Torheit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Torheit, ein abkommender Begriff der gehobenen Umgangssprache, beschreibt die negative (fehlerhafte) Seite der Einfalt.

Ein Tor oder töricht ist sinngemäß eine Person, die etwas nicht nachvollziehen kann, solange sie es nicht selbst erlebt hat. Der Tor erkennt erst, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, dass es tot ist. Vorher kann der Tor die Situation nicht abschätzen. Als Person handelt er also aus Beschränktheit töricht („… aufsässig, frech, unbelehrbar, unvernünftig, aggressiv, unreif, naiv …“). Ein Tor jagt Unerreichbarem nach oder wählt zur Erreichung vernünftiger Absichten ungeeignete (unpraktische) Mittel, beispielsweise mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Somit ist die Torheit das Gegenteil von Klugheit oder Schlauheit.

In der älteren Sprache wird der Begriff oft mit schärferem Vorwurf verwendet. Der Tor ist ein Narr, unbelehrbar, mutwillig und stiftet erheblichen Schaden bis hin zum Frevel.

Vorkommen in der Literatur[Bearbeiten]

„Durch Mitleid wissend, der reine Tor …“
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit (1 Kor 1,18 EU)
für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit (1 Kor 1,23 EU).
Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? (1 Kor 1,23 EU)

Vorkommen im Film[Bearbeiten]

  • Obi-Wan Kenobi in Star Wars, Episode 4: Eine Neue Hoffnung: „Wer ist der größere Tor? Der Tor oder der Tor, der ihm folgt?“

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Torheit – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikiquote: Torheit – Zitate