Torre Pellice

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Torre Pellice
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Torre Pellice (Italien)
Torre Pellice
Staat: Italien
Region: Piemont
Metropolitanstadt: Turin (TO)
Koordinaten: 44° 49′ N, 7° 14′ OKoordinaten: 44° 49′ 0″ N, 7° 14′ 0″ O
Höhe: 516 m s.l.m.
Fläche: 21 km²
Einwohner: 4.551 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 217 Einw./km²
Postleitzahl: 10066
Vorwahl: 0121
ISTAT-Nummer: 001275
Volksbezeichnung: torresi
Schutzpatron: San Martino
Die Waldenserkirche von Torre Pellice

Torre Pellice (piemontesisch la Tor, okzitanisch la Toure de Pèlis; früher Torre di Luserna) ist eine Kleinstadt und Gemeinde mit 4551 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der italienischen Metropolitanstadt Turin (TO), Region Piemont. Torre Pellice war Hauptort der drei historischen Waldensertäler in den Cottischen Alpen (Val Pellice, -Chisone und Valle Germanasca) und ist bis heute Zentrum der Chiesa Valdese italiana (der protestantischen Waldenserkirche).

Die Nachbargemeinden sind Angrogna, Villar Pellice, Luserna San Giovanni und Rorà.

Der Ort liegt 40 km südwestlich von Turin im unteren Val Pellice – etwa 15 km von der Mündung des Pellice in den Po – auf einer Höhe von 516 m über dem Meeresspiegel. Die nächste größere Stadt ist Pinerolo. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 21 km². Unweit von Torre Pellice und fast immer von dort sichtbar liegt der ca. 2100 m hohe Monte Vandalino mit dem niedrigeren Castelluzzo auf seiner südöstlichen Bergflanke. Unterhalb des Castelluzzo liegt die zu Torre Pellice gehörige Borgata Bonnet (Bei den "Borgate" handelt es sich um sehr kleine Bergdörfer, die in der Regel zu einer größeren Kommune gehören). Steigt man von hier ins Tal hinab, so gelangt man in den Ortsteil Santa Margherita.

In Hauptort Torre Pellice befindet sich das Gebäude der 1989 von der Tavola Valdese und der Società di studi valdesi gegründete Fondazione Centro Culturale Valdese, das folgende Einrichtungen umfasst[2]:

  • eine Bibliothek mit etwa 85000 Büchern[2]
  • zwei Museen: Ein ethnografisches und ein historisches, das sich mit der Geschichte jener religiösen Minderheitskirche, deren Ursprünge bis ins zwölfte Jahrhundert zurückreichen und damit rund dreihundert Jahre älter als Luthers Reformation ist, befasst[2]
  • einen Saal für Wechselausstellungen
  • eine Sammlung von Gemälden des waldensischen Malers Paolo Paschetto[2]
  • eine archäologische Sammlung[2] (Sala Ippolito)
  • das Touristenbüro „Il Barba“[2] (Okzitanisch für „Onkel“, so wurden die mittelalterlichen Wanderprediger der Waldenser genannt)[3]
  • das Archivio della Tavola valdese mit rund 35000 Fotos.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. a b c d e f g Vgl. etwa http://www.fondazionevaldese.org/index.php?lang=de (aufgerufen am 9. April 2016 um 17:44 Uhr)
  3. Vgl. Osvaldo Coisson: Angrogna. Die Geschichte einer Waldenser-Gemeinde. Übersetzt von Robert Zwilling, Fusta, Angrogna 2013, ISBN 978-88-95163-98-7, S. 21.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sabine Bade, Wolfram Mikuteit, Partisanenpfade im Piemont. Orte und Wege des Widerstands zwischen Gran Paradiso und Monviso, Querwege Verlag, Konstanz 2012, ISBN 978-3-941585-05-8
  • Sara Tourn: Torre Pellice. La «Ginevra italiana» attraverso i secoli. Claudiana, 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Torre Pellice – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien