Toyohiro Akiyama

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Toyohiro Akiyama
Land (Organisation): Japan (TBS)
Datum der Auswahl: 17. August 1989
(TV-Journalisten Japan)
Anzahl der Raumflüge: 1
Start erster Raumflug: 2. Dezember 1990
Landung letzter Raumflug: 10. Dezember 1990
Gesamtdauer: 7d 21h 54min
Ausgeschieden: Dezember 1990
Raumflüge

Toyohiro Akiyama (jap. 秋山 豊寛, Akiyama Toyohiro; * 22. Juli 1942 in Setagaya, Tokio) ist ein ehemaliger japanischer Fernsehjournalist, der durch seinen Flug mit einem Sojus-Raumschiff zur sowjetischen Raumstation Mir im Jahr 1990 bekannt wurde. Er ist der erste Japaner, der in den Weltraum flog.

Im Jahr 1971 wurde Akiyama Reporter für den japanischen Fernsehsender Tokyo Broadcasting System (TBS). Zwischen 1967 und 1971 arbeitete er auch für den BBC World Service.

Mit der Auswahl von Akiyama im August 1989 begann die sowjetische Raumfahrtbehörde, einzelne Plätze auf Sojusflügen auch an nichtstaatliche Unternehmen zu verkaufen. Für den Flug von Sojus TM-11 für Dezember 1990 wurde ein Platz für 28 Millionen US-Dollar an TBS verkauft. Akiyama war der erste Raumfahrer, dessen Mission nicht von seinem Staat finanziert wurde und flog auch als erster Japaner in den Weltraum. Neben ihm wurde auch die Kamerafrau Ryoko Kikuchi für den Flug trainiert, die jedoch eine Woche vor Start wegen einer Blinddarmentfernung ausfiel.[1]

Der Start von Sojus TM-11 erfolgte am 2. Dezember 1990 von Baikonur aus. Akiyama sendete täglich eine zehnminütige Fernsehübertragung und 20 Minuten Radioberichte. Die Landung erfolgte am 10. Dezember 1990 an Bord von Sojus TM-10 in der Kasachischen SSR.

Nach seinem Flug ins All wurde er stellvertretender Direktor der Nachrichtenabteilung von TBS, bis er im Oktober 1995 TBS verließ.

Danach baute er als Biobauer in Tamura (Präfektur Fukushima) Reis, Gemüse und Shiitake-Pilze an. Wegen der Nuklearkatastrophe 2011 im 32 km entfernten Kernkraftwerk Fukushima Daiichi siedelte er nach Fujioka in der Präfektur Gunma über.[2]

Toyohiro Akiyama ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Der Asteroid (4714) Toyohiro wurde nach ihm benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Leaving Earth: Space Stations, Rival Superpowers, and the Quest for Interplanetary Travel. Joseph Henry Press, 2003, ISBN 0-309-52750-3, S. 293 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Astronaut turned organic farmer reflects on modern Japan and evacuation from Fukushima. In: Mainichi Daily News. 7. August 2011, abgerufen am 10. August 2011 (englisch).