Totentrompete

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Totentrompete
2011-11-20 Craterellus cornucopioides (L.) Pers 183522 cropped.jpg

Totentrompete (Craterellus cornucopioides)

Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: unsichere Stellung (incertae sedis)
Ordnung: Pfifferlingsartige (Cantharellales)
Familie: Pfifferlingsverwandte (Cantharellaceae)
Gattung: Kraterellen (Craterellus)
Art: Totentrompete
Wissenschaftlicher Name
Craterellus cornucopioides
(L. : Fr.) Pers.

Die Toten- oder Herbsttrompete (Craterellus cornucopioides),[1] aufgrund der trichterartig geformten Fruchtkörper auch Toten-Trichterling genannt, ist eine Pilzart aus der Familie der Pfifferlingsverwandten (Cantharellaceae). Sie gilt als sehr guter Speisepilz.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sporen der Totentrompete im Lichtmikroskop (DIC)

Der hohle und trichterförmige Fruchtkörper ist am Rand trompetenartig umgeschlagen und erreicht einen Durchmesser von bis zu 12 cm. Die Oberfläche ist filzig bis schuppig strukturiert und hat eine braungraue oder rußgraue bis schwarze Farbe. Die glatte Außenseite ist meist hellgrau gefärbt.

Untypisch gefärbte Fruchtkörper der Totentrompete mit stark reduzierter Pigmentierung

Seltener sind gelblich gefärbte Exemplare, die früher als Craterellus konradii abgetrennt wurden, aber lediglich eine Pigmentanomalie der Totentrompete darstellen.[1]

Ökologie und Phänologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Totentrompete ist ein Mykorrhizapilz hauptsächlich der Rotbuche, aber auch der Eiche und der Hainbuche.[2] Nur sehr selten geht sie auf andere Baumarten über. Entsprechend der Wirtsbaumpräferenz kommt die Totentrompete in Buchen- und Buchen-Tannenwäldern mit frischen Böden, die nährstoffarm, aber mäßig bis gut mit Basen versehen sind, vor. Grundgesteine für solche Böden können Kalk, Kalksand, Basalt oder Mergel sein.

Die Fruchtkörper erscheinen ab Mitte August, vor allem im September und Oktober. Auf deren, einem Füllhorn (lateinisch cornu copiae) ähnliche Form bezieht sich das Epitheton cornucopioides.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Totentrompete kommt in der Holarktis, d. h. in Nordamerika, im gemäßigten Asien und in Europa, vor. Ob die Vorkommen in Australien auf Einschleppung beruhen oder autochthon sind, ist fraglich. In Europa kommt die Totentrompete sowohl im Norden, als auch im Süden vor allem in mittleren Gebirgslagen vor, allerdings nehmen die Bestände lokal ab.[2]

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Totentrompete ist ein hervorragender Speisepilz. Häufig wird sie in getrockneter Form angeboten; sie kann auch zu Pulver zerstoßen als Gewürz verwendet werden.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Mattias Dahlman, Eric Danell, Joseph W. Spatafora: Molecular systematics of Craterellus – cladistic analysis of nuclear LSU rDNA sequence data. Mycological Research 104(4). British Mycological Society 2000. S. 388–394. (Zusammenfassung verfügbar)
  2. a b Angelika Lang: Pilze – Die wichtigsten Arten entdecken und bestimmen, Gräfe und Unzer, 2012. S. 214–215

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Totentrompete (Craterellus cornucopioides) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien