Tord Asle Gjerdalen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tord Asle Gjerdalen Skilanglauf
Tord Asle Gjerdalen (2010)

Tord Asle Gjerdalen (2010)

Nation NorwegenNorwegen Norwegen
Geburtstag 3. August 1983
Geburtsort HønefossNorwegenNorwegen Norwegen
Größe 182 cm
Gewicht 74 kg
Karriere
Verein IL Holeværingen
Fossum IF
Nationalkader seit 2002
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
Nationale Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Gold0 2011 Oslo 4x10 km Staffel
0Bronze0 2011 Oslo 50 km Freistil
0Gold0 2013 Val di Fiemme 4x10 km Staffel
0Bronze0 2013 Val di Fiemme 15 km Freistil
Norwegischer Skiverband Norwegische Meisterschaften
0Silber0 2006 Vadsø 50 km
0Gold0 2009 Gjøvik Skiathlon
0Gold0 2010 Stokke Skiathlon
0Bronze0 2011 Steinkjer Skiathlon
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 24. Februar 2004
 Weltcupsiege im Team 01  (Details)
 Gesamtweltcup 04. (2007/08)
 Sprintweltcup 18. (2007/08)
 Distanzweltcup 09. (2007/08)
 Tour de Ski 04. (2007/08)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Distanzrennen 0 1 0
 Staffel 1 3 2
letzte Änderung: 25. Mai 2014

Tord Asle Gjerdalen (* 3. August 1983 in Hønefoss, Buskerud) ist ein norwegischer Skilangläufer.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 bis 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gjerdalen, der für Fossum IF startet, tritt seit Ende 2002 bei internationalen Wettbewerben an. Zunächst startete er vor allem in FIS-Rennen, daneben in Continental-Cup-Rennen, bei Junioren-Weltmeisterschaften und norwegischen Meisterschaften. Im Februar 2004 wurde er in einem Sprintrennen in Trondheim, bei dem er 67. wurde, erstmals im Skilanglauf-Weltcup eingesetzt.

Bis zur Saison 2005/06 startete Gjerdalen meist in unterklassigen Rennen, nur selten im Weltcup. In Beitostølen gewann er als Zwölftplatzierter über 15 Kilometer erstmals Weltcuppunkte. In Lago di Tesero kam er als Siebter im 30-Kilometer-Rennen erstmals unter die Top Ten. Mit der Staffel wurde Gjerdalen dort Dritter. Sein bislang bestes Ergebnis in einem Einzelrennen erreichte er am Ende der Saison als Vierter in Falun. Kurz zuvor war er in zwei Rennen bei den Olympischen Spielen 2006 von Turin angetreten. In der Verfolgung von Pragelato belegte er den 17. Rang, über 50 Kilometer wurde er Fünfzehnter.

Den Gesamtweltcup 2005/06 schloss er als 34. ab, im Distanzweltcup belegte er den 22. Rang. In der Saison 2006/07 konnte er seine Leistungen im Weltcup noch nicht durchgehend stabilisieren. Doch gestaltete sich der Auftakt zum Skilanglauf-Weltcup 2007/08 in Beitostølen mit guten Platzierungen positiv. Die Tour de Ski 2007/2008 beendete er am Ende auf dem vierten Platz und verpasste damit das Gesamtpodium nur knapp. Bei den nationalen Meisterschaften in Trondheim auf den Loipen rund um die Granåsen-Schanzenanlage wurde er Elfter. Eine Woche später erreichte er im schwedischen Falun in der 30 km-Verfolgung mit dem zweiten Platz sein erstes Weltcup-Podest. Auch mit der Staffel am Tag darauf erreichte er den zweiten Platz. Zum Saisonabschluss in Bormio stand er erneut auf dem Podest. Am Ende belegte er der Saison-Gesamtwertung den vierten Platz. Im Sprint-Weltcup erreichte er Platz 18 und im Distanz-Weltcup den neunten Platz.

seit 2008/2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn der Saison 2008/09 startete er verhalten. In La Clusaz konnte er mit dem fünften Platz im Massenstart über 30 km. In der Staffel konnt er gemeinsam mit Tor Arne Hetland, Martin Johnsrud Sundby und Petter Northug seinen ersten Weltcup-Sieg feiern. Nach diesem Sieg ließen seine Leistungen jedoch unerwartet nach. So verpasste er im Classic-Weltcup und im Sprint in Davos die Punkteränge deutlich. Erst bei den Norwegischen Nordischen Skimeisterschaften im Januar 2009 in Gjøvik konnte er wieder überzeugen und sicherte sich den Meistertitel in der Verfolgung über 30 km. Zwei Wochen später beim Weltcup in Rybinsk wurde er Sechster im Massenstart.

Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2009 in Liberec erreichte Gjerdalen in der Verfolgung den 14. Platz. Im Massenstart über 50 km wurde er 20. Nach der Weltmeisterschaft brachen seine Leistungen erneut ein. Im Weltcup blieb er ohne Punktgewinne. Die Tour de Ski 2009/2010 beendete er auf dem 13. Platz.

Trotz eher enttäuschender Leistungen gehörte Gjerdalen zum Aufgebot für die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver. Dort konnte er im 30 km Skiathlon den 19. Platz erreichen und fuhr im Einzel über 15 km auf den 28. Platz. Nach den Spielen konnte er beim Weltcup in Lahti im Einzel den 11. Platz und damit seit langer Zeit wieder Weltcup-Punkte gewinnen. In der Staffel erreichte er den zweiten Platz.

Auch zu Beginn der Saison 2010/11 startete er mit ansteigenden Leistungen. So wurde er in La Clusaz Achter und mit der Staffel Dritter. Nach eher durchwachsenen Leistungen in Folge dieser guten Platzierungen gewann er mit der Staffel bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2011 im norwegischen Oslo mit der Staffel den Weltmeistertitel und überraschend auch im Massenstart über 50 km die Bronzemedaille. Im ersten Weltcup nach der Weltmeisterschaft in Lahti gewann er mit einer guten Top-20-Platzierung erneut Punkte.

Bei den Norwegischen Nordischen Skimeisterschaften 2012 in Voss konnte er den Einzelwettbewerb über 15 km nicht beenden und erreichte auch im Skiathlon nur den 27. Platz. Daraufhin wurde er aus dem Weltcup-Kader rückversetzt und startete erst zur Tour de Ski 2012/2013 wieder im Weltcup, welche er auf dem 21. Platz beendete. Bei den Norwegischen Meisterschaften 2013 in Gåsbu erreichte er im Skiathlon wie auch im Einzel über 15 km den vierten Platz und verpasste damit das Podest nur knapp.

Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2013 im italienischen Val di Fiemme startete er im Einzel und im Skiathlon. Dabei konnte er im Einzel die Bronzemedaille gewinnen und erreichte im Skiathlon über 30 km den 12. Platz. Mit der norwegischen Staffel wurde er Weltmeister. Im April 2013 siegte er beim Haukelirennet über 32 km Freistil.[1]

Bei der Tour de Ski 2013/14 erreichte er einen guten sechsten Gesamtrang. Obwohl er im Anschluss daran nur noch den Weltcup in Toblach bestritt und als 57. ohne Punktegewinn blieb, gehörte er zur Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen 2014 im russischen Sotschi. Nach Rang 20 im Skiathlon belegte er im abschließenden 50 km Einzelrennen den 21. Platz. In der Saison 2014/15 nahm er an Marathonrennen der Ski Classics teil. Dabei gewann er den Marcialonga und belegte beim Isergebirgslauf und beim König-Ludwig-Lauf den dritten Rang und erreichte ebenfalls den dritten Platz in der Gesamtwertung. In der folgenden Saison siegte er beim Marcialonga und beim Toblach–Cortina. Zudem wurde er Zweiter beim La Diagonela und Dritter beim Kaiser-Maximilian-Lauf und erreichte zum Saisonende den zweiten Platz in der Gesamtwertung der Ski Classics.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 7. Dezember 2008 FrankreichFrankreich La Clusaz 4 × 10 km Staffel1

Siege bei Continental-Cup-Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin Serie
1. 7. Januar 2007 NorwegenNorwegen Sjusjøen 10 km Freistil Individualstart Scandinavian Cup
2. 14. Dezember 2014 NorwegenNorwegen Lillehammer 30 km klassisch Massenstart Scandinavian Cup

Siege bei Worldloppet-Cup-Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkung: Vor der Saison 2015/16 hieß der Worldloppet Cup noch Marathon Cup.

Nr. Datum Ort Rennen Disziplin
1. 25. Januar 2015 ItalienItalien Val di Fiemme / Val di Fassa Marcialonga 57 km klassisch Massenstart2
2. 31. Januar 2016 ItalienItalien Val di Fiemme / Val di Fassa Marcialonga 70 km klassisch Massenstart2
2 Gleichzeitig Teil der Ski Classics.

Siege bei Ski-Classics-Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Rennen Disziplin
1. 25. Januar 2015 ItalienItalien Val di Fiemme / Val di Fassa Marcialonga 57 km klassisch Massenstart3
2. 31. Januar 2016 ItalienItalien Val di Fiemme / Val di Fassa Marcialonga 70 km klassisch Massenstart3
3. 13. Februar 2016 ItalienItalien Toblach Toblach–Cortina 32 km klassisch Massenstart
3 Gleichzeitig Teil des Marathon bzw. Wordloppet Cup.

Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006 Turin: 15. Platz 50 km Freistil Massenstart, 17. Platz 30 km Verfolgung
  • 2010 Vancouver: 19. Platz 30 km Verfolgung, 28. Platz 15 km Freistil
  • 2014 Sotschi: 20. Platz 30 km Skiathlon, 21. Platz 50 km Freistil Massenstart

Nordische Skiweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009 Liberec: 14. Platz 30 km Verfolgung, 20. Platz 50 km Freistil Massenstart
  • 2011 Oslo: 1. Platz Staffel, 3. Platz 50 km Freistil Massenstart, 17. Platz 30 km Verfolgung
  • 2013 Val di Fiemme: 1. Platz Staffel, 3. Platz 15 km Freistil, 6. Platz 50 km klassisch Massenstart, 12. Platz 30 km Skiathlon

Platzierungen im Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup-Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Hinweis: Bei den Distanzrennen erfolgt die Einordnung gemäß FIS.
Platzierung Distanzrennena Skiathlon
Verfolgung
Sprint Etappenrennenb Gesamt Team c
≤ 5 km ≤ 10 km ≤ 15 km ≤ 30 km > 30 km Sprint Staffel
1. Platz   1
2. Platz 1 1 2 3
3. Platz   2
Top 10 1 3 4 2 3 2 15 9
Punkteränge 1 12 5 2 7 2 8 37 13
Starts 1 25 7 7 7 5 9 61 13
Stand: Saisonende 2014/15
a inkl. Individualstarts und Massenstarts gemäß FIS-Einordnung
b Gesamtes Rennen, nicht Einzeletappen, z. B. Tour de Ski, Nordic Opening, Saison-Finale
c Mangels geeigneter Quellen vor 2001 eventuell unvollständig

Weltcup-Gesamtplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Distanz Sprint
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
2005/06 157 34. 157 22. - -
2006/07 39 85. 39 51. - -
2007/08 692 4. 353 9. 139 18.
2008/09 183 40. 125 32. 22 66.
2009/10 197 39. 106 35. 11 86.
2010/11 237 33. 161 24. 16 73.
2011/12 3 150. 1 96. - -
2012/13 143 50. 99 41. - -
2013/14 258 30. 98 36. - -

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnis Haukelirennet 2013