Torbern Olof Bergman

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Torbern Olof Bergman

Torbern Olof Bergman (* 20. März[1] 1735 in Låstad, Västergötland; † 8. Juli 1784 in Medevi (heute Teil der Gemeinde Motala)) war ein bedeutender schwedischer Chemiker und Mineraloge.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergman studierte an der Universität Uppsala, wo er 1758 Dozent für Physik wurde, 1767 Professor für Chemie und Pharmakologie (als Nachfolger von Johan Gottschalk Wallerius). 1764 wurde er Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften und der Leopoldina,[2] 1765 der Royal Society in London und 1772 der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften in Uppsala.

Bergman unterschied als erster zwischen organischen und anorganischen Stoffen. Er gilt als Begründer der analytischen Chemie.

Nach ihm ist das Uranmineral Torbernit und der Krater Bergman auf dem Mond benannt.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Physick Beskrifning Ofver Jordklotet (Physikalische Beschreibung der Erdkugel), 1766.
  • Disquisitio de Attractionibus Electivis (Abhandlung über Verwandtschaftskräfte), 1775.
  • Opuscula physica, chemica et mineralogica (Kleine Physische und Chemische Werke) 1779–1781.
  • Physikalische Beschreibung der Erdkugel 3. Aufl., übersetzt von Lampert Hinrich Röhl, Greifswald, A.F: Röse, 1791, 388 Seiten, fünf Kupferstiche

Seine Dissertationen und Erinnerungen wurden in der Opuscula gedruckt. Sie wurden mit I-LXXII nummeriert, aber die Daten der Veröffentlichungen waren durcheinander.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Svedberg: Torbern Olof Bergman. In: Svenskt biografiskt lexikon 3, 1922, S. 591ff.
  • Birgitta Mostrom: Torbern Bergman: a bibliography of his works. Stockholm: Almqvist & Wiksell 1957.
  •  W.A. Smeaton: Bergman, Torbern Olaf. In: Dictionary of Scientific Biography. Vol. 2, Charles Scribner’s Sons, New York 1970, ISBN 0-684-10114-9.
  • J.A. Schufle: Torbern Bergman : a man before his time. Lawrence, Kan.: Coronado Press 1985.
  • Lexikon bedeutender Chemiker von Winfried R. Pötsch (Federführung); Annelore Fischer; Wolfgang Müller. Unter Mitarbeit von Heinz Cassebaum. Bibliographisches Institut, Leipzig 1988, ISBN 3-323-00185-0, S. 39–40.
  • Johannes Uray: Chemische Theorie und mineralogische Klassifikationssysteme von der chemischen Revolution bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. In: Bernhard Hubmann, Elmar Schübl, Johannes Seidl (Hrsg.): Die Anfänge geologischer Forschung in Österreich. Beiträge zur Tagung „10 Jahre Arbeitsgruppe Geschichte der Erdwissenschaften Österreichs“ von 24. bis 26. April 2009 in Graz. Graz 2010, S. 107–125.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nach Svenskt biografiskt lexikon 3, 1922, S. 591, am 9. März
  2. Mitgliedseintrag von Torbern Bergman bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 9. Februar 2016.
  3. Partington: History of Chemistry, 4 Bde.