Tour de France 1962

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49. Tour de France 1962 – Endstand
Streckenlänge 22 Etappen, 4273,5 km
Toursieger Jacques Anquetil 114:31:54 h
(37,313 km/h)
Zweiter Joseph Planckaert + 4:59 min
Dritter Raymond Poulidor + 10:24 min
Vierter Gilbert Desmet + 13:01 min
Fünfter Ab Geldermans + 14:04 min
Sechster Tom Simpson + 17:09 min
Siebenter Imerio Massignan + 17:50 min
Achter Ercole Baldini + 19:00 min
Neunter Charly Gaul + 19:11 min
Zehnter Eddy Pauwels + 23:04 min
Grünes Trikot Rudi Altig 173 P.
Zweiter Emile Daems 144 P.
Dritter Jean Graczyk 140 P.
Bergwertung Federico Bahamontes 137 P.
Zweiter Imerio Massignan 77 P.
Dritter Raymond Poulidor 70 P.
Teamwertung Saint-Raphaël-Helyett

Die 49. Tour de France fand vom 24. Juni bis zum 15. Juli 1962 statt und führte auf 22 Etappen über 4.274 km. Zum ersten Mal seit 1929 gingen keine National- und Regionalteams, sondern Mannschaften, die von Unternehmen unterstützt werden, an den Start. Es nahmen 149 Rennfahrer an der Rundfahrt teil, von denen 94 klassifiziert wurden.

Rennverlauf[Bearbeiten]

Die Tour begann mit einem deutschen Etappensieg, Rudi Altig gewann das erste Teilstück und konnte nach einem weiteren Etappensieg auf der dritten Etappe einige Tage im gelben Trikot fahren. Altig erzielte insgesamt drei Etappensiege und gewann das grüne Trikot.

Raymond Poulidor, der vor dem Start der Tour die französische Meisterschaft sowie Mailand-San Remo gewonnen hatte, war am Start durch eine gebrochene Hand beeinträchtigt und verlor auf der ersten Etappe bereits acht Minuten. Er konnte sich im Laufe der Rundfahrt jedoch steigern und gewann die schwere Bergetappe nach Aix-les-Bains. Am Ende belegte er in der Gesamtwertung den dritten Platz.

Vorjahressieger Jacques Anquetil aus Frankreich gewann wie schon 1961 zwei Zeitfahren, doch erst mit dem zweiten Erfolg konnte er drei Tage vor dem Ende der Rundfahrt die Führung übernehmen. Zuvor war Anquetil defensiv gegen die besseren Bergfahrer wie Federico Bahamontes, der zum vierten Mal die Bergwertung gewann, gefahren.

Anquetils schärfster Konkurrent um den Gesamtsieg war jedoch der Belgier Joseph Planckaert, der das gelbe Trikot in den Pyrenäen übernommen hatte. Erst durch seinen Sieg im letzten Zeitfahren, in dem er Poulidor und Planckaert jeweils über fünf Minuten abnahm, machte Anquetil seinen dritten Toursieg perfekt. Der Franzose stellte bei seinem Sieg auch noch einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf: Er war im Durchschnitt 37,306 km/h schnell.

Die Etappen[Bearbeiten]

Etappen Tag Start – Ziel km Etappensieger Gelbes Trikot
1. Etappe 24. Juni NancySpa (BEL) 253 Rudi Altig Rudi Altig
2. Etappe (a) 25. Juni Spa (BEL) – Herentals (BEL) 147 André Darrigade André Darrigade
2. Etappe (b) 25. Juni Herentals (BEL)- Herentals (BEL) 23 (MZF) Flandria-Faema André Darrigade
3. Etappe 26. Juni Brüssel (BEL) – Amiens 210 Rudi Altig Rudi Altig
4. Etappe 27. Juni Amiens – Le Havre 196,5 Willy Vanden Berghen Rudi Altig
5. Etappe 28. Juni Pont-l’ÉvêqueSaint-Malo 215 Emile Daems Rudi Altig
6. Etappe 29. Juni DinardBrest 235,5 Robert Cazala Ab Geldermans
7. Etappe 30. Juni QuimperSaint-Nazaire 201 Hubert Zilverberg Ab Geldermans
8. Etappe (a) 1. Juli Saint-Nazaire – Luçon 155 Mario Minieri André Darrigade
8. Etappe (b) 1. Juli Luçon – La Rochelle 43 (EZF) Jacques Anquetil André Darrigade
9. Etappe 2. Juli La Rochelle – Bordeaux 214 Antonio Bailetti Willy Schroeders
10. Etappe 3. Juli Bordeaux – Bayonne 184,5 Willy Vannitsen Willy Schroeders
11. Etappe 4. Juli Bayonne – Pau 155,5 Eddy Pauwels Willy Schroeders
12. Etappe 5. Juli Pau – Saint-Gaudens 207,5 Robert Cazala Tom Simpson
13. Etappe 6. Juli LuchonSuperbagnères 18,5 (EZF) Federico Bahamontes Jozef Planckaert
14. Etappe 7. Juli Luchon – Carcassonne 215 Jean Stablinski Jozef Planckaert
15. Etappe 8. Juli Carcassonne – Montpellier 196,5 Willy Vannitsen Jozef Planckaert
16. Etappe 9. Juli Montpellier – Aix-en-Provence 185 Emile Daems Jozef Planckaert
17. Etappe 10. Juli Aix-en-Provence – Juan-les-Pins 201 Rudi Altig Jozef Planckaert
18. Etappe 11. Juli Juan-les-Pins – Briançon 241,5 Emile Daems Jozef Planckaert
19. Etappe 12. Juli Briançon – Aix-les-Bains 204,5 Raymond Poulidor Jozef Planckaert
20. Etappe 13. Juli BourgoinLyon 68 (EZF) Jacques Anquetil Jacques Anquetil
21. Etappe 14. Juli Lyon – Pougues-les-Eaux 232 Dino Bruni Jacques Anquetil
22. Etappe 15. Juli NeversParis 271 Rino Benedetti Jacques Anquetil

Weblinks[Bearbeiten]