Totentanz (Liszt)

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Neal O'Doan und Orchester: Totentanz

Der Totentanz, auch als Paraphrase über „Dies irae“ oder als Danse macabre bezeichnet, ist ein konzertanter Variationszyklus von Franz Liszt für Solo-Klavier und Orchester, der ein Thema des Gregorianischen Chorals, das Dies Irae (Lat, etwa: Tag des Zorns), mit dem Thema des Totentanzes verbindet.

Das Werk entstand 1847–1849 in Weimar und wurde in den Folgejahren von Liszt mehrfach überarbeitet, 1853 und 1859 besonders intensiv. Am 15. April 1865 erfolgte in Den Haag die Uraufführung unter der Leitung von Johannes Verhulst mit Hans von Bülow als Solisten, dem das Stück mit den Worten „Dem hochherzigen Progonen unserer Kunst, Hans von Bülow, verehrungsvoll und dankbar“ gewidmet ist. Es dauert etwa 16 Minuten.

Liszt schuf mehrere Versionen:

  • 1ste Version für Klavier und Orchester, 1847–53 (Searle-Verzeichnis (= S.) 126–1), 1919 bei Breitkopf & Härtel (Leipzig) unter dem Titel De Profundis gedruckt (herausgegeben von Ferruccio Busoni). Ein Kopisten-Manuskript der ersten Fassung dieser Version trug die Aufschrift „Toten Tanz Phantasie für Pianoforte und Orchester. terminé le 21 Octobre 1849.“ 1853 entstand eine zweite, 1859 eine dritte Fassung.
  • 2te Version für Klavier und Orchester, 1859–64(?) (S. 126–2), 1865 bei Siegel (Leipzig) gedruckt.
  • Bearbeitung für 2 Klaviere, 1859–65(?) (S. 652), 1865 bei Siegel (Leipzig) gedruckt.
  • Bearbeitung für 1 Klavier, 1860–65(?) (S. 525), 1865 bei Siegel (Leipzig) gedruckt.

Noten[Bearbeiten]

Beginn des Stücks: Danse macabre franz liszt.jpg

Weblinks[Bearbeiten]