Trévignin

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Trévignin
Trévignin (Frankreich)
Trévignin
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Savoie
Arrondissement Chambéry
Kanton Aix-les-Bains-1
Gemeindeverband Grand Lac – Lac du Bourget
Koordinaten 45° 42′ N, 5° 57′ OKoordinaten: 45° 42′ N, 5° 57′ O
Höhe 433–1.563 m
Fläche 6,89 km2
Einwohner 775 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 112 Einw./km2
Postleitzahl 73100
INSEE-Code
Website www.trevignin.fr

Trévignin ist eine Gemeinde mit 775 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im französischen Département Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie gehört administrativ zum Kanton Aix-les-Bains-1 im Arrondissement Chambéry.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trévignin liegt auf 620 m, nahe bei Aix-les-Bains, etwa 16 km nördlich der Stadt Chambéry (Luftlinie). Das ehemalige Bauerndorf erstreckt sich im Nordwesten des Département Savoie, am westlichen Rand des Massivs der Bauges und am Fuß des Mont Revard, an aussichtsreicher Lage auf einer Geländeterrasse rund 380 m über dem Seespiegel des Lac du Bourget.

Die Fläche des 6,89 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt im Alpenvorland. Der nördliche Gemeindeteil wird von der Verebnungsfläche von Trévignin eingenommen, die gegen Westen und Norden sanft zum Tal der Sierre abfällt. Entwässert wird das Gebiet durch verschiedene Bäche zur Sierre und damit zum Lac du Bourget. Nach Süden erstreckt sich das Gemeindeareal über den zunächst sanft, später steil ansteigenden, bewaldeten Hang des Mont Revard, der von mehreren Felsbändern durchzogen wird. Auf der Höhe der Tour de l’Angle Est wird mit 1562 m die höchste Erhebung von Trévignin erreicht. Die Gemeinde liegt innerhalb des Regionalen Naturparks Massif des Bauges (frz.: Parc naturel régional du Massif des Bauges).

Zu Trévignin gehören neben dem eigentlichen Ortskern auch mehrere Weilersiedlungen und Gehöfte, darunter:

  • Le Séminaire (600 m) am Hang östlich des Dorfes
  • Le Nandrion (680 m) am Hang des Mont Revard
  • Saint-Victor (730 m) am Nordabhang des Mont Revard

Nachbargemeinden von Trévignin sind Grésy-sur-Aix im Nordwesten, Montcel im Osten sowie Pugny-Chatenod im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter bestand in Trévignin eine kleine Herrschaft, der die Ländereien von Trévignin und Épersy gehörten. Sie war abhängig von den Herren von Cessens, die im 14. Jahrhundert noch unter dem Einfluss der Herren von Faucigny standen, bevor sie 1400 unter die Oberhoheit der Grafen von Savoyen gelangten.[1]

Von 1892 bis 1937 verband eine Zahnradbahn die Stadt Aix-les-Bains mit dem Gipfel des Mont Revard, dessen bewaldeter Steilhang im Südwesten der Gemeinde mittels einer Kehre überwunden wurde. In diesem Abschnitt besaß die Bahn eine Station auf etwa 1000 m Höhe und mehrere noch erhaltene Kunstbauten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem 19. Jahrhundert stammt die Pfarrkirche von Trévignin. Eine Kapelle steht im Weiler Le Nandrion.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 270
1968 265
1975 268
1982 305
1990 459
1999 627
2006 712

Mit 775 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015)[2] gehört Trévignin zu den kleinen Gemeinden des Département Savoie. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts rückläufig war, wurde seit Mitte der 1970er Jahre dank der attraktiven Wohnlage wieder eine deutliche Bevölkerungszunahme verzeichnet. Seither hat sich die Einwohnerzahl beinahe verdreifacht.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trévignin war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute verschiedene Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf zur Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung, insbesondere im Raum Aix-les-Bains und Chambéry ihrer Arbeit nachgehen.[4]

Die Ortschaft ist verkehrsmäßig recht gut erschlossen. Sie liegt an der Departementsstraße D913, die von Aix-les-Bains über den Mont Revard nach Les Déserts führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Grésy-sur-Aix und Montcel. Der nächste Anschluss an die Autobahn A41 befindet sich in einer Entfernung von rund 6 km.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trévignin ist seit 1966 verschwistert mit dem deutschen Dorf Olfen, das seit 2018 ein Stadtteil von Oberzent (Odenwaldkreis/Hessen) ist. Diese Verschwisterung gilt als die kleinste kommunale Partnerschaft dieser Art in Europa.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trévignin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. J. J. Vernier: Dictionnaire topographique du département de la Savoie. Imprimerie Savoisienne, 1896, S. 713 (französisch, online auf BNF [abgerufen am 19. Januar 2014]).
  2. Französisches Statistikinstitut (www.insee.fr)
  3. Trévignin – notice communale. In: cassini.ehess.fr. Abgerufen am 20. Oktober 2014 (französisch).
  4. Dossier complet zu Trévignin. In: INSEE. Abgerufen am 20. Oktober 2014 (französisch).