Toni Egger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Toni Egger (* 12. September 1926 in Siebeneich; † 2. Februar 1959 am Cerro Torre, Argentinien) war ein österreichischer Kletterer und Bergsteiger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt wurde Toni Egger durch seinen Tod beim Erstbesteigungsversuch des Cerro Torre (Patagonien), gemeinsam mit Cesare Maestri. Vermutlich wurde er von einer Eislawine erfasst, die sein Seil durchtrennte.[1] Mit ihm verschwand auch die Fotokamera, die laut Maestri das Gipfelfoto enthielt, das als Beweis des Gipfelerfolgs hätte dienen sollen. Toni Eggers Seilpartner Maestri überlebte.

Nach dem Tod Eggers wurde ein Nebengipfel des Cerro Torre nach ihm benannt. Der 2685 Meter hohe Torre Egger gilt, wie der Cerro Torre, als einer der schwierigsten Gipfel der Welt. Weiters ist er Namensgeber des Eggerturmes, eines Felsturmes westlich des Gipfels vom Seekofel in den Lienzer Dolomiten.

Wichtige Unternehmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1954: Besteigung der Nordwände von Westlicher- und Großer Zinne an einem Tag (11 Stunden).
  • 1957: Teilnehmer der Österreichischen Kordilleren-Expedition. Erstbesteigung des Jirishanca (6.126 m).
  • 1959: Erstbesteigungsversuch des Cerro Torre mit Cesare Maestri.

Erstbegehungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1951: Roter Turm-Nordwand, Lienzer Dolomiten
  • 1951: Kellerturm-Nordwand, Karnische Alpen
  • 1952: Laserzwand-Südwandkamin, Lienzer Dolomiten
  • 1953: Laserzwand-Direkte Südwand, Lienzer Dolomiten
  • 1954: Laserz-Nordwand, Lienzer Dolomiten
  • 1955: Kleine Zinne-Südwand, Sextener Dolomiten
  • 1956: Punta Ombretta-Südpfeiler, Dolomiten
  • 1957: Jirishanca, Cordillera Huayhuash
  • 1958: Patteriol-Südostpfeiler, Verwallgruppe
  • 1958: Cima Bois-Südwestkante, Dolomiten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Personenmappe zu Toni Egger (PDF) im Historischen Alpenarchiv der Alpenvereine in Deutschland, Österreich und Südtirol (temporär offline)

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rolando Garibotti: A mountain unveiled. A revealing analysis of Cerro Torre’s tallest tale. In: American Alpine Journal, Jg. 2004, ISBN 0-930410-95-5, S. 138–155, hier S. 154.