Torwand

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Eine Torwand

Eine Torwand ist eine Vorrichtung für eine bestimmte Geschicklichkeitsübung beim Fußballtraining. Eine senkrechte Wand besitzt in zwei Ecken je ein Loch (eins rechts unten, das andere links oben), durch das der Ball geschossen werden soll.

Sportstudio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist die Torwand aus der Fernsehsendung „das aktuelle sportstudio“. Hier weisen die Löcher einen Durchmesser von 55 Zentimeter auf und es wird aus sieben Metern Entfernung geschossen, wobei je drei Schüsse auf die beiden Löcher abgegeben werden. Bisher ist es noch keinem Schützen gelungen, sechsmal zu treffen. Am 18. Mai 1974 erzielte Günter Netzer erstmals fünf Treffer. Ihm folgten mit ebenfalls fünf Treffern Rudi Völler, Günter Hermann, Reinhard Saftig, Matthias Becker, Rolf Fringer, Frank Pagelsdorf und Frank Rost. Am 1. April 1967 erlaubten sich das ZDF und Lothar Ulsaß einen Scherz mit den Zuschauern. Man zeigte sechs Treffer, die allerdings vor der Sendung aufgezeichnet waren.

Der ZDF-Torwand ähnliche Torwände sind außerhalb des „aktuellen sportstudios“ schon vor 1964 zum Einsatz gekommen, u.a. 1960 beim Fest der Westdeutschen Sportpresse durch den Halleningenieur und technischen Betriebsleiter Heinrich Klein[1][2]. Beim Training des 1. FC Kaiserslautern wurde ein Vorläufer der heutigen Torwand zum ersten mal im deutschen Fernsehen gezeigt. Der von Rudi Michel moderierte Fußballlehrfilm „Das vernagelte Tor“ zeigte im Mai 1957 eine in acht Feldern aufgeteilte Wand, die an einem Torgehäuse fest angebracht war.[3][4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Erfinder der ZDF-Torwand ist tot. In: sueddeutsche.de vom 3. August 2011
  2. A. Westhoff: Heinrich Klein. Torwand-Erfinder gestorben. In: FAZ.net vom 3. August 2011
  3. Das FCK-Museum zu Gast im Theodor-Zink-Musem auf fck.de, abgerufen am 15. November 2014
  4. Potz Blitz, das Tor war ja vernagelt! - Fernseh-Kameras enthüllen die Trainingsgeheimnisse auf dem Betzenberg, in Reutlinger General-Anzeiger vom 13. Mai 1957, S. 4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]