Torngat-Mountains-Nationalpark

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Torngat-Mountains-Nationalpark
Nachvak Fjord Labrador 2008.JPG
Torngat-Mountains-Nationalpark (Kanada)
Paris plan pointer b jms.svg
59.206944444444-64.150833333333Koordinaten: 59° 12′ 25″ N, 64° 9′ 3″ W
Lage: Neufundland und Labrador, Kanada
Fläche: 9700 km²
Gründung: 22. Januar 2005
Adresse: Torngat Mountains National Park of Canada
i3i6

Der Nationalpark Torngatberge bzw. Torngat Mountains National Park (englisch Torngat Mountains National Park of Canada, französisch Parc national du Canada des Monts-Torngat) ist einer der drei Nationalparks in Kanadas Provinz Neufundland und Labrador. Die Aufgabe des erst 2005 gegründeten, im äußersten Norden der Provinz gelegenen Gebiets, besteht darin, einen repräsentativen Teil der Gebirgslandschaft Nord-Labradors zu schützen. Dies geschieht in Verhandlungen mit den Inuit von Nunatsiavut, einer autonomen Region in der Provinz.

Name[Bearbeiten]

Der Name des Parks leitet sich von den Monts Torngat ab, wobei dieser Name im Inuktitut ‚von Geistern bewohnter Ort‘ oder ‚Ort der Geister‘ bedeutet.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Während im benachbarten Parc national Kuururjuaq noch ausgedehnte Wälder bestehen, liegt der Torngat jenseits der Waldgrenze. Sieht man von Schwarz-Fichten ab finden sich hier keine Bäume mehr. 330 Gefäßpflanzen wurden erfasst, sowie 220 weitere Pflanzen.

Im Park leben Waldland-Karibus (Rangifer tarandus caribou) in zwei Herden, der Monts-Targat-Herde und der George-Fluss-Herde, die ihren Namen vom Rivière George herleitet. Im Park leben Wölfe, Eis- und Schwarzbären, Füchse und Polarfüchse sowie deren Nahrung wie Wühlmäuse, Lemminge und Polarhasen (Lepus arcticus).

In den Fjorden finden sich Zwergwale, der Finnwal und der Buckelwal. Neben dem Seehund finden sich Sattelrobbe, Ringelrobbe und Mützenrobbe.

Das Alpenschneehuhn findet sich im Park, dort nisten zudem Kragen- und Spatelente, aber auch Sumpfohreule und Wanderfalke.

Geschichte[Bearbeiten]

1998 entstand mit der Nunavik Tourism Association der erste Tourismusverband der Inuit.[1] Sie setzte eine jährliche Moschusochsenjagd durch, hinzu kamen Möglichkeiten zum Rafting, Klettern und Mountainbikefahren. 2005 wurde der Park gegründet. Innerhalb des Parks ist es nur den Inuit erlaubt, zum Schutz vor Bären Waffen zu tragen. Biwaks sind gegen diese mit einem bear fence zu sichern und Sicherungsmittel sind mitzunehmen. Zwischen 2009 und 2012 besuchten etwa 500 Touristen pro Jahr den abgelegenen Park, womit sie für die sehr kleine Zahl der Bewohner des Gebietes ein bedeutender ökonomischer und kultureller Faktor geworden sind, zumal dabei Arbeitsplätze entstanden sind, wie etwa im Visitor Centre. Zudem wird der Park von den Indigenen gemanaget.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Torngat-Mountains-Nationalpark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Harvey Lemlin, Margaret Johnston, Dave Lough, Judith Rowell, Wayne Broomfield, Gary Baikie, Kristie Sheppard: Two Parks, One Vision - Collaborative Management Approaches to Transboundary Protected Areas in Northern Canada: Tongait Kak Kasuangita Silak Kijapvinga/Torngat Mountains National Park, Nunatsiavut and le Parc national Kuururjuaq Nunavik, in: Thora Martina Herrmann, Thibault Martin (Hrsg.): Indigenous Peoples’ Governance of Land and Protected Territories in the Arctic, Springer, 2016, S. 72.
  2. Harvey Lemlin et al., S. 77.