Torrepadre

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Gemeinde Torrepadre
Torrepadre – Iglesia de San Esteban
Torrepadre – Iglesia de San Esteban
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Torrepadre
Torrepadre (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Burgos
Comarca: Arlanza (Comarca)
Koordinaten 42° 3′ N, 3° 56′ WKoordinaten: 42° 3′ N, 3° 56′ W
Höhe: 800 msnm
Fläche: 28,56 km²
Einwohner: 68 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 2,38 Einw./km²
Postleitzahl: 09345
Gemeindenummer (INE): 09389 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Torrepadre

Torrepadre ist ein Ort und eine nordspanische Landgemeinde (municipio) mit nur noch 68 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Westen der Provinz Burgos in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Torrepadre liegt ca. 500 m südlich des Río Arlanza in der kastilischen Hochebene (meseta) gut 45 km (Fahrtstrecke) südwestlich der Provinzhauptstadt Burgos in einer Höhe von ca. 800 m; die historisch bedeutsame Kleinstadt Lerma ist nur gut 23 km in südöstlicher Richtung entfernt. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 490 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2018
Einwohner 381 412 401 123 68[3]

Die Mechanisierung der Landwirtschaft, die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe und der damit einhergehende Verlust von Arbeitsplätzen haben seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem deutlichen Rückgang der Einwohnerzahlen geführt (Landflucht).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner der Landgemeinde leben hauptsächlich von der Landwirtschaft (Ackerbau, Viehzucht und Weinbau); die Gemeinde gehört zum Weinbaugebiet Arlanza (D.O.). Seit den 1960er Jahren spielt auch die sommerliche Vermietung von Ferienhäusern (casas rurales) eine gewisse wirtschaftliche Rolle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Torrepadre – altes Haus mit steinernen Grundmauern, aber darauf aufruhenden Wänden aus Lehmziegeln

Über die Ursprünge des Ortes ist so gut wie nichts bekannt. Keltische, römische, westgotische und selbst maurische Spuren fehlen. Im frühen 10. Jahrhundert wurde die Gegend von den Christen unter der Führung von König Alfons III. zurückerobert (reconquista) und anschließend neu- oder wiederbesiedelt (repoblación); in dieser Zeit entstand wahrscheinlich der Ort. Am 25. März 1608 verkaufte Philipp III. die Grundherrschaft (señorio) über Torrepadre und mehr als 300 weitere Orte an Francisco Gómez de Sandoval y Rojas, den Herzog von Lerma.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die einschiffige Iglesia de San Esteban entstand im 15./16. Jahrhundert und ist aus exakt behauenen Steinen errichtet. Die von einem Glockengiebel (espadaña) überhöhte, aber portallose Fassade und die Außenwände sind durch Strebepfeiler bzw. durch das leicht aus der Mauerflucht hervortretende, aber insgesamt schmucklose Südportal stabilisiert.
  • Im Ort stehen noch einige wenige ältere Häuser mit steinernen Grundmauern, aber darauf aufruhenden Wänden aus Lehmziegeln.
  • Am Ortsrand befinden sich einige Erd- bzw. Felsenkeller (bodegas) mit Naturseinfassaden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zael – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Torrepadre – Klimatabellen
  3. Torrepadre – Bevölkerungsentwicklung