. – eine Werdenfelser Legende, 2012
  • Andreas Baumann – ein Leben für das Brauchtum, 2014
  • Schweizer Bartl – Bartholomäus Erhardt – Der bayerische Düsentrieb, 2015
  • Hannesla – Toni Bartl Sen. – erzählt..., 2020
  • Untertisch-Schraubzwinge – Patent Nr. 10 2014 006 355.0
  • Hebelspannstock – Patent Nr. 10 2015 112 545.5

Einzelnachweise

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  1. Auf Corona-Demo: Leiter von Intensivstation löst mit Impf-Kritik Eklat aus. In: merkur.de. 16. Dezember 2021, abgerufen am 26. April 2022.
  2. Verschwörungstheoretiker auf der Bühne? Kritik an Auftritt in Friedberg. Augsburger Allgemeine, 20. Februar 2022, abgerufen am 16. März 2022.